„Toxic Love“ – Kristopher Triana

Sex, Blut und Geld …

Mikes Leben ist ziemlich am Arsch.
Seine Frau hat ihn von jetzt auf gleich vor die Tür gesetzt und dann ging auch noch der Job flöten.
Jetzt wohnt er in einer Bruchbude und ist auf der Suche nach Arbeit, die Auswahl ist nicht sehr groß, doch an den Schreibtisch möchte er keinesfalls zurück, dafür klingen Nachtschichten ganz verlockend, immerhin gibt es dafür mehr Geld.
Mangels Alternativen bewirbt er sich als Tatortreiniger und wird auch sofort eingestellt, doch das ist nur etwas für Hartgesottene und so bleiben die Kollegen nie lange.
Bis Sage auftaucht, gute 20 Jahre jünger als er und sexy wie die Hölle.
Erstaunlicherweise wird ihr beim ersten Einsatz nicht mal schlecht, nein, Blut und Gedärme machen sie so scharf, dass sie Mike im Zimmer zweier getöteter Kinder vernascht …

Seit Mike Sage getroffen hat, entgleitet ihm sein Leben immer weiter, doch die die blonde Schönheit weiß ganz genau, wie sie ihn bei der Stange hält, im wahrsten Sinne des Wortes.
Es ist keine Liebe, das weiß Mike und trotzdem kommt er von ihr nicht los.
Nach dem ersten Sex fühlt er sich schmutzig, immerhin sind hier Menschen gestorben, Kinder, und Sage geht in deren Hinterlassenschaften ab wie eine Rakete, völlig egal ob Blut, Innereien oder winzige Körperteile.
Was also läuft schief bei ihr?
Die sexy Blondine ist ein Rätsel, zwar erzählt sie ihm irgendwann, wie sie zu ihrem „Fetisch“ gekommen ist, trotzdem bleibt einem eigentlich nichts anderes, als den Kopf zu schütteln.
Sie ist auf den Job nicht angewiesen, da sie aus einer reichen Familie kommt, für sie ist es einfach der einfachste Weg, ihrer Leidenschaft zu frönen.
Doch eins muss man ihr lassen, sie weiß, was sie will und wie sie genau das bekommt.
Mike hingegen ist ihre Marionette.
Während er sich anfangs ekelt und weiß, dass nach diesem einen Mal definitiv Schluss für ihn sein muss, ist er eben nicht ganz so willensstark wie seine Partnerin.
Und nein, ich schreibe absichtlich nicht standhaft, denn das ist er zweifellos.^^
Mikes Weg in den Abgrund wird sehr bildhaft beschrieben, einer Perversion (eigentlich vermeide ich dieses Wort ganz gerne, denn was pervers und nicht pervers ist, liegt im Auge des Betrachters, aber hier passt es ganz gut) folgt die nächste, es wird immer noch einer draufgesetzt und das Schlimmste, es macht ihm immer mehr Spaß.
Ist er tatsächlich so abgestumpft wie Sage?
Wenn mit ihr etwas nicht stimmt, dann mit ihm ja definitiv auch nicht…
Kristopher Triana lässt seinen Protagonisten über seine Lage grübeln, seine Verzweiflung ist für den Leser sehr gut nachvollziehbar, auch wenn es wohl relativ unwahrscheinlich ist, jemals selbst in so eine Situation zu kommen.
Selbst in so eine Abhängigkeitsfalle zu geraten, ist allerdings gar nicht so unwahrscheinlich, hätte man dann die Kraft, sich daraus zu befreien?

Meistens sind es ja die zarten kleinen Frauchen, die von ihrem ach so tollen Macker abhängig sind, hier ist es genau andersherum, trotzdem weiß Mike natürlich, dass die ganze Sache für ihn nicht gut ausgehen kann.
Dennoch kann er die Finger einfach nicht von dem Prachtweib lassen, sobald sie in seine Nähe kommt, fließt das Blut in die untere Körperregion und dann ist das Hirn ja bekanntlich ausgeschaltet.
So wird aus dem ehemals braven Familienvater schnell ein sabbernder Idiot, der alles tut um zum Schuss zu kommen, so schnell kann es gehen.
Das Cover finde ich genial, Mike im Schutzanzug neben seinem Objekt der Begierde, natürlich inmitten der „roten Festung“, schon allein die Schriftart des Titels schreit förmlich: Achtung, Gefahr.
Der gute alte Freud hätte sicherlich seine Freude an diesem Buch gehabt (schwaches Wortspiel, ich weiß) und auch ich habe Mike gern auf seinem blutigen Trip begleitet, hatte Kopfkino und ab und an sogar Mitleid mit dem armen Kerl, dafür gibt es 4 von 5 Schutzmasken.

