Sonntagslektüre

Ja liebe Leute, der Sonntag ist der perfekte Tag, um etwas Neues auszuprobieren oder den SUB etwas abzubauen.
Nach endlos langen Überlegungen habe ich diesmal im Regal nach Chuk Palahniuk gegriffen, der dort mit einigen seiner älteren Werke schon eine ganzen Weile vor sich hindümpelt.

Nach dem Blutgehalt und der Opferzahlen der letzten gelesenen Bücher wollte ich es etwas ruhiger angehen, der Gesichtsausdruck der Miez zeigt, dass es dann doch etwas anders kam.

Wer Palahniuk kennt, weiß, was ich meine…^^

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Pfingstlektüre

Ich bin gespannt, wie weit ich tatsächlich komme …^^

Ach ja, der Feiertag steht vor der Tür, ein entspanntes, langes Wochenende, das förmlich nach Lesen schreit.
Vielleicht schaffe ich es ja sogar, endlich „Ich bin der Zorn“ zu Ende zu lesen, aus dem SUB hab ich schon „A head full of ghosts“ gefischt, das habe ich mir schon so lange vorgenommen und als krönenden Abschluss „1793“, auf das bin ich echt gespannt.
Na dann schauen wir mal, wie weit ich komme…

PS: Okay, natürlich habe ich mein mir selbst auferlegtes Pensum nicht geschafft, lach, aber jetzt zum Montagabend starte ich doch noch mit „1783“, immerhin^^

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Achtung, eine Durchsage…^^

Der Eine oder Andere hat es ja sicherlich schon mitbekommen, ab heute starte ich in meinem neuen Job, der mich zum Festa Verlag geführt hat.
Über diese Chance freue ich mich natürlich sehr, allerdings bedeutet das auch, dass ich mich nun erstmal einarbeiten muss und deswegen werde ich hier in nächster Zeit erstmal etwas kürzer treten.
Aber keine Sorge, es gibt mich weiterhin und auch meine Bücherstapel werden wie gewohnt immer weiter anwachsen, nur wird mir erstmal wohl die Zeit fehlen, mich über das Gelesene ausführlich auszulassen.
Wer irgendwas will, weiß, wie er mich erreicht.
In diesem Sinne, habt alle einen tollen Start in die neue Woche.

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Monatsrückblick Mai 2019

Der Mai war durchaus durchwachsen, nicht jedes der 18 Bücher habt meinen Geschmack getroffen, aber man muss halt auch mal danebengreifen, wie heißt es doch so schön?
Versuch macht klug…^^
Der größte Fehlgriff war für mich Tim Curran, den ich eigentlich sehr gerne lese, diesmal wusste er allerdings nicht zu überzeugen.
Dafür hab ich mit Chris Carters neuestem Werk mal wieder meine Englischkenntnisse ein bisschen aufgefrischt.
Vorsatz: Ich sollte definitiv mehr Bücher im Original lesen…

„Racheopfer“ – Ethan Cross (4/5)
„Die Wiedererweckten der Herbert West“ – Tim Curran (2,5/5)
„Milestone“ – Kealan Patrik Burke (3,5/5)
„Profiling Murder – Blutige Tränen“ – Dania Dicken (3,5/5)
„Hunting Evil“ – Chris Carter (4,5/5)
„Garten der Schmetterlinge“ – Dot Hutchison (3,5/5)
„Lautloser Feind“ – Andrew Holland (3,5/5)
„Ich bin die Nacht“ – Ethan Cross (4/5)
„Ich bin die Angst“ – Ethan Cross (4/5)
„Ich bin der Schmerz“ – Ethan Cross (4/5)
„Henker“ – Michael Barth (4/5)
„Hütte Nummer Drei“ – Michael Dissieux (3,5/5)
„Sukkubus – Dämonin der Lust“ – Krystan Knight (4/5)
„10 Stunden tot“ – Stefan Ahnhem (3/5)
„USA 2084“ – Pjotr X (3/5)
„400 Tage der Erniedrigung“ – Wrath James White (3,5/5)
„A million Ways to die in the West“ – Seth MacFarlane (3,5/5)
„Touch the Flame“ – Zoran Drvenkar (3/5)

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Verlosung Wrath James White

Die Verlosung ist beendet, hier gibt es nun die beiden glücklichen Gewinner:

Fabian kann sich über die signierte Ausgabe des „Teratologen“ freuen

und Autogrammkarte und Magnet gehen an Mike Pusch.

