„Ein Blick in die Hölle – Buch 4“ – Wade H. Garrett

Ja, ich gebe es zu, ich habe es etwas schleifen lassen, denn der gute Seth ist schon etwas länger wieder zurück, aber bis jetzt bin ich einfach nicht dazu gekommen, ihm erneut Gesellschaft zu leisten, dabei weiß er immer gut zu unterhalten.

Diesmal begleite ich Seth jedoch zur Abwechslung mal nicht in seinen Keller, sondern auf einen Road-Trip der ganz besonderen Art, denn der Todesengel hat einen Begleiter.
Wyatt, der eigentlich Journalist ist, will dem FBI dabei helfen, Seth endlich dingfest zu machen, während er sich mit ihm trifft, soll das Gebäude gestürmt werden, aber natürlich kommt alles anders, denn Seth hat, wie immer, bereits vorgeplant.
Und so landet der Schreiberling auf seinem Beifahrersitz, anfangs noch etwas ängstlich, immerhin hat er einiges über die brutalen Morde und Folterungen seines Reiseführers gelesen.
Aber er ist eben auch Journalist, verdammt neugierig und wittert eine gute Story.
So kommt es, wie es kommen muss, auch wenn er sich bei Seths Erzählungen manchmal fast übergeben muss, so erkennt er doch recht schnell, dass er vor ihm keine Angst haben muss, da er sich nur an den Leuten austobt, die es verdient haben, seien es nun Mörder, Vergewaltiger oder Tierquäler.
Die haben allerdings nichts zu lachen, denn ihr Peiniger verfügt über einen schier grenzenlosen Vorrat an grausamen Foltermethoden…

Ja, so hart es kling, aber zwischen all dem Gedärm und den abgehackten Gliedmaßen muss man tatsächlich grinsen und sei es nur, weil Seth mal wieder betont, was für ein netter Kerl er doch ist und dass alle, an denen er sich vergreift, es wirklich verdient haben.
Die trockene Art und Weise, auf die er seine Taten schildert, ist einfach unbezahlbar und selbst wenn es noch so böse und brutal ist, man muss einfach Lachen, ich zumindest, aber ich hab ja bekanntlich einen dreckigen Humor…^^
Außerdem sind Wyatt und Seth ein tolles Paar, der Schreiber, der immer neugieriger auf sein Gegenüber wird, mehr über Morde, Opfer und Motive erfahren will und der Killer, der einfach zu gerne über seine Taten plaudert, so ergänzen sich die beiden fast perfekt.
Eins hat mich aber dennoch gestört, warum zum Teufel ist man immer wieder so schwanzfixiert?
Kann nicht einmal irgendetwas ablaufen ohne sich am besten Stück des Mannes zu vergreifen, sonst ist man doch auch so fantasievoll.^^
Apropos, warum nur muss ich bei dem Cover immer an Silent Hill denken?
Und das von Teil 3 erinnert mich an Jeepers Creepers, oh man, ich schaue definitiv zu viele Horrorfilme.^^
Egal, bevor ich abdrifte, bekommt Seth für seine Racheaktionen von mir 4,5 von 5 Blutlachen, und Leute, denkt daran, könnt ihr kein Blut sehen, lasst die Fingerchen von der Reihe…

• Autor:                                    Wade H. Garrett

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           443 Seiten

• ISBN:                                      keine – Festa Extrem

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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„Missetaten“ – Andrea Reinhardt

Und Gott sprach…

Nachdem ich „Teufelseltern“ verschlungen habe, dachte ich, warum nicht gleich mit dem Nachfolger weitermachen.
Der steht dem ersten Band in nichts nach, diesmal geht es um eine andere Opfergruppe, die allerdings nicht weniger wehrlos ist als die Kinder im ersten Teil…

Ein alter Mann entdeckt beim Spaziergang mit seinem Hund eine Blutspur im Schnee und an deren Ende eine übel zugerichtete Leiche, der Mann wurde förmlich aufgeschlitzt, ein Stück entfernt wird sein Darm gefunden.
Da Natalie nach ihrer Verletzung noch nicht wieder voll einsatzfähig ist, bekommt ihr Partner Alex einen anderen Kollegen an die Seite gestellt, mit dem er sich sofort in die Ermittlungen stürzt.
Das Opfer ist schnell identifiziert, liegt doch seine Brieftasche direkt neben ihm und ein Zettel mit der Aufschrift: „Gott hat nicht verziehen. Er hat seine Missetaten geleugnet.“
Wie sich herausstellt, ist der Tote auf dem Weg zum Arzt verschwunden, wird schon seit mehreren Monaten vermisst und bleibt nicht das einzige Opfer…

