Geschützt: „All die Finsternis inmitten der Sterne“ – Bryn Greenwood

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„Die Mutter“ – Brett McBean

Zu düster und negativ …

Gibt es etwas Schlimmeres für eine Mutter als den Tod des eigenen Kindes?
Was kann man tun gegen die Vorwürfe, die man sich selbst macht?
Rebecca wollte unbedingt zu ihrem Vater und ist getrampt, hat ihrer Mutter noch auf den Anrufbeantworter gesprochen, das sie ein Typen mit einer besonderen Tätowierung mitnehmen will…
Nun ist sie tot und ihre Mutter will den Fahrer finden, unbedingt, koste es, was es wolle.
So steht sie Tag für Tag an der Straße, bereit, zu jedem Mann in den Wagen zu steigen, immerhin könnte er ja derjenige mit der Tätowierung sein.
Und es sind viele merkwürdige Menschen unterwegs …

Nach dem Klappentext und den vielen positiven Bewertungen dachte ich mir, hey, das Buch könnte etwas für dich sein, aber miestens kommt es eben anders, als man denkt, denn der erwartete Knaller war es nicht, ich hatte mir etwas anderes erhofft.
Viele schreiben, es wäre sehr brutal und emotional, dem kann ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist es nicht nett, was der Mutter auf ihrer endlosen Reise den Highway rauf und runter passiert, Mitleid hatte ich mit ihr jedoch nicht, immerhin hat sie sich freiwillig in all diese Situationen begeben, es teilweise sogar darauf angelegt.
Sie war die ganze Zeit über abgestumpft und gefühlskalt, ja ich weiß, genau das will uns der Autor zeigen, die Abwärtsspirale, der immer weiter fortschreitende Verfall, aber für mich war das einfach nix, auch wusste ich bei einigen Kapiteln nicht, wie ich sie überhaupt einordnen sollte, denn sie trieben die Handlung nicht wirklich voran, waren eher eine Art Lückenfüller.
Was es mir dann endgültig vermasselt hat, war das Ende.
Ich fand schon die Zufallsbegegnung mit dem „Bösewicht“ nicht so berauschend, aber als dann die alte „zu Gott gefunden“- Leier kam, war es bei mir vorbei.
Nein, ich will das Buch nicht schlechtreden, es hat mich durchaus unterhalten, wenn man das so nennen kann.
Aber der Überflieger war es eben nicht und wäre das für mich völlig verkorkste Ende nicht gewesen, hätte ich mich durchaus zu 4 Sternen durchringen können.

(Rezension vom 05.06.2014)

• Titel:                                     “Die Mutter“

• Autor:                                    Brett McBean

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           368 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-67624-4

 Genre:                                  Psychothriller

• Bewertung:

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„Puls“ – Stephen King

Bei Anruf Tod …

Das Ende der Zivilisation beginnt mit einem Handyklingeln.
Clayton, geschäftlich in Boston, kauft sich gerade ein Eis, als die Menschen um ihn herum komplett durchdrehen und sich gegenseitig abschlachten.
In Sorge um Frau und Sohn macht er sich mit einigen Anderen auf den Weg nach Hause, in der Hoffnung, dass beide dem todbringendem Klingeln noch nicht zum Opfer gefallen sind.
Während der Reise stößt die Gruppe immer wieder auf „Handy-Zombis“, die sich in Horden zusammenfinden und gemeinsam agieren.
Das Schlimmste jedoch ist, sie scheinen sich weiterzuentwickeln…

Eigentlich tut es mir in der Seele weh, einem King nur 2 Sterne zu geben, aber von all seinen Büchern, die ich gelesen habe, ist dies für mich mit Abstand das schlechteste.
Dabei ist die Idee mit dem Handy als Killer der menschlichen Rasse gar nicht mal so schlecht, wer weiß schon, wohin die Technik uns noch führt, aber an der Umsetzung ist er  kläglich gescheitert.
Ja das Buch ist blutig, aber irgendwie wiederholt sich das Ganze immer und immer wieder.
Ein anderer Kritikpunkt für mich ist, dass ich zu keinem der Protagonisten wirklich eine Beziehung aufbauen konnte, ganz anders als bei dem kleinen Danny Torrance aus „Shining“ oder dem taubstummen Nick aus „The Stand“, sie waren mir einfach egal und ich habe nur darauf gewartet, wann der nächste von ihnen ins Gras beißt.
Dass am Ende offen bleibt, was aus Clay und seinem Sohn wird, damit hätte ich noch leben können, aber wer hat die Anrufe getätigt?
Und aus welchem Grund?
Wer oder was steckte hinter allem und warum haben sich die Schwärme weiterentwickelt?
Bekamen sie jede Nacht ein verbessertes Update aufgespielt um Schritt für Schritt etwas Menschlichkeit zurückzubekommen und wer hätte überhaupt Interesse daran?
Keine Antworten und dafür viele Fragen.
Ich erinnere mich an kein Buch, das mich in den letzten Jahren so unbefriedigt zurückgelassen hat.
Sorry Mr. King, aber mehr als 2 Sterne sind dafür einfach nicht drin.