Herzlichen Glückwunsch, ich habe euch beiden eine Mail geschickt, also bitte melden.

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„A million Ways to die in the West“ – Seth MacFarlane

Ein Schafjunge auf Abwegen …

Albert Stark ist Schafzüchter im wilden Westen und ein Feigling und Schwarzmaler.
Nachdem er sich mal wieder vor einem Duell gedrückt, aber immerhin einen Streifschuss am Bein abgekriegt hat, trennt sich seine Freundin von ihm und er steht vor einem Scherbenhaufen, er will nur noch weg aus dieser verdammten Stadt.
Dann taucht Anna mit ihrem Bruder auf, er klagt ihr sein Leid und sie will ihm helfen, was er allerdings nicht ahnt, ist, dass sie die Frau eines berüchtigten Revolverhelden ist.
Mit ihrer Hilfe will er Louise zurückgewinnen, die inzwischen mit dem Bartschneider des Ortes, einem reichen Schnösel, angebandelt hat.
Entgegen seiner Überzeugung lässt sich Albert auf ein Duell mit ihm ein, denn will er die Frau zurückhaben, koste es, was es wolle und dazu muss er beweisen, dass er ein Mann ist, zum Glück ist Anna eine fantastische Schützin und gibt ihm Nachhilfe.
Das Ganze geht jedoch nur so lange gut, bis ihr Mann auftaucht…

Gleich zu Beginn, ich liebe „American Dad“ und „Family Guy“, aber „A million Ways to die in the West“ zündet bei mir irgendwie nicht richtig.
Klar kann man ab und zu mal grinsen, aber ich habe mir mehr erhofft.
Albert ist der typische Loser, bevor Louise ihn verlässt, ist er mit seinem Leben jedoch einigermaßen zufrieden, auch, wenn er den wilden Westen schon vorher gehasst hat, es ist aber auch verdammt gefährlich, dort zu leben.
Allerdings muss ich zugeben, zumindest die immer wieder eingestreuten Todesarten sind sehr unterhaltsam, mehr möchte ich an dieser Stelle dazu gar nicht sagen.^^
Die Story an sich ist vorhersehbar, das ist aber gar nicht so das Problem, die Figuren sind alle wandelnde Klischees.
Klar ist das auch bei „Family Guy“ und „American Dad“ nicht anders, aber da kann ich drüber lachen, hier nicht.
Neben Alfreds oberflächlicher Ex sind da noch sein bester Freund, ein gutmütiger Trottel und dessen Freundin Ruth, die beste Nutte in der Stadt, die alles mitmacht, aber vor der Ehe keinen Sex mit ihrem Freund haben will.
Die beiden sind einfach herrlich und für mich persönlich das Highlight im Buch, denn auch Anna, die Gangsterbraut, ist mir zu flach…
Hätte ich mir „A million Ways to die in the West“ als Film angesehen, hätte ich wohl abgeschaltet, hier habe ich die ganze Zeit gewartet, dass der große Knall noch kommt, tat er aber nicht, mehr als 3,5 von 5 Pistolenkugeln sind deshalb auch nicht drin, daran kann auch das Cover mit den beiden Duellanten, dass ich sehr gelungen finde, nichts ändern …

• Titel:                                      „A million Ways to die in the West“

• Autor:                                     Seth MacFarlane

• Verlag:                                   Eichborn

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           207 Seiten

• ISBN:                                    978-3-84790582-0

• Genre:                                    Roman, Humor

• Bewertung:

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„Lautloser Feind“ – Andrew Holland

