Interview Chris Carter, Erfurt, 23.10.2018

Hach ja, Chris Carter, muss man zu ihm und seinen Büchern wirklich noch etwas sagen?
Ich bin unheimlich stolz, dass ausgerechnet er der Erste war, der mir für ein Interview Rede und Antwort stand, auch wenn ich vor lauter Aufregung fast gestorben bin.
Völlig umsonst übrigens, denn ich bin auf einen sehr offenen, mitteilsamen Menschen getroffen, oder, wie man kurz und schmerzlos sagt, eine ziemlich geile Sau…
Für alle die, die mit diesem Namen noch immer nichts anfangen können, gibt es hier natürlich einen Link zur Autorenseite, ich will ja niemanden derart wichtige Informationen vorenthalten.^^

Und nun nochmal kurz zum Video, dem einen oder anderen wird sicherlich auffallen, es gibt keinen wirklichen Anfang.
Ich kann euch alle beruhigen, natürlich den, es gab ein freundliches Hallo usw. doch nachdem mich Chris kurz nach Beginn darauf hinwies, dass ja mein Diktiergerät noch aus war, war ich erstmal komplett raus und habe mich durch die nächsten Sätze gekämpft, bevor ich mich wieder einigermaßen im Griff hatte und das erspare ich euch dann doch lieber.^^

Und bevor ich es vergesse, wie angekünigt verlose ich hier ein signiertes Exemplar von „Blutrausch“, um mit in den Lostopf zu hüpfen, schreibt mir einfach in die Kommentare, welches euer liebster Fall von Hunter und Garcia ist.
Allerdings müsst ihr mir dazu eine Emailadresse oder zumindest einen FB Namen angeben, denn irgendwie muss ich euch im Gewinnfall ja erreichen können, Zeit habt ihr übrigens bis zum 11.11, um 11:11 Uhr, dann werde ich auslosen.

Lange Rede, kurzer Sinn, wenn ihr nun endlich wissen wollt, was Chris Carter musikalisch mit Fitzek verbindet oder wo man in London gut feiern kann, hier nun endlich Bühne frei für Chris Carter.
Und für alle die, die mit der englischen Sprache ein bisschen auf Kriegsfuß stehen, gibt es darunter natürlich die Übersetzung.

  • Du hast dein Geld auf sehr unterschiedliche Weise verdient, als Musiker,Tänzer und Psychologe. Was wolltest du als Kind werden?

„Arzt. Mein Vater war Arzt und wenn du ein Kind bist, willst du natürlich wie dein Vater werden. Ich habe die Schule sehr früh beendet, ich war 15, fast 16 und da geht man in Amerika zur Uni, also wollte ich Medizin studieren. Ich erzählte es meinem Vater und er sagte „Nein.“ Ich fragte, warum nicht und er meinte: „Wenn du Arzt werden willst, dann komm mit.“ Er nahm mich mit ins Krankenhaus auf einen 2-stündigen Rundgang, überall hin, in den OP, auf die Intensivstation, in die Psychiatrie und danach fragte er mich, ob ich immer noch Arzt werden wollte. „Nein“ meinte ich, „Du hast mir Angst gemacht, das war zu viel, zu verrückt.“ Und dann hatte ich ein Problem, denn ich wollte ja auf die Uni gehen, aber jetzt wollte ich kein Arzt mehr werden, was also tun?  Als Kind war mein erster Gedanke, ich möchte wie mein Vater sein.“

  • Du hast als Tänzer gearbeitet, kannst du dich noch an deine Schritte erinnern? Sorry, ich habe das Bild gesehen und musste einfach fragen.^^

Ich war eine Art exotischer Tänzer, ich war ein Stripper. Es war eine Gruppe wie die Chippendales, wir waren 5. Es ist so, die Musik spielt, du gehst raus auf die Bühne und bewegst dich. Ja, ich erinnere mich noch ein bisschen daran.“

  • Vermisst du es auf der Bühne zu stehen?

„Ja, ich vermisse die Bühne, aber ich vermisse dieses Musikding nicht. Jemand hat mich das gestern gefragt und ich habe gesagt, auf der Bühne zu stehen und zu spielen ist unglaublich.  Aber die bürokratische Seite der Musikindustrie ist furchtbar, bezahlt zu werden…, es ist grauenvoll. Ich vermisse es, auf der Bühne zu sein, an der Gitarre alles zu geben, zu springen, das vermisse ich. Das ganze Musikbusiness vermisse ich überhaupt nicht, ich denke, das ist vorbei.“

  • Mit welchem Musiker würdest du gern zusammen spielen, wenn du die Chance hättest?

Es kommen immer neue Musiker, mit denen es toll wäre, zu spielen. Ich mag Rockmusik, also Marilyn Manson, Rob Zombie und so was, Rammstein wären genial, es findet sich also immer wer. Gerade gibt es da jemanden, einen deutschen Schriftsteller und  Agenten und er versucht, eine Band aus Autoren aufzustellen, ich bin mir nicht sicher, ob das was wird, weil ich ja in England lebe. Er möchte, dass ich Gitarre spiele, Sebastian Fitzek Schlagzeug, Jo Nesbø Bass und er singt, das wäre dann die Band.  Ja, Musiker gibt es eigentlich immer,  ich bin sehr glücklich, dass ich spielen konnte. Ich kenne so viele, die es versuchen und versuchen… Ich hatte Glück, ich habe zwar nicht die Musik gemacht, die ich mochte, aber ich habe  viele Jahre professionell unterwegs und habe die Welt bereist, ich bin zufrieden.“

  • Wir wissen, dass Hunter und Garcia beide ein Teil von dir sind, wer von ihnen ist dir lieber? Wer ist mehr wie du?

