Digital 21 in Berlin oder der Tag, an dem ich Stefan Olsdal knutschte…

 
Wie sagt man so schön?
Tage, die beschissen anfangen, enden meistens gut und manchmal stimmt das sogar.
Am 24. März stand das Digital 21 Konzert in Berlin an, dass ich alleine hinfahren musste, damit hatte ich mich inzwischen schon abgefunden, dass allerdings keine Straßenbahn kam und ich nur noch eine Stunde Zeit hatte, bis der Bus fuhr, war nicht ganz so prickelnd, denn die anschließende Taxifahrt zum Bahnhof kostete mehr als die Hin- und Rückfahrt nach Berlin und wenn mir der Taxifahrer nicht mitgeteilt hätte, dass die Flixbusse jetzt am neuen Busbahnhof losfahren, wäre ich wahrscheinlich nie angekommen…

Im Bus war plötzlich mein Portemonnaie verschwunden, um 8 Uhr morgens im Dunkeln suchen machte es nicht viel besser und nachdem ich erstmal totale Hektik verbreitet hatte, tauchte es doch wie von Zauberhand wieder auf, wer hätte das gedacht.
In Berlin eingetrudelt, drehte ich erstmal eine kleine Runde am Alex und machte mich dann auf den Weg zu meinem Hotel, wobei es Suche eigentlich besser trifft.
Zwar fuhr meine S-Bahn bis in die Warschauer Str., doof wurde es nur, als die bei Nummer 48 aufhörte und ich zur die 58 musste.
Nach guten 1,5 Stunden Nebenstraßen und Co. checken, konnte mir dann endlich jemand weiterhelfen, wie viele ich vorher gefragt hab, kann ich gar nicht zählen, denn egal wen man auch anspricht, niemand, absolut in Berlin niemand scheint auch von da zu kommen.
Dass eine Straße nach der 1 mit den hohen Zahlen weitergeht, ist mir vorher auch noch nicht untergekommen, aber man lernt ja bekanntlich nie aus…
So fiel auch das geplante Nickerchen ins Wasser, denn um 17 Uhr war Treffen beim Italiener mit den Anderen angesagt.
Ja, als von Natur aus neugieriger Mensch war ich natürlich gespannt darauf, den Facebookbildchen endlich richtige Gesichter zuordnen zu können und nach ein bisschen Gequatsche und leckerer Pizza ging es weiter zum Club, der gar nicht mal so einfach zu finden war.
Natürlich waren wir viel zu früh da und die Einzigen, dafür aber auch die ersten vor der Bühne.
Richtig voll wurde es allerdings auch später nicht, mehr als 150 Leute waren nicht da, kein Gedrängel, kein Geschubse, keine kreischenden Fans, kein Zurückkämpfen zum Platz nach einem Besuch an der Bar, mal was ganz anderes, auch musikmäßig, sehr laut, sehr elektronisch, aber gut.

    Und nachdem nach Konzertende einige Leute mit ihren signierten Tickets auftauchten, machten auch wir uns auf die Suche und passten Miguel ab, der, total schüchtern meinte, er würde uns Stefan holen.
Genau da kam das kleine Fangirly dann doch so ein bisschen durch, aber nach fast 20 Jahren darf man das ja wohl und als ich dann fürs Gruppenfoto neben Stefan stand, hab ich mich ganz kühn aber natürlich mit bis zum Hals klopfendem Herzen, auf die Zehenspitzen gestellt und ihn auf die Wange geknutscht, ich wollte ja schon immer mal einen bärtigen Mann küssen, Mr. Olsdal war dafür allerdings nicht eingeplant, trotzdem weiß ich jetzt, dass ein Bart auch weich sein kann… 
Nach der ganzen Aufregung ließen wir die Nacht noch mit einem Cocktail ausklingen, einer der Vorteile von Berlin, es gibt rund um die Uhr was zu Futtern und zu Trinken und auf meinem Rückweg ins Hotel herrschte noch erstaunlich viel Action auf der Straße, bei uns hier sind um diese Uhrzeit längst schon die Bürgersteige hochgeklappt.
Bis ich im Bett war, war es auch halb 4 und um 8 klingelte der Wecker, ich musste ja den Bus nach Hause erwischen.
Alles in allem doch ein sehr aufregendes Wochenende, neue Bekanntschaften, ein Stefan, dem ich wahrscheinlich nie wieder näher komme und zu Hause endlich mein kuscheliges Bett…

Ein einen lieben Gruß an alle, die dabei waren, man sieht sich mit Sicherheit und wie ihr seht, hab ich mal die Fotos geplündert, ich hoffe, das ist okay.

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