In der Hitze Havannas …

Der achte Fall für Howard Caspar entführt uns diesmal nach Cuba, in ein Land, das bekanntlich nicht die besten Beziehungen zu Amerika pflegt, deshalb sollen die Diplomaten dort auch bald nach Hause zurückkehren.
Jill ist 15, lebt mit ihrem Vater in der Botschaft und schert sich nicht um die bestehende Ausgangssperre, sie ist verliebt und will Zeit mit ihrem Freund verbringen, hofft sogar, ihn irgendwie mit zurück nach Hause zu nehmen.
Natürlich sind ihre Streifzüge im Alleingang keine gute Idee, denn sie endet, mit Glassplittern gespickt, angebunden mitten in der Stadt, wo sie förmlich hingerichtet wird.
Auch Viola lebt in der Botschaft, natürlich kannte sie Jill und will wissen, was ihr passiert ist und so trifft sie sich mit deren Freund, den sie insgeheim in Verdacht hat, in den Mord verstrickt zu sein.
Der Junge erzählt ihr, was er weiß und scheint zutiefst erschüttert, Viola glaubt ihm.
Doch auch sie verschwindet nach dem Treffen spurlos.
Caspar wird vom Militär um Mithilfe gebeten, eigentlich will er nicht nach Cuba fliegen, erst recht nicht ohne sein Team, aber natürlich übernimmt er den Fall dennoch…

Ich muss zugeben, ich habe nicht alle Bände gelesen und deswegen fehlte mir so ein bisschen der Überblick, doch nicht nur deshalb ist es nicht unbedingt mein Lieblingsteil der Reihe.
Auf diese Art und Weise zu morden, ist mir neu und auch ziemlich bösartig, trotzdem hat mich dieser Fall irgendwie nicht so wirklich gefesselt, was an den Akteuren lag und auch am Schauplatz.
Ich habe nichts gegen Cuba, das Land wurde toll beschrieben, man hat die Hitze und den Schweiß förmlich auf der eigenen Haut gespürt, aber dieses Herumreiten auf dem Zwist zwischen Amerika und Cuba hat mich genervt.
Ja, diese Schallwellenangriffe gab es tatsächlich und das in einem Buch zu verwenden, finde ich genial, trotzdem hat mich die Geschichte nicht mitgerissen.
Vielleicht auch, weil ich mit den beiden Diplomatentöchtern nicht warm geworden bin, beide lassen sich von demselben Schönling umgarnen?
Die Väter von beiden sind … (Upps, ich will ja nicht spoilern, aber das war mir irgendwie alles ein bisschen zu viel des Guten.)
Dasselbe trifft übrigens auf den Täter zu, klar will er Rache, aber hey, vorher muss er so viele Dinge im Alleingang schaffen und hat davon keine Ahnung, trotzdem funktioniert alles reibungslos.
Ich weiß, ich denke wahrscheinlich schon wieder zu viel nach, aber so bin ich nun mal.^^
Gefallen hingegen hat mir Caspars innerer Kampf mit sich selbst.
Zwar ist die langersehnte Adoption endlich durch, dafür steht jedoch ein Gerichtstermin an, der dunkle Erinnerungen weckt.
Howard Caspar ist zweifelsfrei ein Sympathieträger, trotzdem steht er meiner Meinung nach diesmal etwas im Hintergrund.
Das Cover hat mich sehr stark an Cody McFadyens „Die Stille vor dem Tod“ erinnert, auch da gibt es den erhobenen Zeigefinge vor den Lippen, zum Inhalt passt das Bild jedenfalls nicht wirklich, auch wenn Stille und Schallwellen dann ja doch irgendwie passt.
Formulieren wir es anders, bei dem Cover denke ich eher an andere Dinge, so.^^
Alles in allem ist „Lautloser Feind“ natürlich spannend, sonst hätte ich es weggelegt, aber für mich bisher trotzdem der schwächste Teil der Reihe, auch wenn das viele sicherlich anders sehen, Fazit: 3,5 von 5 Glasscherben…

• Titel:                                      „Lautloser Feind“

• Autor:                                     Andrew Holland

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           300 Seiten

• ISBN:                                      978-1092838238

Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Ich bin der Schmerz“ – Ethan Cross