Im zweiten Teil der Natalie Bennett Reihe spielt die nicht unbedingt die Hauptrolle, natürlich steht der Fall im Vordergrund und an dem arbeitet sie ja nicht so wirklich mit, dafür schlägt sie sich jedoch mit ganz anderen Problemen herum.
Ist sie nach all den Vorfällen überhaupt stabil genug, um wieder zu arbeiten?
Und dann ist da noch die Sache mit ihrem Mann, von der sie noch nichts weiß.
Alex wartet auf den richtigen Moment, denn irgendwann muss sie die Wahrheit erfahren…

Waren in „Teufelseltern“ noch Kinder die Leidtragenden, so trifft es auch diesmal wieder eine bestimmte Gruppe, die gequält und gefoltert wird, allerdings spielt das Alter keine Rolle, von der über 60-jährigen Frau bis zum 12-jährigen Kind ist alles vertreten und auch hier lässt einen das Gewaltpotential und auch das Motiv des Täters wieder schlucken.
Und wenn man von Anfang an zu wissen glaubt, wer hinter all diesen Morden steckt, sollte man sich nicht zu sehr auf sein Gefühl verlassen, denn manchmal kommt alles anders…
Auch diesmal passt das Cover wieder perfekt zum Buch, wer es gelesen hat, weiß warum, alle anderen können sich später einen Reim darauf machen.

Lange Rede, kurzer Sinn, Andrea Reinhardt hat mich auch diesmal wieder überzeugt und räumt 4 von 5 Blutlachen ab, während ich gespannt auf eine Fortsetzung warte.

• Autor:                                    Andrea Reinhardt

• Verlag:                                  tredition

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           272 Seiten

• ISBN:                                      978-3746938998

 Genre:                                   Thriller

• Bewertung:

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„Bloody Pain“ – Elli Wintersun

Love it or hate it…

Wer Elli kennt, dem ist klar, dass sie in ihrem ersten eigenen Buch klotzen wird, anstatt zu kleckern, man sollte also wissen, worauf man sich einlässt, bevor man zu „Bloody Pain“ greift, für jeden ist es ganz sicher nicht geeignet.
Das geht schon beim Cover los, ein lasziv gekleidetes Mädchen spielt mit einem Schokoladenmännchen, nun ja, ein blutiges Steak hätte das Ganze wohl noch etwas deutlicher gemacht.^^
Aber zurück zum Inhalt, denn der ist auch nicht ohne.
Elli serviert uns 3 Kurzgeschichten, in der ersten treffen wir „Mari“, die es im Leben nicht leicht hat.
Von ihren kleinwüchsigen Eltern gedemütigt und gequält, gelingt ihr nach Jahren endlich die Flucht, nur um später einem irren Frauenhasser auf den Leim zu gehen, der ihr eigentlich bei der Erfüllung ihres Lebenstraumes helfen sollte.
Doch stattdessen sitzt sie nun in seinem Keller fest und muss um ihr Leben fürchten…

„Rotläppchen im Schimmerwald“ ist eigentlich ein Märchen, aber absolut ungeeignet für Kinder, denn überall treiben sich paarungswillige Waldbewohner herum und inmitten .
Für mich persönlich das Highlight des Buches, allein schon, weil ich die Idee dahinter total witzig finde und die Beschreibung des Lebens im Wald von sehr viel Fantasie zeugt.
Vielleicht gefällt es mir aber auch nur, weil ich Poison Ivy mag, böse Mädels sind halt die geilsten…

Der letzte Durchgeknallte ist „Der Fleischsammler“, der nach einem Unfall, den er übrigens selbst verursacht hat, auf eine junge Frau trifft, die er mit nach Hause nimmt, allerdings nicht, um sich um sie zu kümmern, wobei, auf seine eigene Art irgendwie schon.
Und so blüht er auf und hat schon bald ein neues Hobby, irgendwie muss man die Zeit ja totschlagen und wenn dabei noch etwas kreatives rauskommt, macht es das Ganze natürlich noch einen Zacken besser…

Wie schon erwähnt, „Bloody Pain“ ist Ellis erstes eigenes Buch und dafür hat sie sich wirklich wacker geschlagen.
Es fließen literweise Blut und andere Körperflüssigkeiten, aber ab und an kann man sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen, genau das hab ich erwartet und wurde nicht enttäuscht.
Natürlich ist das keine hochtrabende Literatur und auch einen perfekt ausformulierten Schreibstil sucht man vergebens, aber hey, dafür hat es Charme und weiß zu unterhalten, was will man mehr?

