Geschützt: „Code Genesis – Sie werden dich jagen“ – Andreas Gruber

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Geschützt: „Re-Animator“ – H. P. Lovecraft

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Monatsrückblick Oktober

Das Jahr geht mit großen Schritten dem Ende entgegen (ach was bin ich heute wieder poetisch^^) und irgendwie habe ich schon wieder 14 Bücher gelesen, diese Zahl scheint mich zu verfolgen und dabei dachte ich bis jetzt immer, meine Glückszahl wäre die 7, so kann man sich täuschen.^^.
Auch diesmal gab es wieder einige Titel, die nicht ganz meins waren, aber es wäre ja auch schlimm, wenn mir immer alles zusagen würde, es ist jetzt schon die Hölle, im Buchladen eine Auswahl zu treffen.
Angefangen hab ich noch „Re-Animator“ von H. P. Lovecraft, allerdings bin ich nicht ganz fertig geworden, auch wenn es sich mit Timos vielen bunten Bildern gleich viel schöner liest, und so wird das Buch das erste in meiner Novemberliste.

Hier aber erstmal die vom Oktober:

„Profiling Murder 6 – Tödliche Intrige“ – Dania Dicken
„Ausgeliefert an das Böse“ – A. C. Hurts
„Sieben Arten Dunkelheit“ – Christian von Aster
„Todesangst im Labyrinth“ – A. C. Hurts
„All die Finsternis inmitten der Sterne“ – Bryn Greenwood
„Köder“ – Chuck Palahniuk
„Blut – Der Vampirkiller von Wisconsin“ – Robert W. Walker
„Souled Out“
„Das Dorf der Schatten“ – Darian Dawn
„Spuk in Hill House“ – Shirley Jackson
„Streets of Love“ – Ralph D. Chains
„Blutiger Augenblick“ – Moe Teratos
„Blutige Bestien“ – Moe Teratos
„Todesmärchen“ – Andreas Gruber

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Geschützt: „Todesmärchen“ – Andreas Gruber

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Geschützt: „Spuk in Hill House“ – Shirley Jackson

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Geschützt: „Souled Out“

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„Joker“, Cinestar, 15.10.2019

Ich dachte immer, mein Leben wär ne Tragödie …

Light up your face with gladness
Hide every trace of sadness
Although a tear may be ever so near
That’s the time you must keep on trying
Smile, what’s the use of crying?
You’ll find that life is still worthwhile
If you just smile…

(„Smile“, Nat King Cole)

Und wieder einmal bin ich vielleicht ein kleines Bisschen voreingenommen, denn seit „8 MM“ bin ich bekennender Joaquin Phoenix Fan, dafür kann ich mit Comics und Comicverfilmungen nicht wirklich viel anfangen.
Klar haben mich einige Sachen gut unterhalten, „Jessica Jones“ zum Beispiel, aber Batman, Spiderman und wie sie alle heißen, hm, nee, nicht meins …
Außerdem sah man ja schon im Trailer, dass „Joker“ wohl doch etwas von der üblichen Kost abweicht, kurzum, meine Neugier war geweckt.
Am Dienstag war es dann soweit, ich habe mich in die Höhle des Löwen begeben oder besser gesagt, mich meinem Erzfeind, dem Popcorn ausgesetzt.
Für viele gehört das zum Kinobesuch einfach dazu, mich hingegen bringt allein schon der Geruch zum Würgen, deswegen überlege ich mir immer ganz genau, welche Filme ich mir wirklich antun will.^^
Lange Rede, kurzer Sinn, „Joker“ war so ein Pflichtfilm.
Im Nachhinein hab ich mich mal durch ein paar Bewertungen gekämpft und festgestellt, dass doch recht viele Kinogänger den Streifen ziemlich lahm fanden.
Hey Leute, das ist ein Drama, kein Hau-drauf-Actionfilm, und ein ziemlich unbequemes noch dazu…
Kurz zum Inhalt: Wir begleiten einen ausgemerkelten Arthur Fleck, gespielt von Joaquin Phoenix durch sein trostloses Leben in Gotham.
Er verdient seinen Unterhalt als Clown, wird auf der Straße von den Leuten verspottet, sogar böse verprügelt und sitzt trotzdem am nächsten Morgen wieder da und schmiert sich seine Schminke ins Gesicht.
Zu Hause, in einem runtergekommenen Mietshaus, kümmert er sich rührend um seine kranke Mutter, dabei hat er selbst eine ganze Menge psychische Probleme, am Auffälligsten ist wohl, dass er in den unpassendsten Momenten anfängt laut und irre zu Lachen und sich einfach nicht wieder beruhigen kann.
Gemeinsam mit seiner Mutter Penny sieht er sich regelmäßig die Talkshow von Murray Franklin an, seinem Idol, seiner Vaterfigur, sein größter Traum ist ein Auftritt als Stand-up-Comedian genau da.
Und dann ist da noch Thomas Wayne, der ehemalige Arbeitgeber seiner Mutter, von dem sie nur in den höchsten Tönen spricht und dem sie immer wieder Briefe schreibt, aber nie eine Antwort bekommt.
Als Arthur nach der Arbeit in Clownsmontur von drei Schnöseln in der U-Bahn verprügelt wird, erinnert er sich an den Revolver, den ihm ein Kollege zugesteckt hat und setzt sich endlich zur Wehr, was für die Angreifer nicht gut ausgeht.
Und da ist keine Reue, zum ersten Mal in seinem Leben fühlt er sich beachtet, denn auch, wenn keiner weiß, wer der Mörderclown ist, so ist er doch in aller Munde und gerade die ärmere und ausgebeutete Bevölkerung sympathisiert mit ihm, schon bald kommt es zu Aufruhren, bei denen die Leute Clownsmasken tragen…
„Mein ganzes Leben lang war mir nicht klar, ob ich existierte, aber ich tue es.“
Ein Satz, der so viel aussagt, eine unbedachte Tat, die ein ganzes Leben für immer verändert.
Gut, es spielen da noch einige andere Sachen mit hinein, der Jobverlust, das Absetzen der Medikamente…
Aber mal ehrlich, kann man Fleck wirklich verübeln, in welche Richtung er sich entwickelt?
Er gehört zum der Bodensatz der Gesellschaft, was ihm immer wieder unter die Nase gerieben wird und Tag für Tag hält das Leben einen neuen Schlag in die Fresse für ihn bereit.
Wieviel kann man ertragen, bevor die Sicherungen durchbrennen?
Arthur, seine Mutter und Thomas Wayne bilden ein tödliches Dreieck, die ganze Sache kann einfach nicht gut ausgehen, für keinen von ihnen.

