„Widow’s Point“ – Richard Chizmar, Billy Chizmar

Thomas Livingston ist ein Autor, der über übernatürliche Phänomene schreibt und damit ziemlich erfolgreich ist. Diesmal ist der Leuchtturm in Harper’s Cove das Ziel seiner Begierde, ein angeblich unheimlicher Ort, der das Unglück magisch anzuziehen scheint und das schon seit Baubeginn. Aber nicht nur einfache Arbeiter haben dort ihr Leben gelassen, während eines Filmdrehs erhängte sich ein Starlet, Kinder verschwanden… Der perfekte Hintergrund also für Livingston, der sich für ein Wochenende im Leuchtturm einschließen lässt ohne Verbindung nach außen, nur mit Diktiergerät und Videokamera. Während die Kamera vorher ohne Probleme funktionierte, versagt sie im Leuchtturm ihren Dienst, das Bild bleibt schwarz und so verfolgen wird Livingstons Erlebnisse anhand seiner Sprachaufzeichnungen. Am Anfang fühlt er sich nur etwas beobachtet, doch schon bald schlägt die anfängliche Begeisterung um, denn die Vorkommnisse werden immer merkwürdiger, seine Taschenlampe verschwindet, die Stufen nach oben erscheinen plötzlich unendlich und dann ist da noch das Tagebuch eines verschwundenen Mädchens, dass er zufällig findet…

„Widow’s Point“ ist der erste Band der Cemetery Dance Germany Reihe aus dem Buchheim Verlag, ein sehr gelungener Einstieg, wie ich finde. Schon das Buch allein ist ein Augenschmaus, das geprägte Cover von Arndt Drechsler fängt die Stimmung des Buches perfekt ein. Außerdem ist die auf 999 Exemplare begrenzte Auflage von beiden Autoren, Vater und Sohn, signiert, schon allein das gibt einen fetten Pluspunkt, denn über ein so liebevoll aufgemachtes Werk freut sich jedes Regal.

Doch auch der Inhalt bietet keinen Grund zum Meckern, die Geschichte ist solide, man kann nachvollziehen, warum der Protagonist so handelt, sich ausgerechnet dieses alte Bauwerk ausgesucht hat und ab und an macht sich ein bisschen Gänsehaut breit. Dazu trägt auch der Erzählstil in Form der kurzen Sprachaufnahmen Livingstons bei, das habe ich bisher in noch keinem anderen Buch gehabt, kurz und schmerzlos und doch spürt man genau, wie er sich in diesem Moment fühlt, auch wenn die Geschichte mit gut 120 Seiten natürlich relativ kurz ist.

Für mich ist „Widow’s Point“ der gelungene Start einer neuen Reihe, die ich auf jeden Fall im Auge behalten werde, immerhin habe ich ja ein Abo…^^ 5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                     „Widow’s Point“

• Autor:                                    Richard Chizmar, Billy Chizmar

• Verlag:                                  Buchheim

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           127 Seiten

• ISBN:                                      / (Cemetery Dance Germany)

• Bewertung:

 

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu „Widow’s Point“ – Richard Chizmar, Billy Chizmar

  1. Virginy sagt:

    Jupp, schön stimmungsvoll 🙂

  2. Fabian sagt:

    Hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem die Illustrationen fand ich sehr passend!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.