Und Elli, meine Schwester im Geiste, du weißt, ich mag dich unheimlich gern, aber irgendwo eingesperrt möchte ich mit dir nicht sein, da geb ich mir doch lieber die Kugel… 😉

• Autor:                                    Elli Wintersun

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           154 Seiten

• ISBN:                                      978-3959570411

 Genre:                                   Horror, Kurzgeschichten

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„Teufelseltern“ – Andrea Reinhardt

Emilia hat keine schöne Kindheit und das ist noch geprahlt.
Ihr Vater ist ein starker Trinker, der Sauftouren nicht abgeneigt ist und danach ganz gerne mal handgreiflich wird, in jeder Hinsicht.
Doch auch die Mutter ist keinen Deut besser und lässt den Frust über ihren Mann nur zu gerne an dem 13-jährigen Mädchen und ihren zwei jüngeren Geschwistern aus, Essen gibt es selten, dafür jede Menge Schläge und Misshandlungen rund um die Uhr.
Als Emilia eines abends wieder einmal Schmerzensschreie aus dem Zimmer ihrer Geschwister hört, fasst sie den Entschluss, endlich zu fliehen und Hilfe zu holen, denn so kann es nicht mehr weitergehen.
Damit jedoch setzt sie eine Kettenreaktion in Gang…

Natalie Bennett ist Sonderermittlerin beim FBI und nach einer etwas längeren Auszeit gerade in ihr altes Team zurückgekehrt.
Sie hat eine schwere Zeit hinter sich, denn ihr kleiner Sohn wurde während eines Ausfluges mit seinem Vater zum Spielplatz entführt und erst nach einigen Wochen tot im Gebüsch gefunden, Trost fand Natalie jedoch nicht bei ihrem Mann, sondern im Alkohol.
Nun hat sie sich endlich wieder aufgerappelt, doch gleich der erste Fall droht sie wieder in den Abgrund zu reißen, denn ausgerechnet aus der Klinik ihres Ex-Mannes wird ein kleiner Junge entführt, so alt, wie ihr Sohn jetzt wäre.
Am Tag darauf verschwindet eine weitere kleine Patientin und wieder gibt es keine Spur…

„Teufelseltern“ ist Andrea Reinhardts Debüt und ein sehr gelungenes noch dazu, allerdings nicht für jeden empfehlenswert, muss man auch einiges wegstecken können, denn alles dreht sich um Gewalt gegen Kinder und damit ist nicht mal eben der Klaps auf den Po gemeint.
Was die kleinen Wesen so erdulden müssen, ist schon hart an der Grenze und hat mich einige Male wirklich schlucken lassen.
Wie können Eltern nur so grausam zu ihren eigenen Nachkommen sein?
Gerade als Mutter doch ein sehr bedrückendes Thema.
Aber muss man darauf auch so detailliert eingehen?
Von meiner Seite aus ein deutliches ja, denn solche Dinge passieren vor unseren Türen tagtäglich, man kann gar nicht genug darauf aufmerksam machen und versuchen, die Leute dazu zu bringen, eben nicht wegzusehen, wenn sie bestimmte Anzeichen erkennen.
Dass den Leser keine friedvolle Geschichte erwartet, erkennt man bereits am Cover und wer das Buch gelesen hat, weiß auch, dass das sehr treffend gewählt ist.

„Teufelseltern“ ist übrigens der erste Teil einer Reihe um die Ermittlerin Natalie Bennett, die auch ohne diesen grauenvollen Fall ihr Päckchen zu tragen hat.
Sie und ihr Team wirken durchaus sympathisch und ich bin gespannt, was mich wohl im zweiten Band „Missetaten“ erwartet.
Für den fesselnden Start gibt es von mir jedenfalls schon mal 4 von 5 Blutlachen…

• Autor:                                    Andrea Reinhardt

• Verlag:                                  tredition

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           277 Seiten

• ISBN:                                      978-3743981096

 Genre:                                   Thriller

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„Sind Tote immer leichenblass?“ – Michael Tsokos