Familienzuwachs …

Auch im dritten Teil der Reihe bekommt es Marcus Williams wieder mit einem irren Killer zu tun.
Der entführt zunächst Frau und Kind(er) eines Mannes, benachrichtigt den dann und zwingt ihn, einen Mord zu begehen, wenn er seine Familie wiedersehen will, fügt er sich, kehrt seine Familie wohlbehalten zu ihm zurück, weigert er sich jedoch, werden seine Lieben grausam getötet.
Seinen Namen hat der Killer recht bald weg, man nennt ihn nur den Anstifter und auch seine Identität ist nicht unbekannt, es handelt sich um niemand anderen als Ackerman Senior, den Vater von Marcus und Francis.
Williams weiß, dass er ihm allein nicht gewachsen ist, aber keiner kennt ihn so gut wie Francis, der außerdem noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat, um zu helfen, lässt er sich widerstandslos festnehmen.
Als Marcus jedoch ein weiteres Opfer seines Vater findet, seine Exfreundin, gerät alles außer Kontrolle …

Im dritten Teil hat Marcus sich nun mehr oder weniger damit abgefunden, dass Francis sein Bruder ist, sie beide dieselben Gene haben und der einzige Unterschied in der Erziehung liegt, während er seinem Stiefvater nacheifert, der ja Polizist war, hatte Francis keine Wahl und wurde zum Studienobjekt seines Vaters, trotzdem haben beide einige Gemeinsamkeiten.
Auch wenn Francis eigentlich ein brutaler Serienkiller ist, so stiehlt er seinem Bruder doch immer öfter die Show und steht mehr als einmal hilfreich zur Seite, der Drang zu töten oder andere Menschen zu quälen ist allerdings immer noch tief in ihm verwurzelt.
Marcus dagegen erscheint diesmal etwas blasser, er ist von den Ereignissen der Vergangenheit sichtlich mitgenommen und auch mit Maggie kriselt es immer mal wieder.
Ein Highlight dieses Bandes ist natürlich, dass Ackerman Senior endlich selbst in Erscheinung tritt.
Bisher war er ja immer das ultimative Böse und ja, er wird seinem Ruf gerecht, neben ihm erscheint selbst Francis eher brav, denn er hat keinerlei Skrupel und ein ganz besonderes Ziel, klar, nachdem der eine jahrelang unter ihm leiden musste, ist nun sein anderer Sohn an der Reihe und der ist ja eh schon angeknackst.
Und doch führt ausgerechnet der verhasste Vater die Brüder zusammen, denn zum ersten Mal arbeiten sie ganz bewusst Hand in Hand, was nicht von allen gern gesehen wird, vor allem Maggie hat keinerlei Vertrauen zu dem Serienkiller, aber wer kann ihr das nach Allem schon verübeln, immerhin hatte sie ja selbst unter ihm zu leiden.

Nach Rot und Schwarz erstrahlt das Cover diesmal in unschuldigem Weiß, nicht unbedingt passend zur Story, aber doch zum Aussehen der anderen Bücher und auch inhaltlich gibt es nichts zu meckern, von daher gibt es auch für „Ich bin der Schmerz“ wieder 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Ich bin der Schmerz“

• Autor:                                     Ethan Cross

• Verlag:                                   Bastei Lübbe

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           430 Seiten

• ISBN:                                    978-3-404-17258-0

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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Verlosung „Malina – Ein Hauch von Hölle“, Alex Miller

Pünktlich zum Feiertag habe ich wieder Glücksfee gespielt und den Gewinner von Alex Millers „Malina – Ein Hauch von Hölle“ ausgelost, gewonnen hat diesmal die gute Sina, bitte melde dich bei mir, damit ich weiß, wohin ich das Buch schicken soll.

Und für alle Anderen, bis morgen läuft noch die Verlosung des von Wrath James White signierten „Teratologen“, vielleicht hat der eine oder andere daran ja Interesse.

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„400 Tage der Erniedrigung“ – Wrath James White

Lebendiger Geschichtsunterricht …

Natasha findet sich nicht wirklich sexy, sie ist eher ein Pummelchen und so sehr überrascht, dass der hübsche Schwarze im Nachtclub sie ihrer attraktiven Freundin vorzieht.
Als er nach ihrer Nummer fragt und verspricht, sie anzurufen, glaubt sie nicht wirklich daran, doch er tut es und lädt sich einfach mal selbst zu ihr ein.
Die junge Frau ist fasziniert von dem Schönling, der ernsthaftes Interesse an ihr zu haben scheint und nichts überstürzen will, er verwöhnt sie, überschüttet sie mit Aufmerksamkeit und Geschenken, ganz anders als alle Männer vor ihm.
Schon bald ist ihr klar, sie will nicht mehr ohne ihn leben und auch dass er beim Sex grob und fordernd ist, geniesst sie.