• Titel:                                      „Toxic Love“

• Autor:                                    Kristopher Triana

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           230 Seiten

• ISBN:                                      /, Festa Extrem

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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„Lady Cannibal“ – Tim Miller

Unterschätze nie deinen Gegner …

Was soll ich sagen, ich fand Bailey irgendwie sympathisch.
Gut, jetzt nicht ihr Verhalten als Teenie und diese ganzen Geschichte mit dem Männer ausnehmen, aber ihre kleine Racheaktion hatte schon was und die beiden Männer waren immerhin kleine Unschuldslämmer und hatten ihren Teil zu ihrer Behandlung beigetragen, beide haben die junge Frau nur als Objekt gesehen und mussten dafür bezahlen.
Die Maske von Graves lässt sie in eine Rolle schlüpfen, doch nach und nach identifiziert sie sich mit dieser, so dass sie das gruselige Teil später nicht mehr braucht, wenn sie in ihren Blutrausch verfällt.
Ihr Gegenspieler hingegen, also Graves Vater, hat mit seinem Geld bisher alles bekommen, was er wollte, auch er ist ein kleiner Psychopath, kann Bailey allerdings nicht wirklich das Wasser reichen, aber er hat seinen Handlanger, mit dem nicht zu spaßen ist.
Ezra ist ein verdammt harter Hund, aber auch er hat einen Schwachpunkt.
An der Stelle hört mein Verständnis für Bailey übrigens auf, aber ich will ja nicht spoilern …^^

Dass Bailey den Künstler besser nicht vernascht hätte, wird ihr zu spät klar, denn nun wird sie von dessen reichem Vater gejagt und der will Rache.
Aber starten wir ganz von vorn.
Bailey lernt schon als Kind, dass es für sie ein Leichtes ist, Menschen zu ihrem Vorteil zu manipulieren.
Dann trifft sie auf ihrer Männerjagd auf Graves, einen Künstler, der sie unbedingt malen will und folgt ihm nach Hause.
Zu spät bemerkt sie, dass ihr Drink mehr als nur Alkohol enthält und wacht an einen Tisch gefesselt auf.
Schnell ist ihr klar, dass er mehr als nur Sex von ihr will, er will sie töten und hat sich dafür extra mit einer Wendigo-Maske kostümiert.
Doch die junge Frau ist nicht so wehrlos, wie es den Anschein hat und dreht den Spieß kurzerhand um, die Maske macht sie zu einer Bestie und sie lebt ihre Gelüste frei aus und verspeist Teile des Malers, Lady Wendigo ist geboren.
Allerdings hat Bailey die Rechnung ohne den Vater ihres Opfers gemacht, der hat genug Geld und Beziehungen, um sie ausfindig zu machen und seinen Bluthund auf sie anzusetzen, der Start eines blutigen Katz und Maus Spieles …

Tim Miller nimmt mit auf Baileys Selbstfindungstrip, nachdem sie sich gegen Graves erstmal nur wehrt, erkennt sie für Männer, die ihr dumm kommen, eine ganz neue Verwendung hat, hungrig ist man schließlich (fast) immer.
Das Cover kommt in zartem Babyblau daher, okay, das blutige Messer lässt aber bereits erahnen, dass es nicht ganz so harmlos zugeht, passt also schon mal.
Tatsächlich sollte man bei diesem Buch einen nicht ganz so empfindlichen Magen haben, denn es geht ganz schön zur Sache und gerade das Ende lässt darauf hoffen, dass es von der Titelheldin noch mehr zu lesen gibt.
Mein einziger Kritikpunkt sind die Wortwiederholungen, da ich aber noch keinen Miller im Original gelesen habe, weiß ich nicht, ob Tim Miller das Ganze so geschrieben hat oder es einfach an der Übersetzung liegt, ich vermute eher letzteres.
Alles in allem hat mich „Lady Cannibal“ jedoch gut unterhalten.
Klar sind die Extrem Bände keine anspruchsvolle Literatur, aber hey, dafür machen sie Spaß und dafür vergebe ich 4 von 5 Blutlachen.
Wer also Lust auf ein Schlachtfest der etwas anderen Art hat, sollte unbedingt zugreifen.

• Titel:                                      „Lady Cannibal“

• Autor:                                    Tim Miller

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           152 Seiten

• ISBN:                                      /, Festa Extrem

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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„MissVerständnis – Borderline“ – Mari März

Was ist Wahn, was ist wahr ? …

Mia wacht im Krankenhaus auf und kann sich an nichts erinnern.
Roger macht ihr Vorwürfe,doch sie erinnert sich an nichts, angeblich soll sie nackt von einer Brücke gesprungen sein.
Natürlich erinnert sie sich noch an die Buchmesse, an ihr Techtelmechtel mit König Kristian und dessen Ausgang, aber dann ist da irgendwie nichts mehr.
Neun Monate sind seitdem vergangen, doch was hat sie in dieser Zeit getan?
Ihre Haare sind kürzer und auf ihrem Handy findet sie Bilder, die sie in nicht unbedingt guter Verfassung zeigen, aber in ihrem Gedächtnis ist nichts, nur gähnende Leere.
So bleibt ihr letztendlich nichts anderes übrig, als sich der Forderung ihres Verlages zu beugen, der sie ansonsten verklagen will und so macht sich Mia auf ins BLISS, das Refugium für verwirrte Künstler, doch schon die Fahrt dorthin gleicht einem Albtraum und es wird nicht wirklich besser…

