„Die Psychologie des Bösen“, Lydia Benecke, Haus Leipzig, 19.01.2019

Ich muss zu meiner Schande gestehen, gelesen habe ich von Lydia Benecke immer noch nichts, habe zwar zwei ihrer Bücher im Regal stehen, komme aber einfach nicht dazu, umso gespannter war ich auf den Vortrag, zumal ich ja eh ständig von Irren umgeben bin, bestimmt ist da ja auch der eine oder andere Psychopath darunter und mit etwas Glück kann ich ihn dann erkennen…

Spaß beiseite, wer mich kennt, weiß natürlich, dass dieses Thema mich fesselt und das nicht erst seit Hannibal Lecter, es gab ja schon vorher die Büchlein über Dahmer und Konsorten, die ich als Teenie regelrecht verschlungen hab.

Erstmal erwarteten uns allerdings Minusgrade und eine ziemlich lange Schlange am Einlass, scheinbar waren nicht alle solche Frierärsche wie wir und hatten sich tapfer der Eiseskälte entgegengestellt.
Immerhin schafften wir es trotzdem noch, uns einen Platz mit guter Sicht in der 6. Reihe zu erkämpfen, so muss das sein.
Vor Beginn gab es ein paar Videos von Eminem und Johnny Cash, mit der Einblendung, dass die etwas mit dem Thema des Abends zu tun hätten und die Androhung, dass der Vortrag 3 Stunden und 15 Minuten dauern würde, die ich bis dahin noch für einen Scherz hielt.
Allerdings wurde ich da eines besseren belehrt, denn es ging sogar noch länger, das merkte man aber nicht wirklich, denn die Zeit verging wie im Fluge.
Ob Fallbeispiele, Hintergründe, die Psychopathie-Checkliste übrigens bekam auch der gute Donald sein Fett weg…^^), alles wurde auch für den Laien verständlich erklärt und belegt und auch der Sessel und die Lampe aus Lydias heimischen Wohnzimmer trugen so ein bisschen zur Wohlfühlatmosphäre bei, auch wenn es einem das eine oder andere Mal eiskalt den Rücken herunterlief.

Aber bin ich jetzt ein Experte im Erkennen von Psychopathen?
Na ja, wohl eher nicht, aber es war schon interessant, den Zusammenhang zwischen bestimmten Charaktereigenschaften und Taten vorgezeigt zu bekommen.
Ne kleine Aushilfspsychologin werde ich wohl trotzdem bleiben, auch wenn es sicherlich nicht schwer zu erkennen ist, dass die meisten Leute in meiner Umgebung einen an der Klatsche haben, mich ausgenommen natürlich…
Außerdem verfüge ich jetzt über eine offizielle Bescheinigung, dass ich geschult wurde, mein Rat wird also zukünftig etwas teurer werden, nur, dass ihr schon mal bescheid wisst.

Und um noch einmal auf Eminem zurückzukommen, anhand seiner Songtexte lassen sich einige Parallelen zudem zuvor gehörten ziehen, also Leute, kauft Eminem CDs, das rettet Leben.^^

Was bleibt mir sonst noch zu sagen?
Ein sehr interessanter Abend mit einer sympathischen Lydia Benecke, die sich in der Pause und auch nach Ende der Veranstaltung noch viel Zeit nahm, um Fragen zu beantworten, Bücher zu signieren etc…

Und zum Schluss noch eine Drohung: „I’ll be back“ und ja, den Büchern werde ich mich auch endlich mal widmen…

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4 Responses to „Die Psychologie des Bösen“, Lydia Benecke, Haus Leipzig, 19.01.2019

  1. Virginy sagt:

    Wie du warst auch da?
    Sag doch vorher bescheid… 😉

  2. Katrin sagt:

    Liest sich, als ob ich dabei war 😀 ach war ich ja auch. Danke für die tolle Zusammenfassung. Ist prima wenn ich das immer bei dir so nachlesen kann

  3. Virginy sagt:

    Ja, zu Mark geht’s auch noch, aber erst im Oktober, glaub ich, da gibt’s dann was für meine morbide Seite 🙂

  4. Bea Häsing sagt:

    Lustiger Zufall. ich lese die gerade wie eine Blöde XD Und in einem ist sogar ein Thirty Seconds to Mars Zitat (#fangirlmode – on)
    Die betreffenden Fragen hab ich übrigens schon mal öfter versucht für mich zu beantworten… das Ergebnis wechselt je nach Tagesform XD
    Ich schätze also, ich werde dann tatsächlich demnächst auch mal einen netten Vortrag besuchen

    Mit mark hatte ich ja schon mal das vergnügen, wenn auch eher Vortragsfrei, es sei denn man möchte Suicide Squad als Lehrstunde in Kriminalbiologie betrachten XD

    Hast du aber sehr nice gemacht, deine kleine Zusammenfassung.

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