„Wahrscheinlich Hunter. Was passiert, wie bei jedem Autor, ist, dass es bei einem Charakter, der in vielen Büchern auftaucht, immer damit endet, dass wir ein bisschen von uns selbst einfließen lassen. Als ich Hunter erschuf, hatte er viele Dinge von mir, er ist Psychologe, ich bin Psychologe, er leidet unter Schlaflosigkeit, ich auch, er mag Whisky, ich mag Whisky, er mag Rockmusik, ich mag Rockmusik. Garcia ist das Gegenteil, er hat die langen Haare. Ich scherze gerne, ich glaube nicht, dass das mit Hunters Charakter funktioniert hätte. Er ist sehr ernst, hatte viel Pech im Leben, seine Mutter und sein Vater sind gestorben. Garcia ist der lustigere. Also haben beide etwas von mir, um die Traurigkeit in bisschen rauszunehmen. Meine Eltern sind ja auch tot, aber es war nicht so schlimm, kein Krebs… Hunter ist mehr wie ich, aber ich mag Garcias Art.“

  • Wenn du eine Figur erschaffst, nimmst du Familie oder Freunde als Vorbild?

„Nein, das mache ich nicht, das ist witzig. Na ja, vielleicht als Opfer, ich habe alle meine Lehrer ermordet, alle Lehrer aus meiner Schule sind tot und sie sind alle in den Büchern. Nein, es ist komisch, dass ich es nicht mache, die einzige Ausnahme… Gestern, als ich meine Bücher signiert habe, hat mich jemand gefragt, ob er mir eine Frage stellen kann. „Kommt die Frau, die Hunter trifft nach deiner Freundin?“ Er hatte die Bilder von ihr auf Facebook und Instagram gesehen, sie hat die roten Haare und die Tattoos und ich antwortete: Ja, ein bisschen. Sie ist die einzige Person, die auf jemandem basiert, aber sonst niemand.“

  • Hunters Beziehung mit Tracy beginnt im 8. Buch. Gibt es eine Chance, sie an seiner Seite zu sehen oder wirst du sie auch umbringen?

„Warte auf das nächste Buch, es ist schon fertig. Buch Nummer 10 habe ich vor 2 Wochen beendet und es gibt eine große Überraschung.“

  • Werden Hunter und Garcia mal im Ausland ermitteln, vielleicht in Europa, in Deutschland oder England?

Es ist schwierig und sehr unrealistisch, ein Cop aus L.A. darf auch nur in L.A. ermitteln. In „Death Call“ und „Blutrausch“ holt ihn das FBI dazu. Wenn du ein Cop in L.A. bist, darfst du nur dort ermitteln und nicht woanders, geht es über die Grenzen hinaus, wird es ein Verbrechen auf Bundesebene und deswegen ermittelt das FBI, die können das überall, aber jeder Polizist darf das eben nur in seiner Stadt. Wenn Hunter also in einen internationalen Fall verstrickt wird, dann muss es durch Interpol geschehen und dann kann es sehr kompliziert werden. Ich wurde das schon gefragt, vielleicht, wenn ich eine Idee habe, wie ich es glaubwürdig machen kann. Ich will da nichts verrücktes schreiben, er kann nicht in England oder Deutschland ermitteln, wenn er kein deutscher Polizist ist, er darf keine Waffe tragen…  Also wenn ich irgendwann die passende Idee habe, dann vielleicht. In „Blutrausch“arbeitet er ja in ganz Amerika, weil er mit dem FBI unterwegs ist. In Buch Nummer 10 spielt das FBI übrigensauch wieder eine Rolle…“

  • Woher nimmst du deine Inspiration? Weißt du schon vorher, worum es in den nächsten Büchern gehen wird?

„Ich habe eine Idee. Die Art wie ich schreibe, ich glaube, ich habe nie sehr viel. Ich bin schrecklich, ich könnte niemals Jazz spielen, ich kann immer nur einen Schritt vorausplanen nicht 5. Alles, was ich brauche, ist eine Idee, eine kleine Zeile und dann fange ich an. Der Rest kommt, wenn ich schreibe, zum Beispiel im 2. Buch, „Der Vollstrecker“, ist der Killer, der die Opfer tötet, indem er ihre Angst nutzt, das war meine Idee, wenn du Angst vor Spinnen hast, tötet er dich mit Spinnen… Beim 10. Buch war es auch so, als ich „Blutrausch“ schrieb, war die Idee, dass Lucien entkommt, das war alles, ich habe nichts anderes geplant, ich fange damit an und mache weiter, es ist immer dasselbe. Ich habe die Idee für das nächste Buch, wieder nur eine Zeile und dann weiß ich, ich fange einfach an zu schreiben. In „Death Call“ gibt es einen Charakter, den jeder nur Mr. J nennt, der ein wichtiger Teil der Geschichte wird. Als ich anfing das Kapitel zu schreiben, in dem Mr. J das erste Mal auftaucht, war die Idee eigentlich nur, dass er der Ehemann dieser Frau ist, die zum Opfer wird. Sie wachen zusammen im Bett auf und dann dachte ich beim Schreiben, was, wenn ich Mr. J das und das machen lasse. Ich habe aufgehört zu schreiben und 20 Minuten darüber nachgedacht. Kann ich das machen, funktioniert das? Ja, kann ich. Und dann habe ich es getan und meine erste Idee komplett geändert. Viele meiner Bücher sind so, ich schreibe und höre einfach auf, weil ich etwas lese und denke: Stopp, kann ich das anders machen? Und dann muss ich weiter zurückgehen und es  auch dort ändern. Bei vielen meiner Bücher, allen meinen Büchern, habe ich eine Idee und folge ihr. Das ist gut, weil ich so nicht weiß, wer der Killer ist und wenn ich es nicht weiß, weiß es auch kein Anderer.“