In „Sind Tote immer leichenblass?“ klärt Michael Tsokos über die 40 häufigsten Irrtümer der Rechtsmedizin auf.
Durch Serien wie „CSI“, „Criminal Minds“, „Crossing Jordan“ oder schlicht und ergreifend unseren guten alten Tatort meint man, alles oder zumindest viel über die Arbeit im Sektionssaal zu wissen, doch einige Dinge beruhen schlicht und ergreifend einfach nur auf der Fantasie der Drehbuchschreiber.
Wer also meint, dass Angehörige ihre Verstorbenen irgendwo im Keller auf einem Metalltisch identifizieren, Serienkiller und Ermittlungsarbeit zum Beruf gehören, Rechtsmediziner verbohrte, griesgrämige Einzelgänger sind, die bei der Obduktion Musik hören und genüsslich ihr Frühstück vertilgen, der hat wohl zu viel „Quincy“ & Co. gesehen, denn der Alltag sieht doch etwas anders aus…

Lockere Unterhaltung sollte man nicht erwarten, denn das Werk ist ein Fachbuch, auch wenn die Fakten dem Otto Normalverbraucher natürlich relativ einfach nähergebracht und ab und an mal durch eine kleine Anekdote aufgeheitert werden.
Jedem Kapitel ist als Überschrift eine Feststellung vorausgestellt, die dann im Laufe des Abschnittes widerlegt oder doch zumindest verbessert wird und so bekommt man nach und nach zumindest einen kleinen Einblick in den Alltag der „Gerichtsmediziner“ (wenn das jetzt einer liest, lande ich bestimmt auf dem Obduktionstisch^^).
Wer sich für diese Materie interessiert, ist mit dem Buch gut bedient, dafür gibt es von mir 4 von 5 Blutlachen, denn das ist voll und ganz mein Thema, man lernt ja bekanntlich nie aus und wer weiß schon, wozu man das Fachwissen mal gebrauchen kann…

• Autor:                                    Michael Tsokos

• Verlag:                                  Droemer

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           187 Seiten

• ISBN:                                      978-3-426-27700-3

 Genre:                                   Fachbuch / Ratgeber

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Wohnzimmerkonzert Lee MacDougall, 02.02.2019

Zu viel Bowle und eine demolierte Badtür …

Ja, jeder sollte das einmal mitgemacht haben, ein ganz kleines Privatkonzert inklusive Gänsehautfeeling und Quasselrunde.
Lee MacDougall haben wir auf den beiden Roxette Konzerten für uns entdeckt, wo er als „Vorband“ (ja ich weiß, einer allein ist keine Band, pfff, na und…^^) aufgetreten ist, gute Stimme auch ohne das ganze Technikgedöns und mal ein erfrischend anderer Auftritt, ich persönlich mag ja Engländer, die sich an der deutschen Sprache versuchen, irgendwie klingt das toll.
In Berlin hatten wir kurz geredet und uns mit CDs eingedeckt und nachdem Eventim uns ja bei den Rammstein-Tickets einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und wir wussten, dass man Lee auch für ein Wohnzimmerkonzert buchen kann, haben wir kurzentschlossen die Gelegenheit beim Schopfe gepackt, irgendwie muss man das eingesparte Geld ja schließlich auch unters Volk bringen^^.

