„Waldesstille“ – Nadine Teuber

Wem kannst du wirklich vertrauen?

Sarah hat es nicht leicht.
Als Kind ist ihre Schwester beim Spielen verschwunden und ein paar Jahre später kommt auch ihr Vater nicht mehr nach Hause.
So landet sie in einer Pflegefamilie, in der sie sich den Respekt ihrer Brüder zwar erst erkämpfen muss, aber dann immer auf sie zählen kann.
Trotz allem vertraut Sarah niemandem, an der Uni ist sie eine Einzelgängerin, lässt niemanden an sich heran und ist überrascht, dass der allseits beliebte Nils immer wieder Annäherungsversuche wagt.
Interesse hat sie nicht an ihm, er jedoch will sie unbedingt näher kennenlernen und schließlich willigt sie ein, allerdings nach ihren Regeln.
Beide machen sich zusammen auf eine mehrtägige Wanderung durch den Wald zum Haus von Sarahs Familie, wo sie hofft, etwas über ihre Schwester oder ihren Vater zu erfahren.
Nach und nach wächst ihr Nils sogar ein bisschen ans Herz, denn für einen Jungen aus der Stadt stellt er sich draußen in der Natur gar nicht so dämlich an und das beeindruckt sie.
Aber irgendwie sind da immer wieder auch Momente, die Zweifel in ihr wecken.
War es wirklich richtig, ihn mit auf den Ausflug zu nehmen?
Warum wacht sie morgens mit Verletzungen auf, kann sich aber an nichts erinnern und wieso telefoniert er immer wieder, während ihr Handy keinerlei Empfang hat?
Leidet sie unter Verfolgungswahn oder ist wirklich Gefahr im Verzug?

„Waldesstille“ von Nadine Teuber beginnt spannend und hat mich erstmal auch total gefesselt.
Ich habe mit Sarah gelitten, mich gefragt, ob sie einfach nur übertreibt, alles viel zu eng sieht oder ob sie nicht vielleicht doch richtig liegt mit ihren Vermutungen.
Schon als Kind hat sie gelernt, dass sie niemandem vertrauen kann und als Nils sich ausgerechnet für sie interessiert, kommt ihr das merkwürdig vor, vollkommen zu Recht, wie sich später zeigt.
Leider nimmt das Buch dann eine Wendung, die mir überhaupt nicht gefallen hat, mir war das alles zu unrealistisch, viel zu viele Zufälle und immer wenn man denkt, endlich kehrt mal Ruhe ein, kommt wieder etwas, bei dem ich mich frage, ob das jetzt wirklich noch sein muss…
Der Teil im Wald ist wirklich gut, eben weil man die ganze Zeit über nicht weiß, woran man wirklich ist, die One Woman Show im Anschluss fällt bei mir aber leider durch, leider kann ich darauf nicht näher eingehen, ohne zu spoilern.
Das Cover wiederum ist gut gewählt, zeigt es doch schlicht und ergreifend den Wald, in dem ein großer Teil der Handlung spielt, lediglich die Farben sind mir hier etwas zu blass.
Die Blutspritzer deuten noch einmal dezent darauf hin, dass es hier wohl eher nicht um einen gemütlichen Spaziergang im Grünen geht.
Auch wenn das Buch gut angefangen hat, hat es mich leider nicht wirklich überzeugt und so bekommt „Waldesstille“ von mir nur 3 von 5 Blutlachen…

• Titel:                                    „Waldesstille“

• Autor:                                    Nadine Teuber

• Verlag:                                  Independently published

• Format:                                Taschenbuch

• Seitenzahl:                          236 Seiten

• ISBN:                                     978-1980953944

 Genre:                                  Thriller

• Bewertung:

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