  • Hast du einen Lieblingsautoren oder ein Lieblingsbuch?

„Habe ich nicht, weil ich nicht sehr viel lese. Abermomentan habe ich ein Lieblingsbuch, das habe ich schon jedem erzählt, der mit mir unterwegs ist. Das beste Buch, dass ich in den letzten 5 Jahren gelesen habe, es ist von Terry Hayes, auf Deutsch heißt es „Faceless“, in Englisch „I am Pilgrim“, weil der Agent Pilgrim heißt. Eine tolle Geschichte, ein dickes Buch, um die 700 Seiten. Es beginnt mit einem Verbrechen und dann wechselt es vom Verbrechen zu Terrorismus. Auf Deutsch heißt es „Faceless“ und wenn du es noch nicht gelesen hast, lies es, es ist toll, das beste Buch, dass ich in den letzten 5-10 Jahren gelesen habe. Sehr, sehr gut… Der Autor heißt Terry Hayes, es ist sein erstes Buch, er ist relativ alt, ein australischer Reporter, er hat das Buch veröffentlicht und ich garantiere, du wirst es mögen, es ist eins von den Büchern, bei denen man einfach nicht sagen kann, dass es nicht gut ist. Die Geschichte ist so toll und so gut gemacht. Vielleicht haben sie es ja hier.“

  • Du lebst in London, gibt es abseits der Touristenattraktionen einen besonderen Ort für dich, den du Besuchern empfehlen würdest?

Hatte ich mal, aber in London verändert sich sehr viel. Es geht nur noch ums Geld. Viele Plätze, die ich mag, Camden zum Beispiel, ich habs gern alternativ… Darum mag ich Berlin, es ist sehr alternativ, man hat viele Künstler, aber es verändert sich, viele Leute ziehen hin und so denken einige, man könnte Wohnungen aus allem machen und viel Geld verdienen. So zerstören sie all die schönen Orte in London. Da ist ein Club, den ich sehr mag, das „Limelight“, ein Goth-Industrial-Club, den gib es jetzt schon seit über als 30 Jahren und er is sehr bekannt. Aber in 2 Jahren wird er geschlossen wegen dem Zug oder was immer sie da bauen. London ist nicht mehr, was es einmal war, es war einmal ein toller Ort, aber jetzt geht es nur noch ums Geld, jeder ist gierig. Geh ins „Limelight“, wenn du es noch schaffst, ansonsten gibt es keine besonderen Plätze mehr in London. Leider.“

PS: Verlosung beendet und da meine Katzen als Glücksboten gestreikt haben, weil der Regen draußen interessanter war als eine Schüssel mit raschelnden Papierkügelchen, musste ich dann doch selbst Glücksfee spielen.
Also, gewonnen hat Karin Lange, bitte melde dich bei mir.

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„Doctor Sleep“ – Stephen King

Heute unternehme ich mal einen kleinen Ausflug in die Geschichte.
Da ich plane, auch meine alten Rezensionen hier zu „veröffentlichen“, wird meine erste Rezi von Lovelybooks heute hier den Anfang machen, etwas verwirrt war ich doch, als ich auf Titel und Buch geschaut habe, denn es handelt sich um „Doctor Sleep“ vom 14.05.2014, wusste gar nicht, dass das schon wieder so lange her ist, meine Meinung dazu ist allerdings noch immer dieselbe …^^

Wie viele andere war auch ich sehr gespannt auf das Buch.
Stephen King, der Held meiner Jugend und endlich mal wieder ein Buch, das interessant klang.
Als Teenie hatte ich sämtliche Werke verschlungen, „Es“ und „The Stand“ residieren auf der Liste meiner Lieblingsbücher immer noch auf einem der oberen Plätze.
Aber irgendwann ließ die Begeisterung nach, ich weiß nicht ob es an mir oder Herrn King lag, vielleicht bin ich auch einfach nur erwachsen geworden oder hab zu viel ähnliches gelesen.
Eine Fortsetzung von „Shining“ wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, doch so richtig warm konnte ich damit nicht werden.