(Rezension vom 15.05.2014)

• Titel:                                     “Puls“

• Autor:                                    Stephen King

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           557 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-56509-8

 Genre:                                  Horror

• Bewertung:

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Kiefer Sutherland, Berlin, 04.10.2019

Immer noch ein Charmeur …

Feiertag und Betriebsferien sind was Feines, vor allem, wenn man zu einem Konzert will, diesmal stand nach langer Zeit mal wieder Kiefer Sutherland auf der Liste.
Ich glaube, ich erwähnte es schon mal, besonders gute Freunde waren wir damals nicht, in meiner Teeniezeit, eine Freundin war ein totaler Fan und hat mich zu jedem Film mit ins Kino geschleift, glaubt mir, das waren einige und ich nicht sonderlich amused, aber was tut man nicht so alles …
Im Laufe der Zeit wandelte sich meine Abneigung genau wie seine blonden Haare und als er letztes Jahr im Sommer hier in Leipzig gespielt hat, dachte ich mir, klar, warum nicht, kann man sich ja mal anschauen.
Getroffen hab ich damals einen sehr sympathischen Menschen, der auch noch eine tolle Show geliefert hat und das im strömenden Regen.
Jetzt, fast 1,5 Jahre und einige Konzerte und Treffen später freue ich mich auf den Abend und abgesehen von zwei Autogrammjägern sind wir tatsächlich die Ersten vor Ort und das Kiefer sich etwas später an uns vorbeischleicht, bemerken wir zu spät, aber rechtzeitig genug, um ein breites Grinsen zu erkennen.
Gut, dann eben auf die harte Tour, aber die ist gar nicht nötig, denn kurz darauf taucht er wieder auf, gut gelaunt und charmant wie immer, entschuldigt sich sogar dafür, dass er kein Deutsch versteht.
Da ist mal so gar nichts von Hollywoodglamour, die Boots sind abgelatscht und dreckig, der nette Typ von nebenan.
Aber dann diese Stimme, verraucht, whiskeygeschwängert, für mich müsste er nicht singen, ich würde ihm sogar zuhören, wenn er die Bibel vorliest…
Die restlichen Stunden sind leider weniger erfreulich, Anstehen im strömenden Regen, ja, der da oben hat es mal wieder gut mit uns gemeint, zu gut, aber wenigstens sind wir immer noch die ersten an der Tür, als es endlich reingeht.
Die Location ist toll, ein relativ kleiner Saal, dafür Loge über 2 Etagen, mit Leinwand, damit man auch alles sieht, aber das kommt für uns natürlich nicht in Frage, wir parken unsere Luxuskörper in der ersten Reihe.
Um 21 Uhr beginnt Support Twinnie ihr Programm, nun ja, sagen wir es mal so, Schnuckelchen Rick Brantley im letzten Jahr hat mir besser gefallen …
Und dann ist es endlich soweit, der Star des Abends betritt die Bühne und legt mit „Rebel Wind“ und „Can’t stay away“ los und sofort hat er das vorher doch recht unruhige Publikum im Griff.
Der Schauspieler in ihm lässt sich nicht verleugnen, es gibt viele Gesten, ein bisschen overacting, aber es passt zur Show und der Mann redet gern. Sei es über seine Mutter bei „Saskatchewan“ oder die Kindheit mit seinem Vater bei „Knocking on Heaven’s Door“.
Gut, die Story kenne ich inzwischen, trotzdem ist sie immer wieder amüsant und auch „Shirley Jean“ hat es zu meinem Glück wieder auf die Setlist geschafft.
Neben Songs vom alten und aktuellen Album und ein paar Covers gibt es auch ein ganz neues Stück zu hören, dass auf die neue Platte soll, für Nachschub ist also auch schon gesorgt, was will man mehr.