Also hab ich Lee angeschrieben, wir haben uns auf einen Termin geeinigt,das Organisatorische geklärt und ein Hotelzimmer gleich um die Ecke gebucht, alles völlig problemlos.
Ein paar Zuschauer waren auch schnell organisiert und so kam der Termin immer näher und die Aufregung wurde größer.
Man macht sich ja vorher immer die üblichen Gedanken, geht alles gut, kommen die Leute, reicht das Essen, die Getränke, hach ja, das kennt sicherlich jeder.
Nachmittags haben wir uns zusammengesetzt, das Essen vorbereitet und gewartet auf die Gäste und natürlich auf unseren Ehrengast.
Als der dann nur mit seiner Gitarre im Schlepptau eintraf, war ich komischerweise gar nicht mehr so aufgeregt, allerdings muss ich dazu sagen, die Bowle war stark, beim nächsten Mal fliegt die definitiv aus dem Programm und da wir auf einen vereinzelten Herren etwas länger warten mussten, ging es später los, als ursprünglich geplant, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat.
Ich muss sagen, so ein Konzert in kleiner Runde ist schon etwas ganz anderes, die Akustik, die Nähe zum Künstler, der gegenseitige Austausch, (ja, ich bin heute wieder hochtrabend, lach) das alles ist schon etwas ganz Besonderes, erst recht, wenn man einen so sympathischen Typen wie Lee MacDougall zu Gast hat, der nebenbei natürlich auch über seinen Künstleralltag plauderte und natürlich mit Gitarre und Stimme zu überzeugen wusste, es geht eben doch nichts über eine Akustiksession.
Und mal abgesehen von mir eingesperrt im Bad dank einer verklemmten Badtür, die eigentlich längst ausgetauscht sein sollte, lief alles erstaunlich glatt, aber so bekam wenigstens auch Lee eine kleine Show geboten, das gibt es sicherlich auch nicht alle Tage.
Das einzige Manko an diesem Abend: er war leider viel zu schnell um und das geplante Konzert hier in der Moritzbastei zu meinem Geburtstag musste Lee aufgrund gesundheitlicher Probleme absagen, aber mit einer Influenza A gehört man definitiv ins Bett, ich hoffe nur, der arme Kerl hat sie sich nicht hier eingefangen.

Katrin, Daniela, danke für eure Unterstützung (wie ihr seht, hab ich mir eure Fotos und Videos gemopst, aber das wisst ihr ja) und Lee, ich hoffe, du bist bald wieder auf den Beinen, wir warten auf den Nachholtermin.
Wie heißt es doch so schön: Nach dem Konzert ist vor dem Konzert, in diesem Sinne, see you all…

Ach und bevor ich es vergesse, kauft alle die CD, lehnt euch zurück und geniest die Musik.^^

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„Gehetzt“ – Dean Koontz

Meine zweite Lovelybooks Leserunde in diesem Jahr stand ganz im Zeichen von Dean Koontz, einem Autor, von dem ich früher einige Werke gelesen habe, der dann bei mir aber über die Jahre irgendwie in Vergessenheit geraten ist, umso neugieriger war ich natürlich auf sein neuestes Werk.
Das Cover weiß zu gefallen, schlicht in Schwarz, Rot und Weiß gehalten, hat man keine Ahnung, was einen wirklich erwartet, ich persönlich mag so etwas ja.
Außerdem passt es perfekt zum ersten Teil, den ich übrigens bis jetzt noch nicht gelesen habe, aber das werde ich nachholen.
Aber kommen wir zum Wichtigstem, dem Inhalt.

Wie bereits erwähnt, habe ich den ersten Band „Suizid“ (noch) nicht gelesen und mal wieder zu spät mitbekommen, dass es sich um den zweiten Teil der Reihe um Jane Hawk handelt und „Gehetzt“ natürlich auf den Geschehnissen in „Suizid“ aufbaut.
Allerdings waren meine nicht vorhandenen Vorkenntnisse nicht wirklich schlimm, einmal kurz nach der Inhaltsangabe googlen und sofort war ich im Bilde.
Natürlich sagte mir der eine oder andere Name nichts, aber das wird sich bald ändern, nötig, um der Handlung zur folgen, ist der Vorgänger nicht unbedingt, empfehlenswert aber schon… 🙂

Lange Rede, kurzer Sinn, als allererstes treffen wir auf Cora Gundersun, eine Lehrerin, überall beliebt, aus gesundheitlichen Gründen gerade nicht im Schuldienst tätig.
Sie teilt ihr Leben mit ihrem Hund und hofft darauf, recht bald zu „ihren“ Kindern zurückkehren zu können, zwischenzeitlich scheint sie allerdings neben sich zu stehen und sogar ihr geliebter Vierbeiner merkt, dass da irgendetwas nicht stimmt.
Und tatsächlich hat die liebevolle, verantwortungsbewusste Cora auf dem Rücksitz ihres Autos Benzin und Zündhölzer gebunkert, und das zu tun, was ihr eine Stimme in ihrem Inneren zuflüstert.
So wird die allseits beliebte Lehrerin mit ihrem Auto zu einem glühenden Feuerball, der mitten in die Wiedereröffnungsfeier eines Hotels rast und fast 50 Menschen, unter ihnen auch ein Gouverneur, das Leben kostet.
Während sie nun für alle eine Mörderin ist, kommen dem Sheriff der Kleinstadt, Luther Tillman, doch einige Bedenken und er beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, keine gute Idee…
Zur selben Zeit liegt die ehemalige FBI Agentin Jane Hawk auf der Lauer im Hause eines Journalisten, von dem sie sich Hilfe erwartet, noch immer befindet sie sich auf einem Rachefeldzug, will den Tod ihres Mannes rächen und die Machenschaften der Leute aufdecken, die Menschen zu ihren willenlosen Werkzeugen machen und zu bestimmten Handlungen zwingen.
Doch Jane muss vorsichtig sein, denn ihr Eingreifen hat sie bereits zur meistgesuchten Person in den USA gemacht, sie braucht also dringend Verbündete.