Der kleine Danny aus „Shining“ ist inzwischen erwachsen, doch sein Leben ist nicht wie erhofft verlaufen, denn zumindest was den Alkohol betrifft, hat er sich etwas zu sehr an seinem Vater orientiert.
Ruhelos zieht er durch die Gegend, einem guten Drink nie abgeneigt, bis er in einer kleinen Stadt landet, er hat das Gefühl, dorthin zu gehören, besucht die anonymen Alkoholiker und baut sich ein Leben auf, in dem die 12-jährige Abra eine wichtige Rolle zu spielen scheint, denn auch sie hat es, das „Shining“.
Das jedoch macht sie zu einem begehrten Objekt für eine Art Sekte, die genau danach auf der Suche ist…

Erzählen kann er immer noch, der Meister und im Gegensatz zu vielen anderen hier haben mich seine Ausflüge zu den anonymen Alkoholikern überhaupt nicht gestört.
Dafür fand ich die Story irgendwie, hm, wie soll ich es ausdrücken?
Daneben passt nicht ganz, eher lahm, ich hab mir etwas völlig anderes erhofft.
Die Bösen im fortgeschrittenen Alter mit ihren Wohnmobilen waren mir persönlich viel zu harmlos, die Geschichte an sich plätscherte seicht und ohne Spannung vor sich hin, die plötzlichen verwandtschaftlichen Beziehungen hätten nicht sein müssen, aber am schlimmsten fand ich das Ende.
Kein Rums, kein großer Knall, eben noch mal fix ne Beziehung zum Overlook hergestellt und viel zu viel, nennen wir es mal Übersinnliches, ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Das Buch war für mich kein Horror sondern eher ein harmloser Jugendroman und kann „Shining“ nicht das Wasser reichen, aber das ist nur meine Meinung.

Warum trotzdem 3,5 Sterne?
Im Gegensatz zu seinen letzten Büchern hat Stephen King sich auf seine alte Erzählweise zurückbesonnen, auf ausgedehnte Personenbeschreibungen und das mochte ich schon immer, dafür Daumen hoch.
Mit dem Inhalt bin ich aber doch eher etwas unglücklich.

• Autor:                                    Stephen King

• Verlag:                                  Weltbild

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           639 Seiten

• ISBN:                                      978-3-95569-427-2

• Bewertung:

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„Bienensterben“ – Lisa O’Donnell

Marnie und Nelly sind Geschwister und grundverschieden noch dazu.
Die 15-jährige Marnie ist aufmüpfig, vertickt nebenbei Drogen, hat ein Techtelmechtel mit ihrem Boss, während die 12-jährige Nelly sich lieber zurückzieht, dafür aber ein Ass auf der Violine ist.
Dass die beiden es nie einfach hatten, erfährt man relativ früh, auch, dass ihre Eltern ihren Teil dazu beigetragen haben und dafür nun beide tot im Garten liegen.
Kurz und knapp, am Weihnachtsabend sind die beiden Mädchen mal wieder völlig auf sich gestellt.
Das bemerkt auch Lennie, der angeblich perverse alte Sack von nebenan, dem die beiden einfach nur leid tun und der sie deshalb zum Essen einlädt, woraus sich eine ganz besondere Beziehung entwickelt.
Auch Lennie hat es in seinem Leben schwer gehabt und ist immer wieder auf Ablehnung gestoßen, deswegen nimmt er die beiden Schwestern unter seine Fittiche.
Mehr kann und will ich gar nicht zum Inhalt sagen…

„Bienensterben“ von Lisa O’Donnell lässt abwechselnd Lennie, Marnie und Nelly zu Wort kommen und ihre Sicht der Geschehnisse schildern, teilweise sehr hart und schroff, aber auch sehr emotional und herzlich.
Eigentlich entspricht das Buch nicht wirklich meinem Beuteschema, aber ich hab viel darüber gehört, nun endlich zugegriffen und es nicht bereut, auch wenn ich, wie schon geschrieben, so gar nicht der Fan von solchen Gefühlsduseleien bin.
Ja, ich brauchte eine Packung Taschentücher und das gebe ich auch gerne zu, denn die Geschichte ist wirklich schön, aber eben auch sehr ergreifend.
Dennoch hat es mich wirklich sehr beeindruckt, gerade, weil es mal wieder zeigt, dass die „Außenseiter“ eben doch die mit dem größten Herzen sind und deshalb bekommen Nelly, Marnie und Lennie von mir natürlich volle Punktzahl…

• Autor:                                    Lisa O’Donnell

• Verlag:                                  DuMont

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           320 Seiten

• ISBN:                                      978-3832162924

• Bewertung:

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„Der Country Club“ – Tim Miller

Als kleine Bloggerin den ganz großer Kracher landen, davon träumt Crystal schon ewig.
Alles auf ihrem Blog dreht sich um düstere Legenden, am meisten hat es ihr jedoch der Country Club angetan, eine altehrwürdige Institution in Texas, zu der nur gutbetuchte Mitglieder Zutritt haben, die allerdings können dort all ihre blutigen Gelüste frönen.
Immer wieder postet Crystal über den Club, bis sie eine Drohung erhält und eine Mail, die nur 2 Worte beinhaltet: Round Rock.
Ihre Neugier ist geweckt, denn sie ist sich sicher, dass sich das Objekt ihrer Begierde genau da befindet, mit ihrer Freundin Sophie und Computernerd Joel macht sie sich auf den Weg.
Der nächste Hinweis führt sie ins Hotelzimmer einer Frau, die ihr bestätigt, dass es den Club tatsächlich gibt und ihr die Wegbeschreibung dorthin gratis dazu liefert.
Natürlich kommt es, wie es kommen muss, die drei werden geschnappt und zu Ehrengästen auserkoren, Crystal erfährt schon bald am eigenen Leib, welche Spielchen dort angesagt sind …

Ja, Tim Millers „Der County Club“ hat mich gut unterhalten, trotzdem gab es da einen leicht faden Beigeschmack, denn irgendwie fühlte sich das Ganze an wie der 4. Teil von „Hostel“, nur eben, dass noch ne Schippe draufgepackt wurde und doch ist es ein typischer Miller, es wird gefoltert, gekillt und keiner ist seines Lebens sicher.