„… Kenyatta war so anders als jeder, den ich je getroffen hatte. Es war etwas Majestätisches an ihm, etwas Fürstliches. Seine Augen waren weise und intensiv, manchmal grausam, doch sogar das war sexy. Seine Stimme war tief, ein Bass wie bei Lou Bawls oder Barry White. Heißblütig, weich und sinnlich, doch auch energisch und dominant…“ (Seite 30)

Ihr Angebeteter stellt ihr sogar die Ehe in Aussicht, doch erstmal muss sie einen Test bestehen, zeigen, dass sie ihn wirklich versteht.
Kenyattas Vorfahren stammen aus Afrika und sind als Sklaven nach Amerika gekommen, 400 Jahre wurden sie ausgebeutet und gequält, 400 Jahre, die Natasha in 400 Tagen nachempfinden soll, ein Tag für jedes Jahr, danach winkt die Hochzeit.
Ohne lange nachzudenken, willigt sie ein, falls sie abbrechen will, gibt es ein Safeword, doch sie weiß, dass sie dieses niemals laut aussprechen wird.
Was sind denn schon 400 Tage, wenn der Geliebte dann für immer an ihrer Seite ist?
Doch schon die ersten Wochen bringen Natasha an die Grenze ihrer Belastbarkeit, den ganzen Tag über in einem Sarg eingesperrt, während Kenyatta zur Arbeit ist, wird sie nur abends zum Putzen herausgelassen, zu Essen gibt es ausschließlich Kartoffeln und Bohnen, soll das Ganze doch möglichst real die Überfahrt der Sklaven in die neue Heimat darstellen und das ist erst der Anfang …

Wrath James White mit seiner sozialkritischen Ader ist ja eigentlich ganz mein Ding, ich merke allerdings auch immer wieder, dass mir der Erotikkram einfach nicht wirklich liegt, egal in welche Richtung es da geht.
Während ich die Einsichten in des Lebens einer Sklavin an und für sehr interessant fand, ging mir Natasha mit ihrer extrem unterwürfigen Art schon bald ziemlich auf die Nerven.
Gut, immerhin erklärt sie gleich zu Beginn, warum sie so handelt, trotzdem wäre es für mich kein Mann der Welt wert, mich so zu erniedrigen, zumal man bei Kenyatta auch nie so richtig weiß, woran man wirklich ist.
Auf der einen Seite ist er zärtlich und fürsorglich, auf der anderen kalt und brutal und scheint das auch noch zu geniessen, doch sie ist einfach so blind und denkt nur an die Hochzeit und wie toll ihr Leben nach all dem sein wird.
Aber mal ehrlich, wer verlangt von dem Menschen, den er liebt so etwas?
Beide sind für mich keine Sympathieträger, sie duckmäuserisch und verblendet, er total von sich selbst überzeugt, im wahren Leben würde ich wohl einen großen Bogen um sie machen, zum Teil liegt es mit Sicherheit aber auch daran, dass ich diesem ganzen SM-Ding absolut nichts abgewinnen kann.
Trotzdem war das Buch nicht schlecht, mir persönlich war es eben nur zu viel „Ja Herr, ich springe, sobald du pfeifst, egal, was auch immer du verlangst.“, ich hätte lieber etwas mehr über das Leben der Sklaven erfahren, vom sexuellen Ausgeliefertsein mal abgesehen.
Und bevor es heißt, ich bin nur am Meckern, nein, der Schreibstil ist, wie immer, sehr angenehm, die Story weiß zu unterhalten (auch wenn man ab und an einfach den Kopf schütteln muss) und das Cover mit den auf dem Rücken gefesselten Händen passt zum Thema, auch den Farbakzent durch das Seil im ansonsten schwarz-weiß gehaltenen Bild finde ich gelungen.
Alles in allem gibt es für Whites „400 Tage der Erniedrigung“ 3,5 von 5 Peitschenhieben…

• Titel:                                      „400 Tage der Erniedrigung“

• Autor:                                     Wrath James White

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           268 Seiten

• ISBN:                                    978-3-86552-518-5

Genre:                                    SM-Thriller

• Bewertung:

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