„Meine Mutter sagt immer, ich soll lächeln und ein Grinsen aufsetzen…“, tja, etwas anderes bleibt dem armen gebeuteltem Kerl eigentlich auch nicht, man muss einfach Mitleid haben mit Arthur.
Klar merkt man recht schnell, dass irgendetwas mit ihm nicht stimmt, aber erstmal ist er einfach nur der Loser, der sich von einem miesen Tag in den nächsten schleppt, alles ist trist und düster, der Job ist Scheiße, die Stadt geht vor die Hunde, es gibt einfach nichts erfreuliches, keinen Lichtblick, keine Aussicht auf Besserung, nein, aber noch weiter bergab kann es immer gehen.
Ganz ehrlich, ich ziehe meinen Hut vor Joaquin Phoenix, denn er verkörpert diese Rolle perfekt, auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass man nicht solch einen Raubbau am eigenen Körper betreiben sollte.
Spätestens wenn er das erste Mal mit freiem Oberkörper zu sehen ist, wirkt dieser Anblick doch sehr erschreckend und verstörend, auf mich zumindest.
Ein weiteres fettes Lob gibt es für den Soundtrack, der das Geschehen perfekt untermalt und natürlich für die Neuinterpretation der Story.
Gut, allzu viel ist ja über den Joker und seine Vorgeschichte nicht bekannt und auch wenn man am Ende des Films jetzt nicht wirklich weiß, was wahr ist oder eben nicht, so kann sich doch jeder seine ganz eigene Meinung dazu bilden, wer denn nun der Lügner ist, Penny oder Wayne.
Ich plädiere ja für… nein, egal, vielleicht werden wir es irgendwann mal erfahren, denn kaum ist ein Film erfolgreich, wird bereits nach einer Fortsetzung geunkt.
Und obwohl ich den Streifen toll fand (ich mag ja allein schon das düstere Setting) und mich Phoenix vollkommen überzeugt hat, weiß nicht, ob ich unbedingt ein Sequel brauche, eigentlich ist alles gesagt, ich persönlich fand das Ende sehr gelungen und aussagekräftig.
Fazit: „Joker“ ist für mich ein sehr gelungener Film, an dem eigentlich alles stimmt, wer allerdings die typische Comicverfilmung erwartet, wird das Kino wohl enttäuscht verlassen, denn es gibt keine Superhalden, keine bunten, witzigen Kostüme, keine knapp bekleideten Mädels, stattdessen und kein Gut gegen Böse, stattdessen erwartet einen immer wieder ein Schlag in die Magengrube und die große Frage: Was würde ich wohl tun?
Wer damit umgehen kann und eben nicht alles auf dem Silbertablett serviert kriegen möchte, dem kann ich „Joker“ nur wärmstens ans Herz legen.
Aber Joaquin, über die Sache mit dem guten Robert müssen wir nochmal reden, das war nun wirklich nicht okay,,,^^

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Geschützt: „All die Finsternis inmitten der Sterne“ – Bryn Greenwood