Zu viel Tiefgang sollte man von den Charakteren allerdings nicht erwarten, bei 138 Seiten ist das auch schwierig umzusetzen, außerdem lässt Miller seine Protagonisten gerne und häufig über die Klinge springen, da wäre das eh vergebene Liebesmüh.^^
Wer also „Hostel“ und kleine Folterspiele mag, ist mit diesem Büchlein bestens bedient, blutig, kurz und schmerzhaft, dafür gibt es 4 von 5 Blutlachen.
Übrigens umfasst die Country Club Reihe inzwischen 4 Bände, wir können also auf Fortsetzung hoffen, einiges klang da echt interessant^^
Und nur mal so nebenbei bemerkt, ich find das Cover klasse…

• Autor:                                    Tim Miller

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           138 Seiten

• ISBN:                                       / (Festa Extrem)

• Bewertung:

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„Heute hat die Welt Geburtstag“, Lesung Flake, Leipzig, 24.11.2018

Wenn es schon nächstes Jahr dank chaotischem Ticketvorverkauf kein Rammstein für mich gibt, so konnte ich doch zumindest ein Ticket für Flakes Lesung im Kupfersaal ergattern, von der ich eher durch Zufall erfahren hatte.
Seine beiden Bücher, sowohl „Der Tastenficker“, als auch „Heute hat die Welt Geburtstag“ haben mich gut unterhalten und mich immer wieder zum Lachen gebracht, also konnte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen.

Selbst das miese Wetter konnte mich nicht davon abhalten, überpünktlich (na ja, in dem Fall eine Stunde vor Einlass^^) vor Ort zu sein, immerhin standen schon sechs Leutchen da, was mir einen Platz in der ersten Reihe garantierte.
Im Kupfersaal war ich vorher auch noch nicht, schön, so doch immer mal wieder was neues kennenzulernen, eine tolle Location für kleinere Veranstaltungen.

Nach einer Stunde hatte sich der Saal gefüllt, ein in schwarz gekleideter Flake betrat die Bühne und richtete erstmal ein paar Worte ans anwesende Publikum, er entschuldigte sich im Voraus für sein Stottern, das immer wieder durchkommt, wenn er aufgeregt ist oder vor vielen Leuten reden muss und spätestens da war klar, in welche Richtung der Abend geht und dass er sich selbst nicht ganz so ernst nimmt.

Überhaupt hat er eine sehr unterhaltsame Art, dieses fast schon dümmlich-naive (und nein, das meine ich nicht negativ) kauft man ihm sofort ab, auch wenn ich mich natürlich frage, wieviel davon Show ist.
Dass er keine leichte Kindheit hatte und gerne mal als Opfer auserkoren wurde, kann jeder irgendwie nachvollziehen, vielleicht macht ihn ja auch gerade das so sympathisch, kein Gerede über große Preisverleihungen, dafür über den Horror der Sportstunden in der Schule oder den Gestank pulverisierter Fische auf der Bühne …
Und irgendwie kann man Rammstein das böse Buben Image nach so einem Abend auch nicht mehr so richtig abnehmen, zu amüsant sind die Geschichten, die Flake zum besten gibt oder eben aus seinem Buch vorliest.

Dass er die Leute dann mit dem Gedanken an die eigene Beerdigung und dem Nachgrübeln darüber, welchen Song man wohl spielen sollte, entlässt, bringt mich ein letztes Mal zum Schmunzeln und auch wenn er Fotos ablehnt, so signiert er doch danach bereitwillig und geduldig alles, was ihm entgegengestreckt wird, eine Chance, die natürlich auch ich mir nicht entgehen lasse.
Am Ende blicke ich zurück auf eine wirklich gelungene, lustige Lesung und hoffe auf Buch Nummer 3, dass dann hoffentlich auch wieder live präsentiert wird.
Danke für diesen Einblick in deine Welt, Flake, jederzeit wieder …

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„Weihnachten mit Oma Yoda“ – Kerstin Barth

Wer mich kennt, weiß, ich bin ein Weihnachtsmuffel und ich mag keine „Schnulzen“, trotzdem ist es gut, ab und an mal mit den alten Gewohnheiten zu brechen.
Also keine Sorge, mir geht es gut und, man mag es kaum glauben, ich verbreite ganz freiwillig etwas vorweihnachtliche Stimmung…

Lange Rede, kurzer Sinn, das Büchlein, dass ich euch heute ans Herz legen möchte, ist „Weihnachten mit Oma Yoda“ von Kerstin Barth.
Obwohl ich ihre beiden Holly-Romane nicht gelesen habe, ist mir Oma Jolanda, kurz Yoda, mit ihrer herzlichen Art sofort ans Herz gewachsen.
Und sein wir doch mal ehrlich, so eine Oma, die am Herd steht um die ganze Familie zu verköstigen, haben wir doch irgendwie alle…

Doch selbst wenn sich viel ums Kochen oder Backen dreht, ist das nicht Omas einzige Sorge, denn da wäre noch Zacharias, auf den sie längst ein Auge geworfen hat und der nicht abgeneigt ist oder die beiden Enkel, die Trubel in die Hütte bringen.
Kurzum, bei Oma Yoda ist immer was los, vor allem zu Weihnachten, dem Fest der Besinnlichkeit…

Wie schon erwähnt, dreht sich viel um die leiblichen Genüsse und so ist besonders lobend zu erwähnen, dass man zu jedem Gericht, über das man liest am Ende auch das Rezept findet, gerade bei den etwas ausgefalleneren Sachen lädt das zum Nachmachen ein und das eine oder andere werde ich wohl auch mal ausprobieren.

