„Folterpalast“ – Gerwalt Richardson

1527: Ein deutsches Söldnerheer zieht durch Italien und ist schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr bezahlt worden.
Der junge Mertin hat sich auf der Flucht nach einem Mord der Rotte von Michel angeschlossen, die Stimmung ist nicht besonders gut und als Michel vorschlägt, nach Rom zu ziehen und dort ordentlich zu plündern, findet das regen Anklang bei den Männern.
Dem Oberbefehlshaber bleibt am Ende nichts anderes übrig, als nachzugeben, will er sein Leben nicht verlieren.
Rom ist schutzlos und so schickt der Papst dem Heer einen Unterhändler, der mit einer großen Menge Gold dafür sorgen soll, dass seine Heimatstadt verschont bleibt.
Dieser Mann ist Prospero Gritto, ein römischer Kaufmann, er soll einen Wechsel unterzeichnen, der bei den Fuggern eingelöst werden kann.
Im Lager wird über seinen Vorschlag zwar erstmal nachgedacht, dann gerät das Ganze jedoch ziemlich schnell außer Kontrolle und so brechen die Söldner in die ewige Stadt auf.
Prospero will ihnen zuvorkommen und seine Familie in Sicherheit bringen, da er sich jedoch zu Fuß auf den Weg machen muss, kommt er zu spät.
Während das Heer mordend und plündernd durch die Stadt zieht, hat Michels Rotte nur ein Ziel, Grittos Palast, wo sie große Geldvorräte vermuten.
Doch zuerst einmal scheint das Geld nebensächlich, denn es ist doch viel schöner, die Dienerinnen und vornehmen Damen das Hauses zu vergewaltigen und foltern.
Inzwischen ist auch Gritto zu Hause angekommen, wird jedoch von den Söldnern bereits erwartet und gefangen genommen.
Um ihn zum Unterzeichnen des Wechsels zu zwingen, ist jedes Mittel recht…

Manchmal ist es schwer, die passenden Worte zu finden, gerade, weil ich immer ein schlechtes Gewissen habe, wenn mir etwas nicht zusagt, aber dieses Buch war echt eine Herausforderung für mich.
Dass mich mit Gerwalt Richardson keine leichte Kost erwartet, war mir klar und Torture Porn sagt ja auch einiges über den Inhalt aus, trotzdem fand ich den Klappentext sehr interessant und dachte mir, hey, das könnte ja vielleicht etwas für dich sein, eine kleine Geschichtsstunde hat bekanntlich noch keinem geschadet.
Leider waren alle Protagonisten einfach nur unsympathisch, wenn nicht sogar abstoßend, vor allem Mertin, dessen Hobby es anscheinend ist, irgendwelche Frauen toll zu finden, flachzulegen und dann abzumurksen, das ist wohl wahre Liebe…
Als er im besetzten Palazzo dann als einziger clever genug ist, zu erkennen, dass der verkleidete Küchenjunge niemand geringeres als Grittos Tochter ist, bieten sich ihm ungeahnte Möglichkeiten.
Die hätte das Buch auch gehabt, wäre man etwas mehr auf die Story eingegangen, als gefühlt auf jeder Seite eine der Frauen im Haus erst zu vergewaltigen, dann zu quälen und schließlich umzubringen.
Ich muss gestehen, mehrmals war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, weil einfach nichts neues passierte und wer mich kennt, weiß, dass das bei mir sehr selten vorkommt.
Aber nein, ich habe die Arschbacken zusammengekniffen und bis zum Schluss durchgehalten, wenigstens das Ende konnte mich etwas versöhnen.
Trotzdem weiß ich jetzt, Gewalt Richardson ist wohl nichts für mich.
Viele mögen „Folterpalast“ spannend gefunden haben, mich haben die permanenten Vergewaltigungen einfach nur genervt und so gibt es für das Buch von mir auch nur 2 von 5 Blutlachen…

• Autor:                                    Gerwalt Richardson

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           305 Seiten

• ISBN:                                      978-3-959577656

 Genre:                                   Torture Porn

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