„Doctor Sleep“ – Stephen King

Langweiliger Bösewicht …

Heute unternehme ich mal einen kleinen Ausflug in die Geschichte.
Da ich plane, auch meine alten Rezensionen hier zu „veröffentlichen“, wird meine erste Rezi von Lovelybooks heute hier den Anfang machen, etwas verwirrt war ich doch, als ich auf Titel und Buch geschaut habe, denn es handelt sich um „Doctor Sleep“ vom 14.05.2014, wusste gar nicht, dass das schon wieder so lange her ist, meine Meinung dazu ist allerdings noch immer dieselbe …^^

Wie viele andere war auch ich sehr gespannt auf das Buch.
Stephen King, der Held meiner Jugend und endlich mal wieder ein Buch, das interessant klang.
Als Teenie hatte ich sämtliche Werke verschlungen, „Es“ und „The Stand“ residieren auf der Liste meiner Lieblingsbücher immer noch auf einem der oberen Plätze.
Aber irgendwann ließ die Begeisterung nach, ich weiß nicht ob es an mir oder Herrn King lag, vielleicht bin ich auch einfach nur erwachsen geworden oder hab zu viel ähnliches gelesen.
Eine Fortsetzung von „Shining“ wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, doch so richtig warm konnte ich damit nicht werden.

Der kleine Danny aus „Shining“ ist inzwischen erwachsen, doch sein Leben ist nicht wie erhofft verlaufen, denn zumindest was den Alkohol betrifft, hat er sich etwas zu sehr an seinem Vater orientiert.
Ruhelos zieht er durch die Gegend, einem guten Drink nie abgeneigt, bis er in einer kleinen Stadt landet, er hat das Gefühl, dorthin zu gehören, besucht die anonymen Alkoholiker und baut sich ein Leben auf, in dem die 12-jährige Abra eine wichtige Rolle zu spielen scheint, denn auch sie hat es, das „Shining“.
Das jedoch macht sie zu einem begehrten Objekt für eine Art Sekte, die genau danach auf der Suche ist…

Erzählen kann er immer noch, der Meister und im Gegensatz zu vielen anderen hier haben mich seine Ausflüge zu den anonymen Alkoholikern überhaupt nicht gestört.
Dafür fand ich die Story irgendwie, hm, wie soll ich es ausdrücken?
Daneben passt nicht ganz, eher lahm, ich hab mir etwas völlig anderes erhofft.Die Bösen im fortgeschrittenen Alter mit ihren Wohnmobilen waren mir persönlich viel zu harmlos, die Geschichte an sich plätscherte seicht und ohne Spannung vor sich hin, die plötzlichen verwandtschaftlichen Beziehungen hätten nicht sein müssen, aber am schlimmsten fand ich das Ende.
Kein Rums, kein großer Knall, eben noch mal fix ne Beziehung zum Overlook hergestellt und viel zu viel, nennen wir es mal Übersinnliches, ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll.
Das Buch war für mich kein Horror sondern eher ein harmloser Jugendroman und kann „Shining“ nicht das Wasser reichen, aber das ist nur meine Meinung.

Warum trotzdem 3 von 5 Blutlachen?
Im Gegensatz zu seinen letzten Büchern hat Stephen King sich auf seine alte Erzählweise zurückbesonnen, auf ausgedehnte Personenbeschreibungen und das mochte ich schon immer, dafür Daumen hoch.
Mit dem Inhalt bin ich aber doch eher etwas unglücklich.

• Autor:                                    Stephen King

• Verlag:                                  Weltbild

• Format:                                 Klappbroschur

• Seitenzahl:                           639 Seiten

• ISBN:                                      978-3-95569-427-2

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