Ja, ein kleiner Ausflug in fremde Gefilde kann sehr unterhaltsam sein, gerade an einem so verregneten Nachmittag wie heute tut es gut, sich für eine Weile auf die Couch zurückzuziehen, einfach mal abzuschalten und sich von Oma Jolanda und ihrer Familie unterhalten zu lassen, dass ist mir 4 von 5 Vanillekipferl wert.

• Autor:                                    Kerstin Barth

• Verlag:                                  Independently published

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           152 Seiten

• ISBN:                                      978-1790672356

• Bewertung:

 

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„Widow’s Point“ – Richard Chizmar, Billy Chizmar

Thomas Livingston ist ein Autor, der über übernatürliche Phänomene schreibt und damit ziemlich erfolgreich ist. Diesmal ist der Leuchtturm in Harper’s Cove das Ziel seiner Begierde, ein angeblich unheimlicher Ort, der das Unglück magisch anzuziehen scheint und das schon seit Baubeginn. Aber nicht nur einfache Arbeiter haben dort ihr Leben gelassen, während eines Filmdrehs erhängte sich ein Starlet, Kinder verschwanden… Der perfekte Hintergrund also für Livingston, der sich für ein Wochenende im Leuchtturm einschließen lässt ohne Verbindung nach außen, nur mit Diktiergerät und Videokamera. Während die Kamera vorher ohne Probleme funktionierte, versagt sie im Leuchtturm ihren Dienst, das Bild bleibt schwarz und so verfolgen wird Livingstons Erlebnisse anhand seiner Sprachaufzeichnungen. Am Anfang fühlt er sich nur etwas beobachtet, doch schon bald schlägt die anfängliche Begeisterung um, denn die Vorkommnisse werden immer merkwürdiger, seine Taschenlampe verschwindet, die Stufen nach oben erscheinen plötzlich unendlich und dann ist da noch das Tagebuch eines verschwundenen Mädchens, dass er zufällig findet…

„Widow’s Point“ ist der erste Band der Cemetery Dance Germany Reihe aus dem Buchheim Verlag, ein sehr gelungener Einstieg, wie ich finde. Schon das Buch allein ist ein Augenschmaus, das geprägte Cover von Arndt Drechsler fängt die Stimmung des Buches perfekt ein. Außerdem ist die auf 999 Exemplare begrenzte Auflage von beiden Autoren, Vater und Sohn, signiert, schon allein das gibt einen fetten Pluspunkt, denn über ein so liebevoll aufgemachtes Werk freut sich jedes Regal.

Doch auch der Inhalt bietet keinen Grund zum Meckern, die Geschichte ist solide, man kann nachvollziehen, warum der Protagonist so handelt, sich ausgerechnet dieses alte Bauwerk ausgesucht hat und ab und an macht sich ein bisschen Gänsehaut breit. Dazu trägt auch der Erzählstil in Form der kurzen Sprachaufnahmen Livingstons bei, das habe ich bisher in noch keinem anderen Buch gehabt, kurz und schmerzlos und doch spürt man genau, wie er sich in diesem Moment fühlt, auch wenn die Geschichte mit gut 120 Seiten natürlich relativ kurz ist.

Für mich ist „Widow’s Point“ der gelungene Start einer neuen Reihe, die ich auf jeden Fall im Auge behalten werde, immerhin habe ich ja ein Abo…^^ 5 von 5 Blutlachen

• Autor:                                    Richard Chizmar, Billy Chizmar

• Verlag:                                  Buchheim

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           127 Seiten

• ISBN:                                      / Cemetery Dance Germany

• Bewertung:

 

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„The Extinction Cycle – Buch 6: Metamorphose“ – Nicholas Sansbury Smith

Während Beckham sich auf Plum Island langsam an ein Leben mit Prothesen und ohne Kämpfe gewöhnt, ist Fitz gemeinsam mit Apollo und dem neuen Team Ghost in Frankreich unterwegs, um dort auch Europa von der Plage der Abartigen zu befreien.
Dort werden er und seine Männer allerdings vor ganz neue Herausforderungen gestellt, denn durch Strahlung sind die Wesen mutiert, es gibt riesige Käfer, die sich in der Erde eingraben oder gar fliegende, drachenähnliche Gegner, außerdem gerät gleich die Landung in Frankreich zum Dilemma und nähere Informationen sollen ausgerechnet eine Gruppe von Kindern haben, die sich in einer Kirche verschanzen.
Doch auch Beckham und Kate finden keine Ruhe, denn wie sich herausstellt, hatte Woods einen Bruder, der nun alles daran setzt, die neue Präsidentin zu stürzen und dabei wortwörtlich über Leichen geht.
Als Ringgold dann nachts auf Plum Island auftaucht und um Hilfe bittet, weiß er, das seine Schonzeit vorbei ist.

