„Tot“ – Rob Blackland

Rick kann nicht mehr, er hat das Leben satt, schnappt sich seine Pistole, unternimmt einen letzten Spaziergang und pustet sich das Hirn aus dem Schädel, in der Hoffnung, endlich von all seinem Elend erlöst zu werden, doch natürlich kommt es ganz anders.
Er erwacht weder im Himmel, noch in der Hölle, sondern in einer düsteren Welt, die sich ständig zu verändern scheint und trifft dort auf einen alten Mann, der in Rätseln zu sprechen scheint und ihm so nicht wirklich weiterhilft.
„Hier, wo wir uns befinden, ist mehr enthalten, als du zu sehen glaubst. Dein ganzes bisheriges Dasein wird sich teilweise widerspiegeln…“ (Seite 21)
Auch Abdel, ein Selbstmordattentäter, Diana, Ricks Psychologin, Ficrun, ein Polizist und Olanda, eine Mörderin sind in dieser „Dimension“ gefangen, keiner von ihnen weiß, was von ihm erwartet wird, so irren sie alle ziellos umher und treffen auf immer neues Grauen.

Doch auch die Lebenden bleiben nicht verschon.
Nadja, Ricks Partnerin, hat sein Selbstmord schwer mitgenommen, hinzu kommt, dass sie nicht nur ihn immer wieder sieht, sondern auch andere seltsame Erlebnisse hat.

Und dann ist da noch Paul, der nach einem Unfall im Koma liegt und zwischen den Welten hin- und herspringt und so nicht nur Nadja, sondern auch den anderen einen Besuch abstatten kann…

Ja, dieses Buch macht es mir etwas schwer…
Das Thema hat mich sehr angesprochen, deswegen hab ich mich auch für die Leserunde bei Lovelybooks beworben, allerdings hatte ich dann doch einige Schwierigkeiten mit dem Werk.
Dass das Ganze gerade beim Thema Depression kein Spaziergang unter strahlend blauem Himmel wird, war mir ja von vorneherein klar, trotzdem haben mich einige Dinge doch gestört, am nervigsten fand ich, dass immer wieder darauf herumgeritten wird, dass der Staat und die Chefs/Firmen an allem Unglück der Menschen Schuld sind, für mich ist das irgendwie zu allgemein.
Klar steckt jeder von uns in einem Alltagstrott, der eine kommt damit besser klar als der andere.
Außerdem haben mir schlichtweg ein paar Erklärungen gefehlt, zum Beispiel zu den Wesen, die in dieser Welt leben und scheinbar auch in unsere überwechseln können.

Allerdings soll das nicht heißen, dass das Buch schlecht ist, es schlummern eine Menge gute Ideen darin, gerade diese Zwischenwelt nach dem Tod hat durchaus Potential und mich immer wieder zum Grübeln gebracht.
Warum wer dort landet, hab ich allerdings nicht immer verstanden, am Ende fehlten mir doch ein paar Zusammenhänge und so gibt es für „Tot“ von Rob Blackland von mir 3,5 von 5 Blutlachen …

• Autor:                                    Rob Blackland

• Verlag:                                  BoD – Books on Demand

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           350 Seiten

• ISBN:                                      9783746099446

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.