Gut, dass der Abend nicht so schnell zu Ende geht vielleicht, denn nach eineinhalb Stunden ist alles vorbei, es regnet immer noch und die Autobahn bei Nacht ist einfach nur einschläfernd und holt einen schnell in die Realität zurück, Müdigkeit macht sich breit und die Füße tun weh, so ist das halt im fortgeschrittenen Alter.
Aber geil wars trotzdem wieder.^^

An dieser Stelle ein ganz liebes Dankeschön für meine Begleitung und den Fahrservice, es war schön mit euch und man sieht sich, spätestens beim nächsten Mal.

Setlist:

  1. Blue street  (New Song)

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Geschützt: „Ausgeliefert an das Böse“ – A. C. Hurts

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„Sieben Arten Dunkelheit“ – Christian von Aster

Pelzige Freunde im Schatten …

Es gibt sieben Arten Dunkelheit:
Hauch
Schatten
Zwielicht
Dämmer
Dunkelheit
Finsternis
und
Schwärze.
Das muss auch David lernen, obwohl er Angst im Dunkeln hat.
Doch als Ayumi in seine Klasse kommt, wird plötzlich alles anders, denn das blinde Mädchen verfügt über eine spezielle Fähigkeit, sie kann die Wesen in der Dunkelheit sehen und die sind keineswegs nur furchterregend, wie Schattenhamster Rocky beweist.
Aber da ist etwas im Dunkeln, etwas, das sich verändert, das nach Macht strebt und sich nicht mehr an die alten Regeln halten will.
Diese Kraft kann nur ein Nachtzähmer aufhalten, doch die letzten beiden Anwärter auf diesen Posten sind verschwunden und nun ist es an Ayumi und David, die Welt vor dem drohenden Unheil zu bewahren.

Christian von Aster lockt uns gleich zu Beginn seines Buches auf eine falsche Fährte, denn die beiden Geschwister R’hee und Krigk, die sich in der dunklen Höhle einer Prüfung stellen, leben keineswegs in einer Fantasiewelt oder einer anderen Zeit, wohl aber auf einer abgelegenen Insel.
Als die Dunkelheit beginnt sich zu verändern, werden sie in die Fremde hinausgeschickt, um das zu verhindern, allerdings verschwinden sie schon bald und jemand anders muss ihren Platz einnehmen.
Zum Glück bekommt der 15-jährige David gerade eine neue Mitschülerin, die ihm völlig neue Wege eröffnet, sich gegen seine Mitschüler, die ihn ständig piesacken, zur Wehr zu setzen.
Ayumi nimmt ihn mit in eine völlig neue Welt und zeigt ihm, dass die Dunkelheit nicht sein Feind ist, auch wenn man auf der Hut sein muss.
Noch rätselhafter als das Mädchen ist jedoch deren Großvater, der David schon bald unter seine Fittiche nimmt.

Auch wenn der Titel durchaus düster klingt, ist „Sieben Arten Dunkelheit“ nicht wirklich ein gruseliges Buch.
Und falls jetzt einer fragt: Was, die liest tatsächlich auch sowas?
Ja, tut sie, es gibt einige wirklich großartige Jugendbücher, die mich super unterhalten haben, „Erebos“ zum Beispiel oder die „Vollendet“-Reihe und auch dieses steht den eben genannten in nichts nach.
Außenseiter David wächst einem sofort ans Herz, der Eine oder Andere erkennt sich bestimmt selbst wieder, die Schulzeit war halt nicht für jeden ein Zuckerschlecken.
Und welches Mädchen wäre nicht gern so tough wie die schlagfertige Ayumi, kurzum, die beiden harmonieren perfekt, der Bösewicht agiert lange versteckt, auch wenn ich eine Ahnung hatte…^^
Der Schreibstil ist angenehm, nicht zu hochtrabend, nicht belehrend und ab und an muss man einfach nur Grinsen, ohne das es albern oder irgendwie aufgesetzt wirkt und auch das „metallische“ Cover weiß zu überzeugen.
Für alle Teenies und die von uns, die sich ihre Fantasie noch bewahrt haben, gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und 4,5 von 5 Schattenhamstern und bevor irgendwer schreibt, ein halber Hamster wäre Tierquälerei, natürlich sind es genaugenommen vier Erwachsene mit Kind, ich hoffe, jetzt sind alle, bei denen die Alarmglocken bereits geschrillt haben, wieder beruhigt.^^