Nach Mias Ankunft in den Bergen fragt man sich immer wieder, was ist wahr und was Einbildung?
Alles ist so unschuldig weiß, die Einrichtung, selbst der Schnee draußen und wie man sich sicherlich denken kann, mag die ehemalige Ratgebertante natürlich auch die weiße Pracht nicht.
Der einzige Farbtupfer in dieser Tristesse sind die Patienten, jeder hat eine eigene Farbe, auf der auch sein „Deckname“ basiert, denn natürlich sind alle hier incognito unterwegs.
Die „Mitbewohner“ sind mannigfaltig, da ist zum Beispiel Red, die fürsorgliche Dragqueen oder Orange, bei dem Hitler nur eine seiner verschiedenen Persönlichkeiten ist.
Sie alle sind rätselhaft, Freund oder Feind?
Mias Zerrissenheit ist das ganze Buch über deutlich zu spüren, mal fühlt sie sich pudelwohl in ihrem vorübergehenden Zuhause, um nur kurz darauf ihre Meinung komplett zu ändern.
Blue, der nach ihr ankommt, lässt sie dann vollkommen an sich zweifeln.
Ist sie tatsächlich so kaputt, wie ihr Agent behauptet?
Selbstreflektion in der Abgeschiedenheit war der Plan, ein paar unschöne Erinnerungen, die sich an die Oberfläche kämpfen und ein Schneesturm, der alle im Anwesen einschließt, machen die Sache nicht einfacher.
Irgendwie hat der Plot etwas von „Psycho-Pat“, mit dem Unterschied, das mir die Titelheldin da nicht wirklich sympathisch war und alle sich total merkwürdig verhalten haben und das waren „normale“ Menschen.
In einer Klinik dürfen die „Insassen“ hingegen gern etwas komisch sein, das ergibt für mich wesentlich mehr Sinn, als wenn jeder so merkwürdig drauf ist, dass ich nur den Kopf schütteln kann.
Ja, es ist unschwer zu erkennen, Mia mag ich, mit Pat komme ich nicht wirklich klar.


Mia ist endlich zurück und das wieder auf ihre ganz eigene Art und Weise, diesmal sogar in lang und nicht nur als Kurzgeschichte.
Ich gebe es zu, ein bisschen habe ich sie vermisst, denn mehr als einmal musste ich über ihre Aktionen herzlich lachen, ich sage nur Weihnachtsmarkt.
Wie immer lässt sie sich nicht verbiegen und macht ihr ganz eigenes Ding, auch wenn man sie diesmal zum ersten Mal auch von einer etwas anderen Seite kennenlernt.
Das Cover ist auch diesmal wieder recht schlicht gehalten, aber schlicht ist nicht immer schlecht, hier passt es sehr gut, reduziert auf das Notwendigste, das spiegelt recht gut Mias Aufenthalt in der Klinik wieder.
Wer die drei Kurzgeschichten so wie ich verschlungen hat, für den ist „MissVerständnis – Borderline“ einfach ein Muss und ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und behaupte mal, dass Buch lässt sich auch lesen ohne die drei Vorläufer zu kennen, allerdings entgeht einem dann eine Menge Lesespaß, denn Mia ist einfach zu durchgeknallt, im wahrsten Sinne des Wortes.
Genau deswegen bekommt sie von mir auch 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „MissVerständnis – Borderline“

• Autor:                                    Mari März

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           367 Seiten

• ISBN:                                      979-8640418613

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Das Haus der Monster – Die Monster sind zurück“ – Danny King

Klappentext:
John Coal war der typische Sonderling im Ort – ein alter, schrulliger Eigenbrötler, aber ansonsten harmlos. Zumindest war es das, was die Nachbarn von ihm dachten. Bis eines Nachts ein Junge sein dreißig Jahre lang sorgfältig gehütetes Geheimnis enthüllte …
Nun ist er auf der Flucht. Die Polizei, die Armee und sogar die Zoos machen Jagd auf ihn. Aber John ist ein alter Hase, wenn es darum geht, den Menschen zu entkommen, und so begibt er sich zusammen mit seiner Vampir-Ziehtochter Rachel in die Wildnis der schottischen Highlands.
Hier, so hoffen sie, können sie einen neuen Anfang wagen. Aber John kann seiner Vergangenheit genauso wenig entkommen wie seinem Fluch. Das Böse wird immer das Böse finden, und die Bedrohung für John und Rachel hat gerade erst begonnen …
Auch in der zweiten Geschichtensammlung erwarten Sie wieder Horrorstorys über Werwölfe, Vampire, Ghule, Geister, die Toten und die Untoten – erlebt und erzählt von John Coal, dem seltsamen Mann aus dem HAUS DER MONSTER.

Nach den Geschehnissen in „Das Haus der Monster“ muss John fliehen, aber nicht ohne Rachel, die sich in ihrem Sarg immer noch in seinem Haus befindet und tatsächlich schaffen es die Beiden, ohne Opfer zu fliehen ohne Opfer zu hinterlassen.
In der Abgeschiedenheit Schottlands findet John ein Grundstück samt altem, halb verfallenen Haus, der perfekte Platz zum Leben.
Doch schon bald erfährt er, dass die Vorbesitzer ihr Eigentum so schnell wie möglich wieder loswerden wollten oder gar verschwunden sind und erst als Leiche wieder auftauchten, dabei scheint das ältere Schwesternpaar, das ihm sein neues Zuhause verkauft hat, ganz harmlos zu sein …

John ist noch immer ein Getriebener, verfolgt von seinem Fluch und den Toten, die er hinterlassen hat.
Ein altes einsames Haus in Schottland scheint die Lösung des Problems zu sein, aber nur solange, bis er bemerkt, dass auch da seltsame Dinge vorgehen.
Diese Geschichte bildet die Rahmenhandlung, außerdem geben diesmal sowohl er, als auch Rachel eine Story aus ihrer Vergangenheit zum Besten.
Bei John geht es um Tschernobyl und was sich damals dort wirklich zugetragen hat, spannend, mir persönlich aber etwas zu lang.
Rachel hingegen nimmt uns mit auf eine Reise nach London im Jahre 1888, bei diesem Jahr dürfte es bei einigen klingeln.
Richtig, es geht um Jack the Ripper und auch da ist einiges anders, als wir es kennen.
Eigentlich gibt es noch eine dritte kleine Geschichte, bei der es um ein ermordetes Mädchen geht, allerdings fließt die mit in die Rahmenhandlung ein.
John ist auch in der Fortsetzung alles andere als der typische Werwolf und er versucht Rachel zu beschützen, die für ihn wie eine Tochter ist, hinter der Fassade des alten Eigenbrötlers steckt noch so viel mehr, aber das wurde ja im Vorgänger schon deutlich.
Aber auch Rachel kann einige Sympathiepunkte einheimsen, denn sie hat dazugelernt…

