„Road’s End“ – Simone Trojahn

„It’s the end of the world…“

Dass es mit der Welt mal kein gutes Ende nehmen wird, ist ja nichts Neues, gerne greift man da nach einer Seuche oder einem Virus, die mal eben fast die gesamte Bevölkerung ausrotten.
Auch Simone Trojahn hat sich mit „Road’s End“ nun diesem Thema gewidmet und lässt uns auf ihre eigene, ganz spezielle Weise am Überlebenskampf teilhaben.
Ja, ich war gespannt auf dieses Buch, vor allem, da ein bereits liebgewonnener Charakter mal wieder mit von der Partie ist, Fred Manson, den man nach seinen Abenteuern einfach ins Herz schließen muss.

Nach den Ereignissen in „Bis zum sechsten Tag“ hat Fred ein Mädchen getroffen und ist in New York seßhaft geworden.
Die Beziehung steht allerdings unter keinem allzu gutem Stern, vor allem, nachdem er seine Arbeit verloren hat und nur noch zu Hause rumgammelt, während Sandy sich für die Miete abrackert.
Kurzum, die guten Zeiten sind vorbei, der Rausschmiss aus der schäbigen Wohnung steht vor der Tür und Sandy will die Trennung, aber erstmal entschwindet sie zur Arbeit und Fred in den Tiefschlaf.
Als er wieder erwacht, tobt draußen das Chaos, Sirenen, Schreie und viele merkwürdige Sprachnachrichten von seiner Freundin über Leute, die bluten und sterben.
Im Fernsehen ist die Rede von einem Terroranschlag mit einem mysteriösen Virus, dass die Menschheit dahinrafft.
Sandy schafft es zwar nach Hause, weist aber bereits Krankheitssymptome und stirbt wenig später, dann fühlt sich auch Fred schwach, doch er überlebt und weiß, er muss raus aus New York, wo sich die Toten inzwischen stapeln.
Auch Jackson ist einer der Überlebenden, er war schon immer ein Macher, hatte viele Frauen, die für ihn anschaffen gingen und er ist sich sicher, er ist noch da, weil er zu Höherem berufen ist, er hält sich für den geborenen Anführer und begibt sich auf die Suche nach Fußvolk.
Sam hingegen hat Frau und Kinder begraben und fühlt sich persönlich schuldig an ihren Tod und will Buße tun, denn er hat seine Familie betrogen.
Auch Jess ist nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester auf der Suche nach Gesellschaft…

Nein, „Road’s End“ ist nichts für Zartbesaitete, es geht ums Überleben, um Grauen und Demütigung, um blinden Gehorsam, Auflehnung und Bestrafung, kurzum, alles das, was es schon immer gab und wohl auch weiter geben wird, man findet sich damit ab und überlebt oder zerbricht daran.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und durchaus glaubhaft, der herrschsüchtige Jackson, der es gewohnt ist, das Sagen zu haben, Sam, der sich schuldig fühlt und so zum fast perfekten Handlanger wird, Jess, die eigentlich noch viel zu jung ist, um all das zu ertragen und schließlich Fred, der in seinem bisherigen Leben auf der Straße ja schon so einiges mitgemacht hat, aber diesmal gerät er an seine Grenzen.
Das Cover ist Geschmackssache, meinen trifft es diesmal nicht so ganz, liegengebliebene Taxis auf einer verstopften Straße beschreiben die Ausgangssituation zwar ganz gut, allerdings erinnert mich das viele Grün irgendwie ein bisschen an den Dschungel und ist es nicht auch die Farbe der Hoffnung?
Absicht oder Zufall?
Egal, für Fred und seinen Road-Trip gibt’s von mir 4 von 5 Blutlachen und eine Leseempfehlung für die, die mit Demütigung und körperlicher Gewalt kein Problem haben, der Rest sollte lieber die Finger davon lassen…

• Autor:                                    Simone Trojahn

• Verlag:                                  CreateSpace Independent Publishing

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           384 Seiten

• ISBN:                                      978-1720929499

 Genre:                                   Dystopie, Endzeit-Thriller

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