Ja, „Entsetzt“ weiß zu fesseln, auch ohne Vorkenntnisse, man fiebert mit Jane Hawk mit, die anfangs einfach nur eine Art Superwoman zu sein scheint, im Laufe des Buches aber immer menschlichere Züge annimmt, besonders, wenn ihr kleiner Sohn ins Spiel kommt.
Mein Lieblingsprotagonist ist allerdings Luther, dem die ganze Geschichte in seinem kleinen Städtchen von Anfang an spanisch vorkommt.
Er beginnt, tiefer zu graben und bringt damit sich und seine Familie in Gefahr, was ihm durchaus bewusst ist.
Natürlich muss er so im Laufe seiner Suche auf Jane treffen und die beiden bilden das perfekte Paar, rein ermittlungstechnisch natürlich.
Ich muss sagen, mit seinen Protagonisten hat Dean Koontz ganz meinen Geschmack getroffen, gerade kleinere Nebenfiguren, wie zum Beispiel Grandpa Bernie, wissen zu überzeugen und lockern das rasante Geschehen etwas auf, dafür gibt es 4,5 von 5 Blutlachen.

• Autor:                                    Dean Koontz

• Verlag:                                  HarperCollins

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           544 Seiten

• ISBN:                                      978-1720929499

 Genre:                                   Thriller

• Bewertung:

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„Road’s End“ – Simone Trojahn

„It’s the end of the world…“

Dass es mit der Welt mal kein gutes Ende nehmen wird, ist ja nichts Neues, gerne greift man da nach einer Seuche oder einem Virus, die mal eben fast die gesamte Bevölkerung ausrotten.
Auch Simone Trojahn hat sich mit „Road’s End“ nun diesem Thema gewidmet und lässt uns auf ihre eigene, ganz spezielle Weise am Überlebenskampf teilhaben.
Ja, ich war gespannt auf dieses Buch, vor allem, da ein bereits liebgewonnener Charakter mal wieder mit von der Partie ist, Fred Manson, den man nach seinen Abenteuern einfach ins Herz schließen muss.

Nach den Ereignissen in „Bis zum sechsten Tag“ hat Fred ein Mädchen getroffen und ist in New York seßhaft geworden.
Die Beziehung steht allerdings unter keinem allzu gutem Stern, vor allem, nachdem er seine Arbeit verloren hat und nur noch zu Hause rumgammelt, während Sandy sich für die Miete abrackert.
Kurzum, die guten Zeiten sind vorbei, der Rausschmiss aus der schäbigen Wohnung steht vor der Tür und Sandy will die Trennung, aber erstmal entschwindet sie zur Arbeit und Fred in den Tiefschlaf.
Als er wieder erwacht, tobt draußen das Chaos, Sirenen, Schreie und viele merkwürdige Sprachnachrichten von seiner Freundin über Leute, die bluten und sterben.
Im Fernsehen ist die Rede von einem Terroranschlag mit einem mysteriösen Virus, dass die Menschheit dahinrafft.
Sandy schafft es zwar nach Hause, weist aber bereits Krankheitssymptome und stirbt wenig später, dann fühlt sich auch Fred schwach, doch er überlebt und weiß, er muss raus aus New York, wo sich die Toten inzwischen stapeln.
Auch Jackson ist einer der Überlebenden, er war schon immer ein Macher, hatte viele Frauen, die für ihn anschaffen gingen und er ist sich sicher, er ist noch da, weil er zu Höherem berufen ist, er hält sich für den geborenen Anführer und begibt sich auf die Suche nach Fußvolk.
Sam hingegen hat Frau und Kinder begraben und fühlt sich persönlich schuldig an ihren Tod und will Buße tun, denn er hat seine Familie betrogen.
Auch Jess ist nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester auf der Suche nach Gesellschaft…