Danny King nimmt mich auch diesmal mit auf eine Reise, bei der ich keine Ahnung habe, wohin sie mich führen wird.
Sein Schreibstil lässt einen mitten ins Geschehen eintauchen und ja, immer wieder habe ich Mitleid mit John.
Das Cover allerdings ist nicht so ganz meins, für mich passt der böse aussehende Werwolf nicht wirklich.
Farbgestaltung und Titel sind wie beim Vorgänger gehalten, man sieht den beiden Büchern sofort an, dass sie zusammengehören.
Ich muss zugeben, der erste Band hat mir etwas besser gefallen, aber nur einen Tick, denn da wusste ich ja noch gar nicht, was auf mich zukommt.
Doch auch das neue Werk weiß zu überzeugen, auch Dank Danny Kings Humor, den ich sehr mag.
Deswegen kann ich auch guten Gewissens eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen und wer den Vorgänger noch nicht kennt, ran an den Speck.^^
Von mir jedenfalls gibt es 4,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Das Haus der Monster – Die Monster sind zurück“

• Autor:                                    Danny King

• Verlag:                                   Luzifer

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           380 Seiten

• ISBN:                                      978-3958355118

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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Wochenrückblick

Aller guten Dinge sind drei …

Nachdem ich ja schon letzten Freitag feststellen musste, dass ein doppelt so großes Bücherregal nicht unbedingt heißt, es passen auch doppelt so viele Bücher rein, bin ich diese Woche zu der Erkenntnis gekommen, erstmal keine limitierten Bücher mehr zu bestellen, irgendwas geht da bei mir immer schief.
Diesmal hatte ich bei Etsy zwei Bücher bestellt, die zusammen versendet wurden, eins davon landete auch bei mir im Briefkasten, vom anderen, streng limitiert und nicht gerade günstig, fehlt immer noch jede Spur, obwohl Andere es schon seit zwei Wochen haben.
Grummel, und das, wo der Autor mir extra noch eine Kopie besorgt hat, weil ich beim Bestellvorgang zwar brav meine Paypal Daten eingegeben habe, das letzte „jetzt bestellen“ aber ignorierte und kurz darauf entsetzt feststellen musste, dass sich das Buch noch in meinem Warenkorb befand und inzwischen ausverkauft war.
Nun kommt ausgerechnet das nicht an und irgendwie hab ich fast schon ein schlechtes Gewissen, mein Geld zurückzufordern, andererseits hab ich es ja nicht bekommen.
Ach ja, das Leben ist schon echt kompliziert.^^
Und da aller guten Dinge ja bekanntlich drei sind, die in den letzten Monaten angefutterten 15 Kilo müssen weg und nein, daran ist nicht Corona Schuld, sondern meine Liebe zum Essen.
Aber zurück zum Thema.
Beim Lesen hab ich mich diesen Monat bisher ganz gut geschlagen, immerhin stecke ich mittendrin in Buch sieben und acht, schauen wir mal, was da noch so kommt.
„Trackers 4“ möchte ich diesen Monat unbedingt noch beenden, denn „Hell Divers“ wirft mir schon seit einiger Zeit so vorwurfsvolle Blicke aus dem Regal zu, ich glaube, ich muss da echt was tun, bevor ich von den drei dicken Kloppern erschlagen werde.
Ein neues Monatshighlight gibt es inzwischen auch, gestern angefangen, heute beendet.
„Das Haus der Monster – Die Monster sind zurück“ von Danny King hat mich wieder vollauf begeistert, auch wenn ich den Vorgänger einen winzigen Tick besser fand, aber das ist Meckern auf hohem Niveau und leider scheint es ja erstmal so, als würde es keine Fortsetzung mehr geben, schade, ich hab den alten Köter echt ins Herz geschlossen…
Für heute jedenfalls war das erstmal alles, schauen wir mal, was die neue Woche bringt.

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„Die Psychopathen“ – J. A. Konrath

Familienbande …

Jack bekommt ein Videoband zugeschickt, auf dem die Folterung und Ermordung einer Frau zu sehen ist, die ihr vage bekannt vorkommt.
Ein Tattoo bringt sie schließlich auf die richtige Spur, es ist die Ex-Frau des Lebkuchenmannes, den sie vor einiger Zeit zur Strecke gebracht hat.
Der nächste Film zeigt die Ermordung des Handschriftexperten, der das Ermittlerteam damals unterstützt hat und auch Jack selbst wird bedroht, aber wer steckt dahinter?
Hatte der Lebkuchenmann einen Partner?
Doch das ist nicht Jacquelines einziges Problem, denn Harry will heiraten und braucht eine Trauzeugin …
Erstaunlicherweise ist seine zukünftige Frau eine wahre Sexbombe, ebenfalls Ermittlerin und kann es sogar mit Jack beim Schießen aufnehmen.
Eigentlich will sie sie hassen, aber gleichzeitig ist ihr Holly auch irgendwie sympathisch …

