„The Gas“ – Charles Platt

Vincent ist Wissenschaftler und auf der Flucht.
Aus einem Forschungslabor ist ein Gas ausgetreten, dass den Menschen auf seine Triebe reduziert, kurz gesagt, vögeln und Gewalt stehen nun auf der Tagesordnung.
Bevor das Gemisch London erreicht, will er seine Familie dort einsammeln und aus der Gefahrenzone schaffen, das jedoch erweist sich als nicht ganz so einfach…
Unterwegs trifft er auf Cathy, die zum ersten Mal diese merkwürdigen Gefühle in ihm zum Ausbruch bringt, so dass er die Kontrolle über sich verliert, aber ihr scheint das nichts auszumachen.
Schließlich setzen beide die Reise gemeinsam fort und gelangen in ein Dorf, in dem schon das komplette Chaos tobt.
Die Bewohner fallen nicht nur hemmungslos übereinander her, nein, sie schlachten sich auch gegenseitig ab.
Gemeinsam mit einem Priester gelingt ihnen die Flucht…

Auch hier bin ich mal wieder etwas zwiegespalten.
Diesmal fange ich mit dem Cover an, einfach, weil es sofort ins Auge sticht.
Ja, es ist das Originalcover, trotzdem finde ich es schrecklich, zum Glück interessiert mich der Inhalt eines Buches mehr als das Aussehen.
Trotzdem bin ich mit „The Gas“ nicht ganz glücklich geworden.
Der Klappentext klingt spannend und die Geschichte an sich ist auch mächtig böse, aber ich bin nun mal kein Freund der Pipi-Kacka-Fraktion.
Ich kann damit leben, wenn so etwas in einem Buch erwähnt wird, aber wenn man immer wieder darauf herumreiten muss…
Mein Fehler war wahrscheinlich, dass ich „Folterpalast“ von Gerwalt Richardson parallel zu „The Gas“ gelesen habe und es da solche Szenen zuhauf gibt, irgendwann war ich es einfach leid…
Aber auch das Vorwort mit seinen an die 50 Seiten fand ich persönlich sehr anstrengend.
Ja, es war interessant, etwas über die Geschichte des Buches und auch des Autos zu erfahren, aber mir war das etwas zu ausführlich.
Dafür habe ich mit Vincent mitgelitten, denn bereits am Anfang weiß er genau, was ihn erwartet und versucht dem Ganzen, so gut es geht, entgegenzuwirken.
Ist er anfangs noch schockiert, so nimmt die Liebe innerhalb seiner Familie schon bald sehr merkwürdige Züge an und auch die Kinder mal eben auf einem Spielplatz abzuladen, damit sie sich dort mit den anderen vergnügen, ist mit Sicherheit alles andere als normal und wie man damit umgeht finde ich doch sehr erschreckend.
Trotzdem ist „The Gas“ für mich jetzt kein Buch, dass man unbedingt gelesen haben muss und an dessen Inhalt sich wahrscheinlich die Geister scheiden werden.
Dafür, dass es allerdings schon so viele Jahre auf dem Buckel hat, immerhin ist es von 1970, ist es erstaunlich aktuell, wobei aktuell vielleicht auch nicht das richtige Wort dafür ist.
Die Zuordnung zu einem bestimmten Genre fällt mir hier auch schwer, was ist das?
Horror? Pornografie?
Ich belasse es einfach mal bei ersterem bis mir etwas besseres einfällt und vergebe 3,5 von 5 Blutlachen.

• Autor:                                    Charles Platt

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           335 Seiten

• ISBN:                                      / Sammlerausgabe

 Genre:                                   Horror

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