„Home Invasion“ – J. Mertens

Familienbande …

Auf den ersten Blick scheinen die Bentleys eine ganz normale Familie zu sein, die sich auf den Urlaub freut, nur Baby Gabe raubt mal wieder allen mit seinem permanenten Geschrei die Nerven und die 10-jährige Drew und ihr 6 Jahre älterer Bruder scheinen ein Geheimnis zu haben, dass mit seinem Durchfall zusammenhängt, aber so sind halt Teenager.
Die Nachbarn schauen noch einmal vorbei, um sich letzte Instruktionen abzuholen, denn sie sollen auf das Haus aufpassen und dann klingelt es plötzlich und ein kleines, blondgelocktes Mädchen steht vor der Tür.
Sie bittet um eine Spende für ein Waisenhaus und fragt, ob sie die Toilette benutzen kann, natürlich schlägt ihr das niemand ab, ein Fehler, wie sich schon bald herausstellt.
Kurz darauf läutet es erneut, ihr großer Bruder, der nach ihr sucht und nicht besonders freundlich ist, gefolgt von den Eltern, die sich für ihren Sohn entschuldigen.
Den Hausbesitzern kommt das Ganze langsam merkwürdig vor, sie wollen die Gäste nur noch loswerden, die jedoch weigern sich zu gehen und meinen, sie müssten auf Grandpa warten, der tatsächlich bald eintrifft.
Von da an gerät die Situation völlig außer Kontrolle, denn der alte Herr will spielen und es wird kein schönes Spiel.
Er scheint die dunkelsten Geheimnisse jedes einzelnen zu kennen und hat keine Skrupel, sie gegeneinander auszuspielen ohne sich selbst die Finger dabei schmutzig zu machen…

Dass „Home Invasion – Die Faust des Terrors“ nichts für Leute mit schwachem Magen ist, zeigt sich bereits im Prolog, allerdings hat man da noch keine Ahnung, wer die Opfer sind, das erfährt man jedoch im Laufe der Handlung.
Während die Bentleys anfangs wie eine ganz normale Familie erscheinen und einem die Mitglieder mehr oder weniger sympathisch sind, ändert man seine Meinung recht bald, denn nichts ist so, wie es scheint, jeder von ihnen hat Schuld auf sich geladen, mit Ausnahme von Baby Gabe, aber ausgerechnet er ist der Erste, der auf eine sehr unschöne Art sein Leben lassen muss, noch bevor die Partie so richtig losgeht, eigentlich ist er sogar der Auslöser, der Startschuss sozusagen.
Und dann geht es reihum und schon bald ist von einem Familienzusammenhalt nicht mehr das geringste zu spüren, zu entsetzt sind ist jeder von den Taten der Anderen, kein Tabuthema wird ausgelassen und bald geht es nur noch ums pure Überleben, Vater gegen Mutter, Bruder gegen Schwester…

Wie bereits erwähnt, empfindlich sollte man nicht sein, wenn man zu diesem Buch greift, denn immer, wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, packt der Autor noch eine Schippe drauf.
Lediglich das Cover halte ich nicht so ganz für gelungen und das liegt an den verschiedenen Schriftarten und -farben.
Ansonsten haben ich den Trip in die Abgründe der menschlichen Seele sehr genossen und vergebe dafür 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                     „Home Invasion – Die Faust des Terrors“

• Autor:                                    J. Mertens

• Verlag:                                  Blutwut

• Format:                                Taschenbuch

• Seitenzahl:                          180 Seiten

• ISBN:                                     978-3961114283

 Genre:                                  Horror / Thriller

• Bewertung:

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