„Die Elementare“ – Michael McDowell

Auf dem Begräbnis von Marian Savage kommt es zu einem seltsamen Zwischenfall.
Nachdem Dauphin, der Sohn der Verstorbenen ein paar Worte über seine Mutter gesprochen hat, verlässt der Priester fluchtartig den Saal und Dauphin und seine Schwester treten mit einem Messer an den Sarg der Toten, dass sie ihr in die Brust stechen und anschließend in die Hand legen.
Die anwesenden Trauergäste sind irritiert, zum Glück sind es nicht viele.
Neben Dauphin und seiner Schwester Mary-Scot sind da nur noch die McCrays, die Familie seiner Frau Leigh, bestehend aus ihrer Mutter Barbara, ihrem Bruder Luker und dessen 13-jähriger Tochter India, außerdem ist noch das Dienstmädchen Odessa anwesend.
Die klärt die McCrays dann auch über einen alten Familienbrauch auf, der auf ein makabres Ereignis zurückzuführen ist.
Nach der Beerdigung einigen sich beide Familien darauf, ein paar entspannende Tage in ihren Sommersitzen an der Küste zu verbringen, eine alte Tradition.
India ist das erste Mal mit von der Partie und entgegen ihrer Erwartung total begeistert von der Umgebung und natürlich auch von den Häusern, die sich direkt an der Küste befinden.
Drei baugleiche Häuser, eins gehört den Savages, eins den McCrays und das dritte verschwindet langsam im Sand und zieht den Teenager besonders an, bewaffnet mit der Kamera ihres Vater macht sich India auf den Weg dorthin.
Luker ist davon nicht sonderlich begeistert, hat er doch Angst vor jenem Haus, seit er als Kind ein erschreckendes Erlebnis hatte.
Doch auch India sieht merkwürdige Sachen.
Was hat es mit dem dritten Haus auf sich?

Ja, was soll ich sagen, oder besser schreiben, bei diesem Buch bin ich irgendwie unschlüssig.
Der Schreibstil ist toll, erinnert mich ein bisschen an King, sehr ausufernd, aber ich mag sowas ja.
Aber die Geschichte ließ mich am Ende dann doch mit einigen Fragezeichen zurück.
Und das größte von allen, warum zum Teufel ist es dort stinknormal, dass die 13-jährige Tochter im Beisein des Vaters trinkt?
Immerhin geht es da nicht mal um ein Glässchen Sekt, außerdem befinden sie sich in der Sommerresidenz, um der Großmutter bzw. Mutter bei ihrem Alkoholproblem zu helfen.
Generell finde ich beide Familien etwas verstörend…

ACHTUNG SPOILER:
Alle hatten mehr oder weniger traumatische Ereignisse, die mit diesem Haus zusammenhängen, trotzdem ist dieser Ort der liebste auf der Welt für sie.
Ich muss gestehen, ich kann das nicht nachvollziehen und hatte auf Aufklärung gehofft, wurde aber etwas ratlos zurückgelassen oder habe ich irgendwas überlesen?

Schreibstil und Cover finde ich toll, die Geschichte selbst ordne ich aber eher zähneknirschend in die Horrorkategorie ein, denn bis auf das Ende, fand ich, plätscherte sie eher gemächlich dahin, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss, aber es hat mir einiges gefehlt, darum gibt es von mir auch nur 3,5 von 5 Blutlachen.

• Autor:                                    Michael McDowell

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           412 Seiten

• ISBN:                                      / (Pulp Legends)

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Responses to „Die Elementare“ – Michael McDowell

  1. Virginy sagt:

    Ich hab mich auch ein bisschen schwer getan, ich mag ja Leute, die ausufernd schreiben, aber hier fand ja fast alles zwischen den Zeilen statt, ein bisschen mehr hätte da schon passieren dürfen^^

  2. FreCap sagt:

    Habe mich nun durch die ersten 100 Seiten gequält und finde es bislang extrem langweilig. Komme da einfach nicht rein. Ich befürchte, das wird das aller erste Festa Buch sein, welches ich abbrechen werde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.