Kaum das Buch beendet, schon sitze ich hier und schreibe die Rezi dazu, das klappt auch nur an einem Freitag in Corona-Zeiten.^^
Aber Spaß beiseite, wobei, ich musste auch diesmal wieder ein paar Mal grinsen und das, obwohl die ganze Situation alles andere als lustig war, denn Harry und Phin werden gefangen gehalten und gefoltert und trotzdem kann es vor allem Harry natürlich nicht lassen.
Ich meine, gut, natürlich ist das Ganze sehr unrealistisch, aber es passt einfach und durch den (wenn auch recht schwarzen) Humor, werden einige Szenen dadurch schon wieder fast etwas „entschärft“.
Erzählt wird die Geschichte wie üblich aus Jacks Sicht und der des Mörders, das in Braun und Gelb gehaltene Cover ziert diesmal eien (Keller)Treppe.

Phin und Harry, was für ein Gespann, allerdings bin ich mir immer noch nicht sicher, ob nun Harry oder Mr. Friskers der heimliche Star der Reihe ist, auf jeden Fall haben beide ihren großen Auftritt, doch auch sonst hat „Die Psychopathen“ einiges zu bieten, für mich jedenfalls war das Buch mal wieder ein kleines Highlight innerhalb der Reihe, 4 von 5 Blutlachen und eine unbedingte Leseempfehlung für Thrillerfreunde.

• Titel:                                      „Die Psychopathen“

• Autor:                                    J. A. Konrath

• Verlag:                                   Edition M

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           370 Seiten

• ISBN:                                      978-1477822760

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Gläserne Hölle“ – Andrea Reinhardt

Alkohol, Depressionen und eine verpfuschte Kindheit ...

Klappentext:
„Wir sind seine Puppen in einem irren Theaterspiel.“
Stell dir vor, du wachst in einem Zimmer auf. Die Wände bestehen aus Glas. Du blickst hindurch und siehst nichts als Dunkelheit. Doch du spürst, dass da jemand ist. Und du begreifst, dass du Opfer eines Wahnsinnigen bist.
Kriminaloberkommissar Konrad Malter und seine Partnerin Susanne Liebert werden zu einem Grab im Koblenzer Stadtwald gerufen. Jemand hat die Leichen wie eine sich liebende Familie drapiert. Während der Ermittlungen wird klar, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben.
Sie müssen schnell sein, denn er hat bereits eine neue Familie in seiner Gewalt.

Drei sich völlig fremde Menschen kommen in einem gläsernen Raum zu sich, der wie eine Wohnung eingerichtet ist und sollen dort Familie für ihren Beobachter spielen, der ihnen Regieanweisungen gibt.
Henry, Marianne und Paul begreifen schon bald, dass es für sie kein Entkommen gibt, tun sie nicht, was ihnen aufgetragen wird, folgen harte Strafen, besonders dem 8-jährigen Paul fällt es schwer, all die Demütigungen zu ertragen, wird er doch in Mädchenklamotten gesteckt und von seinen neuen Eltern ständig bestraft.
Doch auch die sind mit der Situation total überfordert und während sie sich anfangs noch wagen, der Bestrafung des Kindes zu widersprechen, lernen sie schnell, dass sie die Leidtragenden sind, wenn sie sich weigern…
Währenddessen wird die Polizei zu einem Leichenfund in einem Park gerufen, ein Spaziergänger ist über die Leiche eines Kindes gestolpert, doch die bleibt nicht die einzige, nach ihm werden noch eine Frau und ein Mann aus dem Grab geborgen, eine Familie in inniger Umarmung.
Susanne Liebert und ihr Partner Konrad Malter über nehmen die Ermittlungen und finden schon bald heraus, das diese drei nicht die einzigen Opfer sind.
Und gerade sind wieder drei Personen verschwunden, eine neue „Familie“ …

Nach der Natalie-Bennett-Reihe war ich natürlich gespannt, was mich in Andrea Reinhardts neuem Buch erwartet und ja, ich kann guten Gewissens sagen, dass es auch diesmal wieder ziemlich hart zur Sache geht.
Drei Fremde, zusammen eingesperrt und permanent überwacht von einem Mörder, der ihnen Befehle erteilt, deren Nichtbefolgen dratische Strafen nach sich zieht.
Henry und Marianne wird schon bald klar, dass sie gezielt ausgewählt wurden und der Killer auch ihre Familien überwacht.
Was bleibt einem in einer solchen Situation also noch als sich geschlagen zu geben und zu tun, was verlangt wird um wenigstens die Lieben in Sicherheit zu wissen?
Ich will mir gar nicht ausmalen, welche Qual es bereitet, zu wissen, dass das Leben der in Sicherheit gewähnten Familienmitglieder vom eigenen Handeln abhängt, welche Überwindung es kostet, Dinge zu tun, die einem eigentlich gegen den Strich gehen, ein fieseres Druckmittel gibt es fast nicht.
Man leidet mit den Gefangenen, erlebt ihre Hilflosigkeit, ihre Wut, ihre Angst und bewundert sie auch ein bisschen, dass sie trotz alldem versuchen, den ihnen ja völlig fremden Jungen zu beschützen, so gut es eben geht.
Ein bisschen anders sieht es mit Susanne aus, der Ermittlerin in diesem Fall aus.
Sonderlich sympathisch war sie mir irgendwie nicht und die unerwiederte Liebe zu ihrem ehemaligen Kollegen nahm mir persönlich etwas zu viel Raum ein, ebenso ihr Gejammer deswegen.
Auch Olaf und Anton waren zwei sehr interessante Charaktere und die Rückblicke in die Kindheit des Serienkillers erschreckend, was seine Taten natürlich keinesfalls rechtfertigt.

