„Beuterausch“ – Jack Ketchum, Lucky McKee

Fürchte ihre Rache…

Ihre Sippe ist ausgelöscht, nur Älteste hat verletzt überlebt und sucht Zuflucht in den Wäldern, sie jagt, versorgt ihre Wunden und wird dabei beobachtet.

Chris Cleek hat eine Familie, seine Frau Belle, sein Sohn Brian und die beiden Töchter Darleen und Peg, nach außen eine Vorzeigefamilie, doch zu Hause sieht es anders aus, vor allem die weiblichen Familienmitglieder müssen unter ihm leiden.
Und dann sieht er die seltsame, halbnackte Frau im Wald, beobachtet und verfolgt sie, er muss sie einfach haben.
Nachdem er die Höhle entdeckt hat, in der sie lebt, lauert er ihr auf und verschleppt sie in seinen Vorratskeller, um sie erstmal seiner Familie vorzuführen.
Die Frauen sind entsetzt, der Sohn begeistert, immerhin hat nicht jeder eine nackte Wilde daheim im Keller
Unter dem Vorwand, sie zu zivilisieren wird die Fremde von ihm gedemütigt, gefoltert, vergewaltigt und sie erträgt alles, denn sie hat gelernt zu warten und sie weiß, ihre Zeit wird kommen und sie wird mit niemandem Mitleid haben…

Neben „Beutezeit“ und „Beutegier“ ist „Beuterausch“ der dritte und letzte Band über die Kannibalensippe an der Ostküste der USA.
Nach dem Polizeieinsatz in „Beutegier“ ist allerdings nur noch Älteste übrig und versucht sich in den Wäldern ein neues Leben aufzubauen, bis sie brutal überwältigt und verschleppt wird.
Ein weiteres Mal stellt Ketchum die Frage, wer das wirkliche Tier ist, die Wilde, die um ihr Überleben kämpft oder der ach so zivilisierte Mensch…

Während man in den ersten beiden Bänden die Bluttaten der Sippe verfolgt, wird der Spieß hier umgedreht, denn nur noch Älteste ist übrig und befindet sich nun in einer für sie völlig unbekannten Situation, sie ist das Opfer.
Dass man sich mit ihr jedoch nicht unbedingt anlegen sollte, weiß jeder, außer Chris, der schon die eigene Familie wie Dreck behandelt und nun glaubt, in der vermeintlich harmlosen Frau ein perfektes Opfer für seine Triebe gefunden zu haben.
Während die Familie erst stillschweigend zuschaut, erkennt man jedoch schon bald, dass der Sohnemann seinem Vater in nichts nachsteht, während die weiblichen Mitglieder die Sache doch ein wenig anders sehen.
Diesmal jedenfalls hat die unzivilisierte Wilde die Sympathie ganz auf ihrer Seite und dafür gibt’s von mir 4 von 5 Blutlachen.

PS: Die Verfilmung mit Pollyanna McIntosh fand ich übrigens auch sehr gelungen.

(Rezension vom 27.04.2015)

• Autor:                                    Jack Ketchum, Lucky McKee

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           286 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-67615-2

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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