Nein, „Road’s End“ ist nichts für Zartbesaitete, es geht ums Überleben, um Grauen und Demütigung, um blinden Gehorsam, Auflehnung und Bestrafung, kurzum, alles das, was es schon immer gab und wohl auch weiter geben wird, man findet sich damit ab und überlebt oder zerbricht daran.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und durchaus glaubhaft, der herrschsüchtige Jackson, der es gewohnt ist, das Sagen zu haben, Sam, der sich schuldig fühlt und so zum fast perfekten Handlanger wird, Jess, die eigentlich noch viel zu jung ist, um all das zu ertragen und schließlich Fred, der in seinem bisherigen Leben auf der Straße ja schon so einiges mitgemacht hat, aber diesmal gerät er an seine Grenzen.
Das Cover ist Geschmackssache, meinen trifft es diesmal nicht so ganz, liegengebliebene Taxis auf einer verstopften Straße beschreiben die Ausgangssituation zwar ganz gut, allerdings erinnert mich das viele Grün irgendwie ein bisschen an den Dschungel und ist es nicht auch die Farbe der Hoffnung?
Absicht oder Zufall?
Egal, für Fred und seinen Road-Trip gibt’s von mir 4 von 5 Blutlachen und eine Leseempfehlung für die, die mit Demütigung und körperlicher Gewalt kein Problem haben, der Rest sollte lieber die Finger davon lassen…

• Autor:                                    Simone Trojahn

• Verlag:                                  CreateSpace Independent Publishing

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           384 Seiten

• ISBN:                                      978-1720929499

 Genre:                                   Dystopie, Endzeit-Thriller

• Bewertung:

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„Blutzoll“ – Matthias Ramtke

Wenn Brüder zu Gegnern werden oder: Geschwisterrivalität vom Feinsten …

Ich muss gestehen, ich habe zwar schon einige Bücher aus dem Amrûn Verlag gelesen, aber noch keins aus der Zombie Zone Germany Reihe und da ich ja bekanntlich gerne mal für was Neues zu haben bin, kam mir das Rezensionsexemplar natürlich sehr gelegen.

Da ich die anderen Bände nicht kenne, ja, Asche auf mein Haupt, habe ich keine Ahnung, ob der Ausbruch des Zombievirus irgendwo genauer beleuchtet ist, hier jedenfalls wird man mitten ins Geschehen geworfen, ohne große Erklärungen.
Wir starten unseren Ausflug in das zombieverseuchte Deutschland an Viktorias großem Tag, endlich wird sie ihren Ben heiraten, sie ist wunderhübsch und glücklich bis ein merkwürdiger Fremder auf der Party auftaucht und das gesamte Fest ruiniert.
Danach gibt es kein geordnetes Leben mehr und auch die stolze Braut hat sich verändert, ihr Mann Benjamin und Schwager Niklas hingegen können sich retten.

Die Zeit geht ins Land, Ben und Niklas haben ein paar Leutchen um sich geschart und aus Hohenstein mit dem Sachsenring, auf dem schon lange keine Rennen mehr stattfinden, ist Eden geworden, Eden, der passende Name für eine Zuflucht.
Doch längst läuft nicht mehr alles so wie noch zu Beginn.
Die beiden Brüder haben ihre Stadt unter sich aufgeteilt, während in Niklas‘ Stadtteil gehandelt wird und der sich einen gewissen Luxus gönnt, wissen die Leute auf der anderen Seite nicht, wie sie über den Winter kommen sollen und als ein alter Mann für sich und seine Frau etwas zu Essen stiehlt, wird er grausam bestraft.
Niklas und Ben haben sich entzweit, es gibt kein Gemeinschaftsgefühl mehr und auch keine Bruderliebe, jeder macht sein Ding und ist wütend auf den anderen, Niklas, weil das einzige Ziel seines Bruders ist, seine Frau zu finden und zu heilen und Ben, weil sein Bruder sich feiern lässt für Dinge, die die Einwohner eigentlich ihm verdanken.
Anstatt an einem Strang zu ziehen, sabotiert man sich gegenseitig, während vor den Toren die Gefahr lauert…