• Titel:                                     “Sieben Arten Dunkelheit“

• Autor:                                    Christian von Aster

• Verlag:                                  Thienemann

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           330 Seiten

• ISBN:                                      978-3-522-20261-9

 Genre:                                  Jugendbuch

• Bewertung:    

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„Carnivore: Sweet Summer“ – A. C. Hurts

Es ist angerichtet …

Ja, auch ein Mann von Welt wie Victor braucht mal Erholung und so zieht er sich in ein Haus am See zurück, natürlich nicht, ohne darauf zu achten, dass es gewisse Vorzüge bietet, einen Räucherschuppen zum Beispiel und eine große Gefriertruhe, man weiß ja nie, was einen erwartet.
Die Nachbarin ist jung und hübsch, zum Anbeißen sozusagen, und dass sie den älteren Mann attraktiv genug findet, um sich ein Schäferstündchen mit ihm zu gönnen, wird ihr schon bald zum Verhängnis, denn Victor liebt frisches, zartes Fleisch und im Urlaub kann man sich ja mal etwas gönnen, da darf es ruhig etwas mehr sein, wie der blonde Niederländer zum Beispiel.
Doch gerade als Victor sich so richtig austoben will, taucht eine alte Bekannte auf und sie bleibt nicht der einzige Störfaktor…

Nach „Carnivore“ läutet A. C. Hurts mit „Carnivore: Sweet Summer“ bereits die 2. Runde für Victor, den Fleischliebhaber der besonderen Art ein.
In jedem Kapitel kommt einer der Charaktere zu Wort und lässt uns an seiner Sicht auf die Geschehnisse teilhaben, auch die Opfer und die haben es bei Victor wirklich nicht leicht, vor allem, wenn sie als lebender Fleischvorrat dienen, so wie der junge Mann, der als Anhalter unterwegs war.
Vorhalten kann man ihm das nicht, ist Victor doch ein gepflegter und gebildeter Herr, an dem so gar nichts auf einen Kannibalen hindeutet.
Ja, man leidet förmlich mit seinen Gefangenen, die bis zuletzt hoffen, einen Ausweg zu finden.
Und doch kommt man nicht umhin, auch für den Killer eine gewisse Sympathie zu hegen, legt er docch sehr viel wert auf einen netten Umgang miteinander.
Da es ihm egal ist, ab Mann oder Frau auf seinem Teller landen, ist reichlich Auswahl vorhanden, aber selbst ein Profi wie er ist ab und an mal auf Hilfe angewiesen, wenn es um die Beseitigung der Überreste geht, man will ja schließlich nicht erwischt werden.
Ich muss zugeben, irgendwie ist mir der Gourmet schon ein bisschen ans Herz gewachsen, selbst mit seiner sehr von sich selbst überzeugten Art und wenn er so über die Rezepte philosophiert, hätte ich manchmal schon ganz gerne ein leckeres Steak, aber nein, nicht blutig, ganz so weit geht es dann doch nicht.^^
A. C. Hurts hat mich auch diesmal wieder gut unterhalten, so dass ich nichts gegen eine dritte Begegnung mit Victor einzuwenden hätte.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet und grundverschieden und auch der Schreibstil ist angenehm, nur das Cover ist nicht ganz so meins, mich erinnert es eher an einen Vampirroman, aber damit kann ich ganz gut leben.
4 von 5 Blutlachen und eine Leseempfehlung für Hobbyköche.^^

• Titel:                                     “Carnivore: Sweet Summer“

• Autor:                                    A. C. Hurts

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           319 Seiten

• ISBN:                                      978-3959570572

 Genre:                                  Horror

• Bewertung:

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Monatsrückblick September 2019

Und wieder ist ein Monat ins Land gezogen, diesmal war die Zeit etwas knapper bemessen, ich war wohl einfach zu viel unterwegs.
Zwar hat sich an der Anzahl der Bücher nicht wirklich viel geändert, dafür sind allerdings auch zwei Kurzgeschichten von der guten Mari März dabei.

