Lieblingscharaktere

In der Bookaholics Listenaktion dreht sich dieses Jahr alles um Lieblingscharaktere und da ich in ein paar Tagen an der Reihe bin, habe ich mir natürlich schon mal ein paar Gedanken gemacht.
Einige Chars bzw. Bücher fehlen, ganz einfach, weil sie schon genannt wurden, Cronins Passage-Trilogie zum Beispiel, dafür ist dann halt wer anders nachgerückt.

Aber mit wem fange ich an?
Am besten mit meinen beiden Lieblingspsychos.^^

Seth aus der „Ein Blick in die Hölle“ Reihe von Wade H. Garrett.
Die meisten werden ihn wahrscheinlich nicht kennen, denn die Bände gehören zur Festa Extrem Reihe und dürften damit auch nichts für jedermann sein.
Seth hingegen muss man einfach lieben, ich tue es zumindest, denn als selbsterklärter Rächer zieht er durch Amerika und übt blutige Rache an Mördern, Tierquälern, Kinderschändern, das geht zwar sehr böse und blutig zu, trotzdem kann man sich ab und an ein Grinsen nicht verkneifen, Humor ist halt, wenn man trotzdem lacht…

Womit ich gleich zum zweiten Psychopathen komme, nämlich dem guten Joe aus Paul Cleaves „Der siebte Tod“ und einigen der Folgewerken.
Joe, der als unterbemittelter Putzmann Polizeibüros schrubbt, seiner Mutter mit Rattengift nach dem Leben trachtet, aber seine Fische abgöttisch liebt, halt der nette Killer von nebenan.
Als man eine Leiche findet und die dem Schlächter von Christchurch anlastet, wird Joe sauer, immerhin hat er nur 6 Frauen umgebracht und so macht er sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.
Ich liebe dieses Buch, es ist einfach so geschrieben, dass man immer wieder grinsen muss und auch Joe ist irgendwie gar nicht so böse, also für einen Mörder zumindest, immer wieder ertappt man sich dabei, dass man ihn doch eigentlich für einen sympathischen Kerl hält.

Natürlich muss immer auch ein Tier mit von der Partie sein, mein Tierliebhaberbonus geht an Apollo aus der „Extinction Cycle Reihe“ von Nicholas Sansbury Smith, den ich einfach ins Herz geschlossen habe.
Ich denke, diese 7-bändige Weltuntergangsreihe werden auch die wenigsten kennen, wer sich allerdings für dieses Thema interessiert, dem kann ich sie nur wärmstens ans Herz legen.
Apollo ist immer an vorderster Front im Kampf gegen die Mutanten dabei, zu denen sich die Menschen entwickeln, ob in Amerika mit Herrchen Beckham oder später in Europa mit Fitz, der treue Hund riskiert sein Leben für seine Lieben und rettet denen so nicht nur einmal sprichwörtlich den Arsch…

„M-O-N-D, das bedeutet Tom…“, ach wer liebt ihn nicht, das etwas zurückgebliebene Riesenbaby mit den großen Herzen aus Kings „The Stand“.
Und auch wenn Tom sicherlich nicht der cleverste ist, so spielt er doch eine große Rolle bei der Erfüllung eines sehr wichtigen Auftrages.
Ich jedenfalls hab ihn sofort ins Herz geschlossen und jeder, der das Buch liest, wird das wohl auch tun.

Und da wir schon mal bei Stephen King sind, ein weiterer meiner Favoriten ist Jud Crandall, der Nachbar der Familie Creed aus „Friedhof der Kuscheltiere“.
Der alte Mann hat das Herz am rechten Fleck und es im Leben auch nicht leicht gehabt.
Jud wird zu Louis Ersatzvater und kennt natürlich alle Geschichten über dessen neue Heimat, er ist es aber auch, der ihm von dem alten Indianerfriedhof tief in den Wäldern erzählt…

Genug zu King, kommen wir zu Rick Yancey und dessen „Monstrumologen“, aber nicht der hat einen Stein bei mir im Brett, sondern sein kleiner Handlanger Will Henry, der als 12-jähriger nach dem Tod seiner Eltern zu ihm kommt und in einer für ihn zunächst völlig fremden Welt landet, denn sein Arbeitgeber jagt die realen Monster, die es da draußen tatsächlich gibt, egal ob Wendigos oder Menschenfresser, er kennt sie alle.
Vier Bände lang habe ich mit Will Henry gebangt und gezittert und dabei ist mir der Waisenjunge sehr ans Herz gewachsen.

Bekanntlich liebe ich ja Chris Carters Hunter und Garcia Reihe, aber nicht an Hunter habe ich mein Herz verloren, sondern an seinen langhaarigen, verheirateten, irgendwie immer die Ruhe bewahrenden Partner.
Während Genie Hunter immer irgendwo zumindest einen kleinen Anhaltspunkt findet, ist Garcia der ruhende Pol des Gespannes und eigentlich ziemlich langweilig, aber eben nicht auf den Mund gefallen, ich mag sarkastische Menschen einfach …^^

Schon als Kind habe ich „Wer die Nachtigall stört“ geliebt und ich tue es immer noch, besonders angetan hat es mir da Atticus Finch, der Vater von Jem und Scout.
Als Anwalt tritt er für die ein, die sich nicht mehr selbst helfen können und er lehrt seinen beiden Kindern sehr wichtige Lektionen, die manchmal eben auch wehtun.
Bis heute habe ich es nicht fertiggebracht, die Fortsetzung zu lesen, weil ich mein Bild vom Atticus einfach nicht zerstören will…

Auch Maarten S. Sneijder aus Andreas Grubers „Todes-Reihe“ hat es auf meine Liste geschafft, aber der niederländische Ermittler ist auch einfach ein verdammt schräger Vogel, er ist schwul, raucht Marihuana, trägt immer und überall seine Akkupunkturnadeln mit sich herum, klaut Bücher in einer bestimmten Ladenkette und ist alles andere als ein Menschenfreund.
Doch er ist eben auch ein Genie und so lassen ihn seine Vorgesetzten mehr oder weniger gewähren, denn schließlich kommt es ja immer auf die Ermittlungsergebnisse an.
Über Sneijder habe ich vor einigen Tagen zur Buchmesse gerade erst mit seinem Schöpfer diskutiert und erfahren, dass da noch einige Bände auf uns zukommen…

Und last but not least ist da noch Handyman Jack, der seinen ersten Auftritt in F. Paul Wilsons „Die Gruft“ hat.
Jack ist der Mann fürs Grobe und wird eingeschaltet, wenn man sich nicht mehr anders zu helfen weiß, Empfehlung erfolgt fast ausschließlich durch Mundpropaganda und keiner weiß so wirklich, was er treibt.
Jack ist ein guter Ermittler und friedliebender Zeitgenosse, kann, wenn es sein muss auch grob werden.
Er bemerkt allerdings schon bald, dass es zwischen Himmel und Erde auch noch andere Dinge als Verbrechen gibt und er eine wichtige Rolle in einem ewig währenden Kampf zu spielen scheint.
So sehr er sich auch dagegen wehrt, immer wieder wird er mit hineingezogen und erkennt  Schritt für Schritt, was seine Bestimmung ist.

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