„Der Monstrumologe und die Insel des Blutes“ – Rick Yancey

Wir mühen uns im Dunkel, damit Sie im Licht leben dürfen …

Nachdem ein Fremder ein Paket beim Doktor abgeliefert hat, ist für Will nichts mehr, wie es einmal war.
Der Inhalt ist ein Geflecht aus menschlichen Leichenteilen, hergestellt von einem legendärem Monster, einem Wesen, das Warthrop auf einen Schlag unsterblich machen würde, sollte er es finden.
Aber irgendwie läuft alles schief.
Erst verwandelt sich der Überbringer selbst in ein Monster und greift Will an, dabei infiziert er ihn, der Doktor hackt ihm kurzentschlossen den Finger ab, damit sich die Infektion nicht ausbreitet und dann macht er sich mit seinem neuen Assistenten klammheimlich allein auf die Suche und lässt Will Henry zurück.
Dem ist der Neue an der Seite seines Herrn von Anfang an suspekt und als nach Monaten ein Telegramm von ihm eintrifft, in dem steht, dass sein Meister tot sei und er sich nur mit Mühe retten konnte, ist Will Henry klar, dass er lügt.
Er will den Doktor unbedingt finden und retten.
Auf der anderen Seite führt er gerade ein Leben, das er vorher nicht kannte, er wohnt inzwischen bei der Familie von Warthrops ehemaligem Lehrer Dr. von Helrung, es gibt regelmäßig Essen und er wird nachts nicht aus dem Bett geholt, um seltsame Tote zu untersuchen, trotzdem sehnt er sich nach dem Alten zurück.
Als der Assistent schließlich zurückkehrt, um vom Tod des Doktors zu berichten, wird er kurzerhand in den Keller verschleppt, gefesselt, verhört und gesteht, das Walthrop gar nicht tot ist, sondern in einer Irrenanstalt in England festsitzt, das erste Ziel einer langen Reise steht also fest…

Ja, ich habe mich auf eine Rückkehr zu Will Henry und seinem Doktor gefreut, ich habe beide ins Herz geschlossen.
Während Will mehr und mehr seine kindliche Unschuld verliert, blitzen bei dem so herzlos wirkendem Warthrop immer mal wieder Gefühle durch, er sorgt sich um seinem Schützling, auch wenn er das ungern zugibt.
Dafür war die Monsterjagd diesmal eher schmückendes Beiwerk und irgendwie auch nicht so richtig überzeugend, trotzdem hat mich dieser Band wieder begeistert, auch wegen der wie immer tollen Aufmachung.
Ein bisschen wehmütig werde ich mich bald an den vierten und letzten Teil machen, ich weiß jetzt schon, dass mir das „Mach fix, Will Henry“ fehlen wird…

(Rezension 09/2015)

• Autor:                                    Rick Yancey

• Verlag:                                  Lübbe

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           528 Seiten

• ISBN:                                      978-3-7857-6082-6

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