Auch „Gläserne Hölle“ von Andrea Reinhardt weiß wieder zu überzeugen, allerdings fand ich ihre Reihe davor noch einen Tick besser, was sicherlich auch daran liegt, dass ich diesmal mit der Ermittlerin nicht so ganz warm geworden bin.
Nichtsdestotrotz erwartet den Leser auch hier wieder ein Täter, der seine Opfern in ein perfides Spiel verwickelt, dass sie nicht gewinnen können.
Das Cover zeigt Hände, die sich auf der Suche nach einem Fluchtweg gegen gesprungenes Glas pressen, das trifft den Inhalt perfekt.
Auch am Schreibstil gibt es nichts zu bemängeln, das Buch liest sich fix weg, schon allein, weil man natürlich wissen will, ob Henry, Marianne und besonders Paul dieser Hölle entkommen können.
Dafür und den Twist am Ende gibt es von mir 4 von 5 Blutlachen und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für alle Thrillerfreunde.

• Titel:                                      „Gläserne Hölle“

• Autor:                                    Andrea Reinhardt

• Verlag:                                   BoD – Books on Demand

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           392 Seiten

• ISBN:                                      978-3751914024

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Trackers – Buch Drei“ – Nicholas Sansbury Smith

Soll der Sturm kommen ...

Verteidigungsministerin Charlize Montgomery verschafft sich vor Ort einen Überblick über die sogenannten Überlebenslager und stößt dort auf katastrophale Zustände, die Menschen sind krank, verletzt, die Lebensmittel gehen zur Neige, ständig erfolgen Übergriffe und Soldaten sind nicht besonders hoch angesehen.
Jenes Lager hat sie jedoch nicht zufällig ausgewählt, denn Albersts Schwester wurde dort gesehen und so macht er sich mit der Unterstützung von zwei Soldaten auf die Suche nach ihr.
Keine leichte Aufgabe, denn außerhalb des Lagers haben brutale Banden die Macht übernommen…
Doch auch Estes Park bleibt von Übergriffen nicht verschont, Sheriff Colton ist klar, dass sie Unterstützung brauchen und so macht er sich auf den Weg ins Nachbarstädtchen, um dort mit seinem „Kollegen“ zu verhandeln, während Raven und Lindsey bei den Preppern in der Nähe Hilfe suchen sollen …

Während die übriggebliebene Regierung versucht, das Chaos so gut wie möglich in den Griff zu bekommen, streifen plündernde und mordende Banden durch das Land, Fenix und seine Sons of Liberty sind nicht die einzige Bedrohung.
Außerhalb von Estes Park herrscht Krieg und der rückt immer näher.
Zwischen den Fronten steht wie üblich Raven Spears mit seinem treuen Hund Creek, inzwischen ist er zu Coltons rechter Hand geworden, bereit, alles für seine Heimatstadt und deren Bewohner zu tun.
Ja, ich hab Raven ins Herz geschlossen, gerade weil er eigen ist, nicht der umgänglichste, von seinen eigenen Dämonen gejagt, aber gerade das macht ihn zu einer interessanten Persönlichkeit, ein weiterer Pluspunkt ist natürlich die tiefe Verbundenheit zu seinem Hund, auf den er sich immer verlassen kann.
Im Gegensatz dazu ist Colton ein Mensch, der eher auf sein Herz, als auf seinen Verstand hört, nicht immer ist das gut, gerade, wenn die Feinde in den eigenen Reihen lauern.
Zusammen ergeben die Beiden allerdings ein fast perfektes Gespann.
Fenix und Redford, die Bösewichte, sind mir fast ein wenig zu klischeehaft.
Der Nazi und der Brutalo, der Menschen häuten lässt, hier wird, finde ich, ein bisschen zu dick aufgetragen, aber natürlich trägt das dazu bei, die richtig zu hassen und beide haben noch eine Rechnung mit Raven offen…

Der dritte Teil von „Trackers“ schließt nahtlos an den Vorgänger an und lässt vermuten, dass es im vierten und letzten Band zum großen Kampf um Estes Park kommen wird, die Vorbereitungen werden hier bereits getroffen.
Es gibt wieder Verluste zu beklagen, Rettungen und Verrat und eventuell bahnt sich sogar eine kleine Lovestory an, mal schauen.^^
Auf jeden Fall hat mich das Buch überzeugt und ich bin gespannt, wer bis zum Ende noch auf der Strecke bleibt, wobei ich da natürlich so meine Vermutungen habe …
Mit dem blau gehaltenen Hintergrund und den Bäumen passt das Cover zu den anderen, man erkennt sofort, dass es sich um eine Reihe handelt, diesmal ist eine Indianerin mit Gewehr im Vordergrund zu sehen, auf den ersten Blick hab ich natürlich an Raven gedacht, aber ich geh mal stark davon aus, dass der keinen Lippenstift trägt …^^
Mal abgesehen davon, dass mir hier und da etwas zu tief in die Klischeekiste gegriffen wurde, überzeugt auch dieses Buch auf ganzer Linie und macht neugierig auf das große Finale, 4 von 5 Blutlachen für Sheriff und Indianer …

• Titel:                                      „Trackers – Buch Drei“

• Autor:                                    Nicholas Sansbury Smith

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           340 Seiten

• ISBN:                                      978-3-86552-745-5

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Die Buchwanderer“ – Britta Röder

Ich habe wohl etwas anderes erwartet …

Klappentext:
Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur – oder hat sie ihm mit Shakespeares „Romeo und Julia“ eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder …
Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur – von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss – und weiter zu Cervantes „Don Quijote“. Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös.