Mit Zombies ist das bei mir ja immer so eine Sache, an vielem hat man sich einfach sattgesehen, aber in Matthias Ramtkes „Blutzoll“ spielen die verfressenen Gesellen ja eher eine untergeordnete Rolle.
Zwar dreht sich alles um die anhaltende Bedrohung, aber doch eher im Hintergrund denn der Kampf der beiden Brüder nimmt ziemlich viel Raum ein.
Allerdings weiß ich nicht wirklich, wer der beiden der Sympathischere ist.
Niklas ruht sich auf seinen Lorbeeren aus und lässt überall den großen Macker raushängen, während Benjamin besessen davon ist, seine infizierte Frau Victoria zu finden und zu heilen, koste es, was es wolle.
Das Zeug zum Anführer jedenfalls haben beide mit ihren Egotrips nicht und das müssen die anderen ausbaden, Geschwisterrivalität von der unschönen Seite…
Das Cover finde ich ebenfalls sehr gelungen, wer das Buch gelesen hat, weiß auch, warum ausgerechnet ein Zug selbiges schmückt.
Alles in allem für mich ein sehr gelungener Einstieg, nun muss ich mir nur noch die restlichen Bücher zulegen.
Fazit: 4 von 5 Blutlachen, gern mehr davon.

• Autor:                                    Matthias Ramtke

• Verlag:                                  Amrûn

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           202 Seiten

• ISBN:                                      978-3-95869-269-5

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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„Hellraiser – Höllengeläut“ – Mark Allen Miller

Wo zum Geier sind die Zenobiten … ;(

Der gute alte Nagelkopf, wer kennt und liebt ihn nicht…
Ich jedenfalls war gespannt und voller Vorfreude auf einen kleinen Ausflug zu den Zenobiten, die mir meine Jugend versüßt haben.

„Hellraiser – Höllengelaut“ von Mark Miller enthält 4 Kurzgeschichten und gleich die erste ist auch der Titelgeber des Buches und verrät uns, was aus der guten Kirsty geworden ist, die sich inzwischen seit fast 30 Jahren auf der Flucht befindet.
Sie weiß, dass sie immer noch beobachtet wird, aber eine Nachricht bringt sie dazu, sich ihrem ewig währenden Albtraum erneut zu stellen.
In der Zusammenfassung klingt das ganz spannend, allerdings hat mich die Story nicht wirklich begeistert, bin ich ein Freak, wenn ich bei Hellraiser an Blut, Würfel und missgestaltete Kreaturen denke?

Nun gut, vielleicht trifft ja Geschichte Nummer zwei, „Roter Appetit“, eher meinen Geschmack.
Hier erwartet uns ein „Mann“, der menstruierende Frauen zum Fressen gern hat, gewöhnungsbedürftig und für mich nicht wirklich eine Hellraiser-Story, auch wenn der Protagonist, nun ja, lest selbst …

Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.
„Nistverhalten“ ist als nächstes an der Reihe und da geht es um eine Frau, die nach einem schweren Unfall seltsame Gelüste verspürt…

Last but not least „Die Spelunke“, ein Mann geht in eine Bar, die ihm vorher nie aufgefallen ist, stellt fest, dass sich da wohl nur Monster im wahrsten Sinne des Wortes besaufen und zieht zusammen mit einem Roboter und einem Satyr los.
Klingt merkwürdig, ist es auch, ich hab ehrlich gesagt keinen Schimmer, was das mit Zenobiden & Co. zu tun hat.

Ja, das Cover von Timo Wuerz lässt einen schon in die richtige Stimmung kommen und ich habe mich auf Pinhead und ein paar seiner Begleiter gefreut, leider blieb es dann allerdings auch bei der Vorfreude, denn so richtig in Gruselstimmung konnte mich keine der 4 Geschichten versetzen, eher hab ich mich gefragt, ob ich irgendwas verpasst habe oder einfach mal wieder mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen bin.
Wie bereits oben erwähnt, Hellraiser ist für mich Würfel, Blut und Qual, aber keine mordenden Satyre oder frauenvernaschende Zwischenwesen.
Und so ist meine Bewertung diesmal auch recht ernüchternd, 3 von 5 Sternen und die gibt’s auch nur, weil Timo so gute Arbeit geleistet hat.
Dem einen oder anderen mag dieses Buch bestimmt Freude bereiten, wenn er gedanklich nicht so festgefahren ist wie ich.
Habe ich übrigens schon mal erwähnt, , was ich persönlich mit Hellraiser verbinde?
Nein? …

• Autor:                                    Mark Allen Miller

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           206 Seiten

• ISBN:                                      /, Sammlerausgabe

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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