Ich hoffe ja, das ich im Oktober wieder etwas mehr zum Lesen komme, an Büchern jedenfalls sollte es nicht scheitern.^^
In den Oktober werde ich mit „All die Finsternis inmitten der Sterne“ starten, bis jetzt habe ich nur GFutes von dem Buch gehört und bin dementsprechend gespannt…

Auf jeden Fall gab es im September:

„Profiling Murder 5“ – Dania Dicken
„Population Zero“ – Wrath James White
„Rose von Mallorca“ – Mari März
„Rose von Eastend“ – Mari März
„Adolf im Wunderland“ – Carlton Mellick III
„Mordsjob“ – Danny King
„Down“ – Nate Southard
„Sweet Little Bastard“ – Emelie Pain
„Die Mine“ – Tim Curran
„Die Geschichte der Hillary 3“ – Angel Gelique
„Blood Season“
„Der Berater“ – Bentley Little
„Carnivore: Sweet Summer“ – A. C. Hurts

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„Der Berater“ – Bentley Little

Pass auf, wen du einstellst …

Wenn die Einnahmen nachlassen oder Produkte sich nicht wie erhofft an den Mann (oder die Frau) bringen lassen, ist es nicht unüblich, sich eine Beraterfirma mit ins Boot zu holen, die die Lage beurteilen soll und schaut, wo man Geld einsparen kann.
Genau das geschieht auch in der Softwareentwicklungsfirma, in der Craig Horne arbeitet.
Eine durchaus übliche Praxis, die erstmal Angst verbreitet, denn meist werden gezielt Stellen abgebaut und so ist die Belegschaft natürlich nicht sonderlich begeistert, als sie davon erfährt.
Der eingestellte Berater namens Regus Patoff sorgt jedoch erstmal für Erheiterung, sieht er doch eher ungewöhnlich, um nicht zu sagen albern, aus, doch irgendetwas an ihm ist Craig von Anfang an unheimlich und er soll Recht behalten.
Geht es anfangs nur um nervige Meetings und Mails, steigert sich das Ganze immer weiter, keiner traut dem anderen mehr über den Weg, Leute verschwinden oder erleiden merkwürdige Unfälle und Pathoff scheint immer mehr Einfluss zu gewinnen…

Ja, man kann durchaus sagen der seltsame Regus Patoff ist Craig von Anfang an ein Dorn im Auge, ihm schwant schon bei der ersten Begegnung Böses, allerdings hat er nicht mit diesem Ausmaß gerechnet.
Als Leiter seiner Abteilung setzt er sich für sein Team ein, muss aber bald erkennen, dass der Berater mit unfairen Mitteln kämpft.
Er sät Misstrauen, spielt die Leute gegeneinander aus und taucht schließlich sogar in der Schule von Craigs Sohn und am Arbeitsplatz seiner Frau auf, beide haben Angst vor ihm und auch Horne hat bald das Gefühl, das mit diesem Mann irgendwas nicht stimmt, ist er über Haupt ein Mensch?
Und wer ist die BFG, die Firma, für die er arbeitet, außer ihm, scheint es dort keine anderen Mitarbeiter zu geben, dafür wird sie von Unternehmen zu Unternehmen weiterempfohlen…

Bentley Little zeigt uns in „Der Berater“, wie leicht man Menschen doch manipulieren kann.
Hier und da ein paar Gerüchte in die Welt setzen, ein paar kleine Drohungen und schon tun die Leute, was man von ihnen erwartet, da werden Mitarbeiter angeschwärzt, damit sie entlassen werden, Freunde gegeneinander aufgehetzt und obwohl jeder weiß, wie das Spielchen funktioniert, machen sie alle mit.
Horne und sein Freund Phil scheinen die Einzigen zu sein, die sich auflehnen.
Craig verteidigt seine Leute, verhindert Entlassungen, kurzum, er ist der gute und faire Chef, von dem eigentlich jeder träumt, aber irgendwann ist auch er machtlos, muss er doch die eigene Familie schützen.
Sein Gegenspieler hingegen, Regus Patoff, ist ein sehr merkwürdiger Zeitgenosse, wirkt er anfangs etwas belustigend, müssen die Leute schon bald erkennen, dass mit ihm absolut nicht zu spaßen ist, er ist kalt, berechnend, machthungrig und scheint über seltsame Kräfte zu verfügen, ein sehr unfairer Kampf…