Ron ist neu in der Stadt und eigentlich mit seinem Cousin Magnus zum Essen verabredet, doch dann trifft er sie in der Straßenbahn, die Frau seiner Träume.
Er folgt ihr in die Bibliothek, wo er sich schließlich aus den Augen verliert, doch sie hat etwas zurückgelassen, ein Buch, genauer gesagt „Romeo und Julia“ und so leiht Ron sich dieses aus, das Essen mit Magus ist darüber längst vergessen.
Und dann geschieht etwas seltsames, denn Ron kommt im Buch zu sich, er ist nur eine Randfigur, aber mitten drin im Geschehen, er lernt sogar Romeo kennen und auch die schöne Unbekannte ist da.
War das Buch eine Einladung?
Wer ist sie?
Bevor er näheres darüber herausfinden kann, ist er schon wieder zurück, aber ein neues Buch wartet bereits und so vertraut er sich seinem Cousin an.
Der findet die ganze Story überhaupt nicht merkwürdig, sondern beschließt sofort, ihm zu helfen, dabei hat auch er Probleme in Liebesdingen, denn die schöne Nachbarin hat es ihm angetan …

Hach ja, es hätte so schön werden können, ein Protagonist, der sich durch verschiedene Bücher kämpft auf der Suche nach seiner Angebeteten.
Ron ist sehr wohl in Büchern unterwegs, um die schöne Rosalia zu finden, leider ist seine Reise, zumindest für mich, total unspektakulär.
Gut, ich bin jetzt nicht unbedingt die Queen der Liebesromane, aber hätte man da nicht ein bisschen Action reinbringen können, ein bisschen Spannung, anstatt lange Passagen aus den Originalwerken zu rezitieren?
Rosalia bleibt für mich in Rätsel, ich weiß, wo sie herkommt und das auch sie sozusagen durch Bücher reist, das war es aber auch schon.
Mit Ron ist es ähnlich, er ist neu in der Stadt, sieht sie, ist hin und weg und natürlich ist sie die Frau fürs Leben.
Sie verschwindet zwar so schnell, wie sie aufgetaucht ist, hinterlässt jedoch eine Spur, „Romeo und Julia“, das erste Buch, in dem Ron sie wieder trifft und das zieht sich für mich wie Kaugummi.
Leider passiert nicht viel, keiner gerät in Gefahr, niemand muss gerettet werden, es gibt keine Lügen, keinen Betrug, einfach nichts.
Dabei finde ich die Idee, die beiden Protagonisten die Geschehnisse sozusagen von außen zu beobachten zu lassen, total genial…

Titel und Klappentext haben mich neugierig gemacht, ich mag ja fast alles, wenn es um Bücher geht und auch das Cover finde ich sehr gelungen, das aufgeschlagene Buch versprüht ja förmlich Magie.
Leider kann ich das von der Story nicht behaupten und ich möchte hier nochmal betonen, dass das lediglich meine Meinung ist und die ist nicht das Maß aller Dinge.
Das Buch findet bestimmt seine begeisterten Leser, die genau so eine Geschichte wollen, mir jedoch waren die Figuren völlig egal, sie hatten keinerlei Rahmen, sich irgendwie zu entwickeln, da ihr Handeln ja praktisch immer vorgeschrieben wahr und auch die ausgesuchten Bücher fand ich nicht die beste Wahl.
Ich hatte gehofft, es geht durch viele Werke, aber nach einem Drittel ging es immer noch um „Romeo und Julia“, nicht unbedingt mein Lieblingsbuch, und mehr als die im Klappentext genannten drei Bücher gab es nicht.
Vielleicht bin ich einfach mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen, aber ich hab schon nach 10 % mit mir gekämpft und wollte eigentlich abbrechen, aber ich dachte mir die ganze Zeit über: Hey, da muss doch noch was kommen.^^
Tat es nicht, darum gibt es von mir auch nur 2 von 5 Blutlachen, schade, das Thema hatte so viel Potential…

• Titel:                                      „Die Buchwanderer“

• Autor:                                    Britta Röder

• Verlag:                                   Acabus

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           296 Seiten

• ISBN:                                      978-3862825189

• Genre:                                    Fantasy

• Bewertung:

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Bookaholics Listenaktion 2020

Schon letztes Jahr habe ich bei der Listenaktion der Bookaholics mitgemacht, damals ging es um die liebsten Buchcharaktere.
Dieses Jahr gibt es eine kleine Reise um die Welt mit dem Thema: „Poste bis zu 10 Bücher von Autor*innen aus ebenso vielen Ländern bzw. mit Schauplätzen in verschiedenen Ländern.“, hier ist mein bescheidener Beitrag.