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„Die Mutter“ – Brett McBean

Zu düster und negativ …

Gibt es etwas Schlimmeres für eine Mutter als den Tod des eigenen Kindes?
Was kann man tun gegen die Vorwürfe, die man sich selbst macht?
Rebecca wollte unbedingt zu ihrem Vater und ist getrampt, hat ihrer Mutter noch auf den Anrufbeantworter gesprochen, das sie ein Typen mit einer besonderen Tätowierung mitnehmen will…
Nun ist sie tot und ihre Mutter will den Fahrer finden, unbedingt, koste es, was es wolle.
So steht sie Tag für Tag an der Straße, bereit, zu jedem Mann in den Wagen zu steigen, immerhin könnte er ja derjenige mit der Tätowierung sein.
Und es sind viele merkwürdige Menschen unterwegs …

Nach dem Klappentext und den vielen positiven Bewertungen dachte ich mir, hey, das Buch könnte etwas für dich sein, aber miestens kommt es eben anders, als man denkt, denn der erwartete Knaller war es nicht, ich hatte mir etwas anderes erhofft.
Viele schreiben, es wäre sehr brutal und emotional, dem kann ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist es nicht nett, was der Mutter auf ihrer endlosen Reise den Highway rauf und runter passiert, Mitleid hatte ich mit ihr jedoch nicht, immerhin hat sie sich freiwillig in all diese Situationen begeben, es teilweise sogar darauf angelegt.
Sie war die ganze Zeit über abgestumpft und gefühlskalt, ja ich weiß, genau das will uns der Autor zeigen, die Abwärtsspirale, der immer weiter fortschreitende Verfall, aber für mich war das einfach nix, auch wusste ich bei einigen Kapiteln nicht, wie ich sie überhaupt einordnen sollte, denn sie trieben die Handlung nicht wirklich voran, waren eher eine Art Lückenfüller.
Was es mir dann endgültig vermasselt hat, war das Ende.
Ich fand schon die Zufallsbegegnung mit dem „Bösewicht“ nicht so berauschend, aber als dann die alte „zu Gott gefunden“- Leier kam, war es bei mir vorbei.
Nein, ich will das Buch nicht schlechtreden, es hat mich durchaus unterhalten, wenn man das so nennen kann.
Aber der Überflieger war es eben nicht und wäre das für mich völlig verkorkste Ende nicht gewesen, hätte ich mich durchaus zu 4 Sternen durchringen können.

(Rezension vom 05.06.2014)

• Titel:                                     “Die Mutter“

• Autor:                                    Brett McBean

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           368 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-67624-4

 Genre:                                  Psychothriller

• Bewertung:

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„Puls“ – Stephen King

Bei Anruf Tod …

Das Ende der Zivilisation beginnt mit einem Handyklingeln.
Clayton, geschäftlich in Boston, kauft sich gerade ein Eis, als die Menschen um ihn herum komplett durchdrehen und sich gegenseitig abschlachten.
In Sorge um Frau und Sohn macht er sich mit einigen Anderen auf den Weg nach Hause, in der Hoffnung, dass beide dem todbringendem Klingeln noch nicht zum Opfer gefallen sind.
Während der Reise stößt die Gruppe immer wieder auf „Handy-Zombis“, die sich in Horden zusammenfinden und gemeinsam agieren.
Das Schlimmste jedoch ist, sie scheinen sich weiterzuentwickeln…

Eigentlich tut es mir in der Seele weh, einem King nur 2 Sterne zu geben, aber von all seinen Büchern, die ich gelesen habe, ist dies für mich mit Abstand das schlechteste.
Dabei ist die Idee mit dem Handy als Killer der menschlichen Rasse gar nicht mal so schlecht, wer weiß schon, wohin die Technik uns noch führt, aber an der Umsetzung ist er  kläglich gescheitert.
Ja das Buch ist blutig, aber irgendwie wiederholt sich das Ganze immer und immer wieder.
Ein anderer Kritikpunkt für mich ist, dass ich zu keinem der Protagonisten wirklich eine Beziehung aufbauen konnte, ganz anders als bei dem kleinen Danny Torrance aus „Shining“ oder dem taubstummen Nick aus „The Stand“, sie waren mir einfach egal und ich habe nur darauf gewartet, wann der nächste von ihnen ins Gras beißt.
Dass am Ende offen bleibt, was aus Clay und seinem Sohn wird, damit hätte ich noch leben können, aber wer hat die Anrufe getätigt?
Und aus welchem Grund?
Wer oder was steckte hinter allem und warum haben sich die Schwärme weiterentwickelt?
Bekamen sie jede Nacht ein verbessertes Update aufgespielt um Schritt für Schritt etwas Menschlichkeit zurückzubekommen und wer hätte überhaupt Interesse daran?
Keine Antworten und dafür viele Fragen.
Ich erinnere mich an kein Buch, das mich in den letzten Jahren so unbefriedigt zurückgelassen hat.
Sorry Mr. King, aber mehr als 2 Sterne sind dafür einfach nicht drin.

(Rezension vom 15.05.2014)

• Titel:                                     “Puls“

• Autor:                                    Stephen King

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           557 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-56509-8

 Genre:                                  Horror

• Bewertung:

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