Wie schnell und in welchem Umfang lassen wir uns manipulieren?
Ein interessantes Thema, das für mich die übernatürliche Komponente gar nicht mal gebraucht hätte, funktioniert das doch alles auch ohne irgendwelche Kräfte von außerhalb.
Wie sehr sind wir auf unsere Jobs angewiesen und was würden wir tun, um sie nicht zu verlieren?
Was sind Freundschaften wert und ist man sich am Ende nicht doch selbst der Nächste?
Viele Fragen, die Antworten darauf muss wohl jeder selbst finden, aber für den Denkanstoß gibt es von mir 4 von 5 Blutlachen.
PS: Das Cover ist übrigens auch wieder großartig, die Hände scheinen aus dem Buch heraus direkt nach einem zu greifen…

• Titel:                                     “Der Berater“

• Autor:                                    Bentley Little

• Verlag:                                  Buchheim

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           440 Seiten

• ISBN:                                      978-3-946330-11-0

 Genre:                                  Thriller / Horror

• Bewertung:                 

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Falkenberg & Band, Leipzig, 28.09.2019

Heimspiel

Ein Konzert in heimischen Gefilden ist immer wieder toll, keine Panik, dass man nachts nicht mehr nach Hause kommt, weil die Bahnen nicht fahren wie sie sollen, kein Losfahren Stunden vorher, wobei, das eigentlich schon, denn Erste an der Tür ist Pflicht, immerhin haben wir ja einen Ruf zu verteidigen und zum Glück sind die Temperaturen noch angenehm.
Nachdem wir unsere Tickets schon im letzten November gekauft hatten, war es auch endlich wieder Zeit für einen Abstecher in den Anker und wie üblich gab es schon draußen beim Anstehen die üblichen bekannten Gesichter (einen lieben Gruß übrigens an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen).^^
Nach einem überpünktlichen Einlass ging es um 21 Uhr mit „Im leisen Verschwinden der Landschaft“ und erstmal nur Falkenberg los, nach dem Song betrat dann auch der Rest der Band die Bühne.
Was ich persönlich ja sehr mag, ist der Wechsel zwischen alten und neuen Songs, zwischen poetisch träumerischen und aufrüttelnd lauten Liedern, kurzum, es ist für jeden Geschmack etwas dabei und mit „So nah am nächsten Meer“ und „Vollmond, Federn und Sand“ gibt es gleich zwei aufeinanderfolgende Beiträge zum Thema Meer.
Notiz an mich selbst: da muss ich auch mal wieder hin, unbedingt, aber zurück zum Konzert.
Nach den letzten doch etwas überschaulichen Konzerten gab es heute mal wieder richtig Stimmung, was auch auf der Bühne regen Anklang fand und so gab es bei „Wetter“ die Aufforderung zum Mitsingen, aber doch bitte nicht auf Hochdeutsch, immerhin wären wir ja in Leipzig, der wir natürlich gerne nachkamen.

Nach der Pause ging es weiter mit meinem Lieblingssong vom neuen Album, „Fallen oder Fliegen“ und auch „Mann im Mond“, „Wunderland“ und „Dein Herz“ durften nicht fehlen, immerhin kann die ja fast jeder mitsingen.
Das Gute daran ist, das je nach Auftritt, also solo oder eben mit Band die Stücke doch sehr unterschiedlich klingen und eben auch die Auswahl anders ist.
Mit Band rumst es natürlich viel mehr, dafür kommen die nachdenklichen Sachen halt solo besser rüber, ich persönlich kann mich nicht entscheiden, was mir lieber ist…

Und als Zugabe „Erdbeeren im Schnee“ und „Osten“, was will man mehr?
Letzteres ist auch ein ganz besonderer Titel für mich und ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn er auf der Setlist auftaucht, danke auch dafür.

Nach dem Konzert haben wir es sogar geschafft, uns das neue Album endlich signieren zu lassen, die letzten Male waren wir ja mehr oder weniger immer unter Zeitdruck, ein weiterer Heimvorteil.^^
Dafür wollten wir aufs Foto verzichten, immerhin war es schon spät, aber der Künstler bestand darauf und eh wir uns schlagen lassen…
Alles in allem war es wieder ein sehr schöner, gefühlvoller Abend, der mich immer wieder an die gute alte Teenagerzeit zurückdenken ließ, ich glaube, je älter man wird, umso öfter und lieber erinnert man sich an diese Tage zurück.

Und bevor ich es vergesse, ja Ralf, die Süßen sind gut nach Hause gekommen und freuen sich auf Berlin, in diesem Sinne, man sieht sich.^^

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