Oh man, es hat doch länger gedauert als gedacht, schon allein, weil ich ewig gebraucht habe, mich zu entscheiden, ob ich Autoren aus dem jeweiligen Land nehme oder Bücher, die dort spielen, aber nun habe ich mich entschieden und hier ist sie, meine kleine Leseliste:

Ich beginne meine Reise in Kanada, mit WAJDI MOUAWAD, einem Schriftsteller mit libanesischen Wurzeln.
„Anima“ hält uns einen Spiegel vor und zeigt die unschöne Seite des Menschen.
In seinem Buch geht es um Wahsch Dibsch, der sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau macht, eine Reise, die ihn quer durch Nordamerika führt.
Das Besondere daran ist, dass dies aus der Sicht von Tieren geschildert wird, die er unterwegs trifft.
So erzählt schon zu Beginn die Katze über das Auffinden der Leiche, später kommen unter anderem Spinnen und ein Kampfhund zu Wort.
Man mag es bereits ahnen, keine leichte Lektüre, mich hat das Buch damals beim Lesen sehr aufgewühlt.

Weiter geht es nach Australien zu MICHAEL ROBOTHAM, dessen Joe O’Loughlin Reihe ich sehr mag, gerade weil es da für Thriller doch relativ unblutig zugeht und man immer wieder überrascht wird.
Der erste Band „Adrenalin“ beginnt mit einem Teenager, der sich vom Dach stürzen will und Joe gesellt sich zu ihm, eine Szene, die mich sehr berührt hat.

Da es nach Neuseeland nur ein Katzensprung ist, statten wir noch PAUL CLEAVE einen Besuch ab, dessen Joe Middleton aus „Der siebte Tod“ der wohl sympathischste Mörder ever für mich ist.
Der leicht naive Joe putzt bei der Polizei und ist so immer nah am Geschehen, was durchaus Vorteile bringt.
Und natürlich liebt er seine Fische.
Ist es böse, wenn man einen Killer amüsant und unterhaltsam findet?
Wer Joe kennt, weiß, was ich meine.^^

Kommen wir in die USA zum inzwischen ja schon eine Weile verstorbenen WILLIAM PETER BLATTY und nein, nicht mit „Der Exorzist“, sondern „Die neunte Konfiguration“, meinem letzten gelesenen Buch, mit dem ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, denn es es geht um eine Anstalt, in der nur Soldaten untergebracht sind, die schein bar alle von einem auf den anderen Tag durchgedreht sind, ihr „Anführer“ ist ein Astronaut, der seinen Flug zum Mond kurz vor dem Start abgebrochen hat.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, schickt das Militär einen angesehen Psychiater dorthin und während es anfangs nur irre Gespräche gibt, entwickelt sich das Ganze dann in eine etwas unerwartete Richtung…

Von Nordamerika führt uns der Weg nach Südamerika zu CHRIS CARTER, der zwar heute in London lebt, aber ja bekanntlich in Brasilien geboren ist.
Natürlich darf er in meiner Aufzählung nicht fehlen, schon allein, weil er ein durchgeknallter, aber sehr liebenswerter Kerl ist und ich natürlich seine Bücher mit dem Gespann Hunter und Garcia mag, das Richtige, für etwas hartgesottenere Thrillerfans.
Mein persönlicher Lieblingsband der Reihe ist „Die stille Bestie“, zwar ohne Garcia, dafür aber mit einem Duell zwischen zwei Genies, so nenne ich das jetzt einfach mal.

Auf gehts nach Europa und hier beginnen wir in England mit GRAHAM MASTERTON, einem perfekten englischen Gentleman, der es allerdings faustdick hinter den Ohren hat und früher Sexratgeber schrieb, bevor er zu Englands Meister der Angst wurde.
Ein sehr netter älterer Herr, dem man seine Bücher gar nicht zutraut, aber stille Wasser sind bekanntlich tief.
Mein Tipp bei ihm wäre „Die Opferung“, ein Buch, das eher Gänsehaut macht als Blut fließen zu lassen.

In unserem Nachbarland Österreich treibt sich der gute ANDREAS GRUBER herum, dessen Maarten S. Sneijder aus der Todes-Reihe zwar einen Stein bei mir im Brett hat, aber hier möchte ich zur Abwechslung mal seine Jugendbuchreihe „Code Genesis“ erwähnen, in der es um die 14-jährige Terry geht, die mit ihrem Frettchen auf dem U-Boot ihres Onkels lebt und aufgrund der Forschungen ihrer verstorbenen Mutter um die halbe Welt gejagt wird, auch für junggebliebene Erwachsener ist diese Reihe perfekt geeignet und ich nach der Lektüre unbedingt ein Frettchen…

Und da wir gerade bei Jugendbüchern waren, geht es weiter mit ENO RAUD, einem estnischen Autor, der die vierbändige Reihe „Drei lustige Gesellen“ erschaffen hat, die mich durch meine Kindheit begleitet haben.
Muff, Moosbart und Halbschuh hab ich vor einiger Zeit wieder ausgegraben und bin dem Charme der drei Wichtelmänner sofort wieder erlegen, wer Kinder hat, sollte da mal einen Blick riskieren, schon allein wegen der Illustrationen.

Ich hab lange überlegt, wen ich mir als Vertreter für Deutschland herauspicke und habe mich schließlich für THOMAS FINN entschieden, auch wenn er in den USA geboren ist, ich hoffe, man verzeiht mir.
Er ist nicht nur Autor, sondern auch auf dem Spielesektor kein unbeschriebenes Blatt ist, außerdem schreibt er Drehbücher und Theaterstücke.
Von ihm habe ich mir „Lost Souls“ herausgepickt, einen Thriller, der sich um die Sage des Rattenfängers von Hameln dreht und für Leute mit einer Rattenphobie nicht unbedingt geeignet ist.

Das war sie auch schon, meine kleine Bücher-Weltreise, ich hoffe, es war für den Einen oder Anderen etwas dabei.
Und ja, ich weiß, es sind nur neun. 🙂

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