„Ungeheuer“ – Jesus F. Gonzalez, Wrath James White

„Ungeheuer“ ist die Fortsetzung von Jesus F. Gonzales „Snuff Killers“, die er leider nicht selbst beenden konnte und so ist, zumindest teilweise, Wrath James White für ihn in die Presche gesprungen und der hat seine Sache gut gemacht, das muss man ihm lassen.
Das Buch besteht aus 2 Novellen, „Ungeheuer“ von Gonzalez und „Tiere“ von White, wobei es bei letzterem deutlich brutaler zur Sache geht.
Zwischen beiden Stories findet man noch drei, ich nenne es mal Fragmente von Gonzalez, Kurzgeschichten, wie es auf dem Klappentext steht, trifft es, wie ich finde, nicht so ganz, denn es sind wirklich nur kurze Ausführungen, deswegen werde ich darauf auch nicht näher eingehen.
„Snuff Killers“ muss man übrigens nicht unbedingt gelesen haben, um in diese düstere, dreckige Welt eintauchen zu können, allerdings trifft man erneut auf eine Person aus diesem Werk und lernt sie und ihre Vorlieben etwas näher kennen.
Lange Rede, kurzer Sinn, kommen wir zum Inhalt.

„Ungeheuer“: Melanie geht noch zur Schule, ihre beiden älteren Geschwister Miriam und Mark sind längst ausgezogen und führen ein eigenes Leben.
Während Miriam den Kontakt zur Familie aufrecht hält, hat sich Mark mit seinem Vater zerstritten und lässt nur selten etwas von sich hören.
Mutter Mabel ist Mitglied in verschiedenen Clubs und so mit Freunden öfters unterwegs, doch als sie abends nicht wie abgesprochen auftaucht, macht sich Mel Gedanke, ganz im Gegensatz zu ihrem Vater, der weiterhin seinem Hobby, dem Trinken, nachgeht.
Irgendwann tauchen schließlich Bruder und Schwester auf, die sich doch etwas mehr zu sorgen scheinen und sich irgendwie merkwürdig verhalten, fast so, als würden sie etwas verbergen.
Kurzum, in der Familie scheinen Dinge zu passieren, von denen Melanie keine Ahnung hat und ja mehr sie darüber nachdenkt, um so unheimlicher wird ihr das Ganze…

„Tiere“: Nach einem erschreckenden Anruf von Mike machen sich seine Freunde auf die Suche nach ihm.
Alles, was die Teenager wissen, ist, dass er ab und nach New York fährt und sich dort mit ein paar schnellen Nummern Geld verdient, seine Kunden sind allerdings nicht immer ganz harmlos, dafür aber zahlen sie gut.
Nun hat Mike ein Angebot für einen Film, einen schrägen Film und Lee, Brian, Nick, Darlene und Jim befürchten Schlimmes und wollen ihm den Dreh ausreden, also brechen sie kurzentschlossen in die Großstadt auf, um Mike zu Suchen.
Tatsächlich finden sie ihn, doch er will seinen Job unbedingt durchziehen und flüchtet, während seine Freunde ihn verfolgen und dabei im wahrsten Sinne des Wortes in der Hölle landen…

Wie der Titel und auch das Cover verraten, geht es hier ziemlich hart zur Sache, dessen sollte man sich bewusst sein, aber dafür erscheint der Titel ja auch in der Extrem Reihe, die Dame mit der netten Apparatur auf dem Kopf und dem Knebel im Mund lässt auf jeden Fall nichts Gutes erahnen.
Während Jesus F. Gonzales Geschichte noch recht ruhig beginnt, man aber bereits erahnen kann, dass hinter diesen Mauern so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, verschwendet Wrath James White keine Zeit und wirft einen gleich mitten ins Geschehen, was mir persönlich lieber ist.

Fazit: Ein netter, kleiner, blutiger Ausflug in Mabels Welt, der sicher nicht jedem bekommen dürfte, mich aber gut unterhalten hat, 4 von 5 Blutlachen und ich glaube, mit den Rezepten muss ich mich bei Gelegenheit nochmal näher beschäftigen…^^

• Autor:                                    Jesus F. Gonzalez & Wrath James White

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           245 Seiten

• ISBN:                                      / (Festa Extrem)

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.