Diesmal spielt ein Großteil der Handlung in Frankreich, wo Fitz mit Apollo und seiner neuen Truppe gegen den alten Feind kämpft, der sich allerdings rasant weiterentwickelt hat, solche Wesen hat er in Amerika vorher nicht zu Gesicht bekommen.
Doch auch in der Heimat geht es nicht wirklich ruhiger zu, denn Wood tötet die eigenen Leute, um Ringgold das Ganze in die Schuhe zu schieben und die kann sich nicht wehren, ihr letzter Ausweg ist Beckham, aber der ist ja nicht mehr der Alte.
Und als würde das nicht ausreichen, bleibt wieder ein inzwischen liebgewordener Charakter auf der Strecke…

Im sechsten Band der Extinction Reihe rückt Fitz etwas mehr in den Vordergrund, eine Rolle, die er gut ausfüllt, doch natürlich sind auch alle anderen wieder mit von der Partie, Beckham, dessen Kampfgeist erwacht, Kate, inzwischen mit Kugelbauch, Ellis, Apollo, sie alle sind inzwischen wie eine kleine Familie und dafür gibt’s auch diesmal wieder volle Punktzahl.

Titel :                                    „The Extinction Cycle – Buch 6: Metamorphose“

• Autor:                                    Nicolas Sansbury Smith

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           521

• ISBN:                                      978-3-86552-630-4

• Bewertung:

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„Teufelswetter“ – Ivy Lang

„Da stand er, der Teufel, am Ort des Verbrechens. Er stand da und weinte.“

Als der Teufel den Mörder und Vergewaltiger Tommy in die Hölle schickt, rettet er damit eher zufällig der jungen Rachel, seinem letzte Opfer, das Leben und setzt damit unbewusst eine Kettenreaktion in Gang.
Er offenbart ihr, dass er der Teufel ist, anfangs macht sie sich darüber noch lustig, doch so nach und nach wird ihr klar, dass das kein Scherz ist.
Der Typ, der sich kurz Lou nennt, zieht sie magisch an und so begleitet sie ihn zu einer Waffenlieferung nach Las Vegas, denn natürlich hat Luzifer dreckige Geschäfte am Laufen.

Auf der Fahrt kommen die beiden sich näher und Lou muss feststellen, dass ihm Rachel so ohne Selbstvertrauen und Ziel im Leben irgendwie leid tut, ein Mensch weckt Gefühle in ihm, das geht natürlich gar nicht, er muss sie schleunigst loswerden.
Doch auch Rachel erkennt, das ihr Zusammensein ihm nicht gut tut und als er sich nach einer gemeinsamen Nacht aus dem Staub macht, folgt sie ihm, immerhin weiß sie ja, wohin sein Weg führt.

Lou muss in einer Kleinstadt einen Serienmörder aus dem Verkehr ziehen und während er früher durchaus Vergnügen an brutalen Morden fand, ist er diesmal entsetzt, etwas völlig Neues für ihn, die Sache gestaltet sich also so schon kompliziert und es wird nicht besser, als Rachel auftaucht.
Er muss erkennen, dass seine Begegnung mit ihr kein Zufall war und sie eine wichtige Rolle in diesem Fall spielt, eine Rolle, die ihm so gar nicht gefällt…

Herzlichen Dank erstmal an Ivy Lang, die mir das Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass mir das Buch vielleicht zu schnulzig ist, aber wer kann schon dem Teufel widerstehen?
Und ja, „Teufelswetter“ hat mich mit der mystisch angehauchten Story überrascht.
Natürlich gibt es ein paar romantische Momente zwischen Rachel und Lou, doch nehmen die längst nicht so viel Raum ein, wie befürchtet.
Und überhaupt ist der Teufel irgendwie ein faszinierender Charakter, nicht wirklich sympathisch aber eben auch nicht durchweg böse.
Außerdem lernt Rachel durch ihn, dass sie allein es ist, die ihr Leben in der Hand hat, wer also kann so jemandem schon dauerhaft böse sein…
Alles in allem hat mich das Buch sehr gut unterhalten, deswegen gibt’s von mir 4 von 5 Blutlachen.

Titel :                                    „Teufelswetter“

• Autor:                                    Ivy Lang

• Verlag:                                  BoD – Books on Demand

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           374

• ISBN:                                      978-3-7400-3600-7

• Bewertung:

 

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Buchreihen: „Pulp Legends“ und „Cemetery Dance Germany“

Ich hatte ja ein monatliches „Reihenspecial“ angekündigt, während es beim letzten Mal um Nicholas Sansbury Smith und Chris Carter ging, widme ich mich jetzt im Dezember 2 Verlagen, die ihr Angebot erweitert haben.

Sowohl Festa, als auch der Buchheim Verlag haben ja vor kurzem eine neue Reihe gestartet, (okay, bei Festa ist es inzwischen schon ein paar Tage her und da ich natürlich immer (fast) alles testen muss, habe ich mir natürlich für beide ein Abonnement zugelegt.

Festa bewegt sich mit der Pulp Fiction Reihe eher in Richtung Trash, für 34,99 € bzw. 29,99 € im Abo gibt

es hier ähnlich den Sammlerausgaben eine auf 999 Exemplare begrenzte gebundene Ausgabe, nicht im Handel zu beziehen, diesmal allerdings ohne Schutzumschlag und Signatur, dafür wohl aber nicht für jedermans Geschmack geeignet, aber das macht die Sache ja gerade so spannend.
Soweit ich es mitbekommen habe, steht hier der zweite Band bereits in den Startlöchern und Band 3 und 4 sind bereits angekündigt..

