„Hell Hound“ – Ken Greenhall

Der beste Freund des Menschen, pffff…

Baxter, ein weißer Bullterrier mit blauen Augen, ein Fehler, nicht zur Zucht geeignet.
So landet er bei der Mutter der Züchterin, einer verbissenen alten Frau.
Sie akzeptiert ihn, liebt ihn aber nicht und noch schlimmer, sie riecht nach Tod und Verfall, genauso wie ihr altes Haus.
Das junge Pärchen  gegenüber hingegen sprüht nur so vor Lebensfreude und die Frau hat ihn sogar schon gestreichelt.
Wie würde Baxters Leben wohl aussehen, wären die beiden seine Herrchen?
Der Hund setzt alles auf eine Karte, schubst die ungeliebte Alte in Aussicht auf ein besseres Leben die Treppe hinunter und er behält recht, das Paar nimmt sich seiner an, immerhin hat der Mann die alte Dame ja tot am Fuße der Treppe gefunden.
Baxters Leben ändert sich zum Besseren, aber nicht für lange, denn sein neues Frauchen ist schwanger, riecht anders, verhält sich anders.
Und dann kommt das Baby…

„… dort in einen kleinen Bett, das wie ein Käfig aussah, lag die winzige Kreatur, zahnlos, nahezu unbehaart. Ich hatte noch nie etwas gesehen, das schwächer und dümmer wirkte.
Ich blickte zum Mann und zur Frau. Sie schienen von Stolz und nicht von Scham erfüllt, und ich begriff, dass mein Leben mit ihnen unerträglich sein würde, solange das Kind bei uns war…“ (Seite 61)

Ken Greenhall lässt in seinem Buch Baxter, den Hund, erzählen, seine Sicht auf die Menschen ist natürlich eine vollkommen eigene und doch versteht er zumeist die Gründe ihrer Handlungen.
Für mich ist der Bullterrier nicht wirklich böse, er tut einfach nur das, was wir alle machen, er will erreichen, was aus seiner Sicht am Besten für ihn ist.
Die alte Frau kann ihm das nicht geben, das Paar nach der Geburt des Kindes auch nicht mehr, der Junge hingegen, der ist ein völlig anderes Kaliber, er ist gefährlich für Baxter und der gefährlich für ihn.

Ja, die Welt durch die Augen eines Hundes zu sehen, ist schon ungewöhnlich, vor allem, wenn dieser eben kein Kuscheltier ist.
Baxter gibt uns durchaus ein paar Erfahrungen mit auf den Weg, über die es sich lohnt, einmal nachzudenken und deshalb bekommt weis(s)e Viebeiner von mir auch 4,5 von 5 Kauknochen…^^

• Autor:                                    Ken Greenhall

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           222 Seiten

• ISBN:                                      / (Pulp Legends)

 Genre:                                   Horror, Thriller

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