Olaf Buchheim hingegen holt Cemetery Dance nach Deutschland, ein Name, der einige aufhorchen lassen wird, ist dieser Verlag in Amerika doch bekannt für seine wunderschön bebilderten Ausgaben, ich sage nur Stephen King…
Auch hier gibt es eine Begrenzung auf 999 Exemplare, alle Werke sind deutsche Erstveröffentlichungen, der Preis liegt mit 36,99 € und 31,99 € im Abo etwas höher, allerdings sieht man schon dem ersten Buch wieder an, wieviel Liebe drin steckt, das Cover von Arndt Drechsler ist fantastisch, man kann fast das Wasser rauschen hören und auch die Illustrationen von Glenn Chadbourne sind sehr gelungen.
Hier gibts als Bonus sogar eine Nummerierung und die Signatur beider Autoren, es wäre toll, wenn man das auch für die folgenden Titel beibehalten würde, ich freue mich auf Band 2-4, auf die es ebenfalls bereits eine kleine Vorschau gibt.

Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich bisher keins der beiden Bücher gelesen habe, da sich momentan die Leseexemplare bei mir stapeln und die haben natürlich erst einmal Vorrang, in „Widows Point“ habe ich aber zumindest schon mal reingeschnuppert und mir die ersten Seiten zu Gemüte geführt, bei der Aufmachung konnte ich einfach nicht widerstehen.^^

Was bleibt mir zum Abschluss noch zu sagen?
Natürlich wünsche ich beiden Verlagen viel Erfolg und zufriedene Leser, aber ich denke, das sollte nicht allzu schwierig sein und vielleicht habe ich ja den einen oder anderen neugierig gemacht und er riskiert mal einen Blick, würde mich freuen.
In diesem Sinne euch allen da draußen einen wunderschönen Adventssonntag…

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„Mädchenfresser“ – Andreas Schmidt

Mandy lässt sich von Tom zu einem Fototermin fahren, so ganz glücklich ist der mit ihrem Nebenverdienst allerdings nicht und es kommt zur Diskussion.
Leicht angesäuert verlässt sie das Auto und macht sich auf den kurzen Weg zu Clay, ihrem Auftraggeber, der sein Studio in einem alten Fabrikgebäude eingerichtet hat.
Nach einem Glas Whisky fühlt sich Mandy dann plötzlich sehr eigenartig und bekommt noch mit, wie der Fotograf sie vergewaltigt und ihr schließlich ein Stück Fleisch aus der Kehle reißt, eine Stunde später wird ihre übel zugerichtete Leiche an einer gut befahrenen Straße entdeckt…

Franka Hahnke und ihr Partner Michael Stüttgen werden zum Tatort gerufen und sind entsetzt, als sie die Leiche der jungen Frau sehen, ihnen ist sofort klar, dass da eine Bestie am Werk war, die nicht aufhören wird zu töten.

Als Tom seine Freundin vom Shooting abholen will, wirkt die Fabrik verlassen, alles ist dunkel und irgendwie beschleicht ihn ein schreckliches Gefühl, er macht sich auf die Suche, kann Mandy allerdings nirgendwo finden und meldet sie schließlich als vermisst.
Über diese Vermisstenanzeige hat die Polizei die Leiche recht schnell identifiziert und der erste Verdächtige ist natürlich ihr Freund, der aber kurz darauf ebenfalls ermordet aufgefunden wird.

Franka und Michael nehmen die Ermittlungen auf und haben schon bald einige Leute auf dem Radar, denn die Tote arbeitete nebenbei als Prostitierte und das schränkt den Täterkreis nicht gerade ein.
Und dann gibt es die nächste Tote…

Andreas Schmidts „Mädchenfresser“ ist die Neuauflage des  2016 erschienen Buches „Gehasst“, es handelt sich also nicht um ein neues Werk.
Gleich zu Beginn geht es relativ blutig zur Sache und man erfährt außerdem, dass Clay, der Killer, einen gewissen Hang zum Vampirismus hat, ein interessantes Thema, auf das man durchaus hätte weiter eingehen können, stattdessen wird die viertägige, doch recht trockene Ermittlungsarbeit von Franka und Micha erzählt, dabei hätte die Geschichte doch viel mehr Potential gehabt, ab und zu ein kleiner Ausflug ins Reich der Finsternis oder die eine oder andere Erklärung hätte das Ganze etwas aufgelockert.
Hinzu kommt, das natürlich auch immer mal wieder falsche Spuren gelegt werden und der eine oder andere verdächtig erscheint, leider erfährt man dann am Ende aber nicht, warum die Leute so gehandelt haben, mir persönlich hat da zu einigen Dingen einfach die Auflösung gefehlt, ich sage nur Max …
Alles in allem ist „Mädchenhasser“ ein Buch mit einer interessanten Story, die aber leider nicht ausgeschöpft wurde, aus diesem Grund gibt’s von mir 3 von 5 Blutlachen.

Titel :                                    „Mädchenfresser“

• Autor:                                    Andreas Schmidt

• Verlag:                                  dp DIGITAL PUBLISHERS

• Format:                                 eBook

• Seitenzahl:                           /

• ISBN:                                      978-3-96087-5925

• Bewertung:

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