„Shivers VIII“ – Richard Chizmar

In Amerika hat sich die „Shivers“ Reihe, herausgegeben von Richard Chizmar, längst einen Namen gemacht, die erste Ausgabe erschien da bereits 2002.
Hier in good old Germany hat es mal wieder ein paar Jährchen länger gedauert, aber inzwischen hat sich der Buchheim Verlag der Anthologie angenommen und vor einiger Zeit den inzwischen 8. Teil veröffentlicht.

„Shivers“, übrigens ein sehr passender Titel, denn schon alleine die Spinne auf dem Cover reicht aus, um mir Schauer über den Rücken zu jagen.
Wer mich kennt, weiß, mit den Krabbelviechern habe ich es nicht so und ich meine jetzt nicht die kleinen Vertreter, die ab und an mal in der Wohnung auftauchen, die dürfen mir gerne Gesellschaft leisten, nein, ich meine die richtig dicken, behaarten Brummer …
Aber zurück zum Thema, in den 23 Kurzgeschichten dürfte fast jeder für seinen Geschmack etwas passendes finden, natürlich ist aber auch hier die Gefahr wieder groß, dass einem eben nicht alles gefällt und genau aus diesem Grunde tue ich mich mit solchen Sammlungen immer etwas schwer, hier aber erstmal ein kurzer Überblick über die Stories und Autoren:

♦ „Squad D“ – Stephen King
♦ „Gamma“ – Laird Barron
♦ „Messie“ – Kealan Patrick Burke
♦ „Die kreischende Frau“ – Bev Vincent
♦ „Verklärung“ – Richard Christian Matheson
♦ „Die blaue Katze“ – Keith Minnion
♦ „Der Gorilla in meinem Zimmer“ – Jack Ketchum
♦ „Der Stuhl“ – Bentley Little
♦ „Augen wie vergiftete Brunnen“ – Ian Rogers
♦ „Über der begrabenen Stadt“ – Daniel Brown
♦ „Offene Wunde“ – Darren Speegle
♦ „Schärfe“ – David Gerrold
♦ „Innig geliebt“ – Bruce McAllister
♦ „Ms. Wysle und der Lakritze-Mann“ – Shane Nelson
♦ „Die Stunde dazwischen“ – Adam-Troy Castro
♦ „Für immer und ewig“ – Gregt Kishbaugh
♦ „Autophagie“ – Ray Garton
♦ „Dier Erkundung der Sexualität ist ein Verbrechen“ – Alan Peter Ryan
♦ „Luciens Erzählung“ – David Niall Wilson
♦ „Der Kristall-Träumer“ – Jack Dann
♦ „Ein Haus für die Kleinsten“ – Michael M. Hughes
♦ „Der Kerker des Grafen Verlock“ – Norman Prentiss
♦ „Mama schläft“ – Brian James Freeman

Natürlich habe auch ich meine Lieblingsgeschichten, „Messie“ von Kealan Patrick Burke, in der ein Handelsvertreter von einer alten Frau in ihre verwahrloste Wohnung gebeten wird, zählt dazu, genau wie „Die blaue Katze“, in der die titelgebende Glasfigur besondere Opfer verlangt, auch „Der Stuhl“ von Bentley Little über einen Mann, der inmitten der unberührten Wildnis einen Stuhl findet und danach das Bedürfnis verspürt, selbst so ein Exemplar zu bauen, hat mir sehr zugesagt, ebenso wie „Innig geliebt“ und „Die Stunde dazwischen“.
Liebhabern des „klassischen“ Horrors ist wohl am ehesten „Augen wie vergiftete Brunnen“ und „Der Kerker des Grafen Verlock“ zu empfehlen, aber es gibt auch Stories, die mir eben nicht so zugesagt haben, allem voran „Der Gorilla in meinem Zimmer“ von Jack Ketchum, den ich ja eigentlich sehr schätze, mit diesen extrem kurzen Werk, das ja bereits in der Festa-Sammlerausgabe erschien und das ich somit schon kannte, kann ich gar nichts anfangen, ähnlich wie mit „Der Kristallträumer“ oder „Schärfe“.
Aber wie bereits erwähnt, so ist es halt mit Anthologien, nicht alles sagt einem zu, dafür kann man sich ein Bild über den Schreibstil unbekannter Autoren machen, es hat eben alles seine Vor- und Nachteile, allerdings muss ich dazu auch sagen, dass es für mich persönlich keine Totalausfälle gab, die hat man ja leider auch manchmal.
Alles in allem bietet „Shrivers“ für jeden Geschmack etwas und wie alle Bücher aus dem Buchheim Verlag ist es wunderschön aufgemacht, allein schon die Prägung und die angedeuteten Wassertropfen auf dem Cover lassen es wieder sehr edel wirken und ich bin gespannt auf die weiteren Ausgaben der Cemetery Dance Reihe, hierfür gibt es diesmal allerdings trotzdem nur 3,5 von 5 Blutlachen aus oben genannten Gründen …

• Titel:                                       „Shivers VIII“

• Autor:                                     Richard Chizmar (Hrsg.)

• Verlag:                                   Buchheim

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                           406 Seiten

• ISBN:                                      / (Cemetery Dance Germany)

• Genre:                                    Horror, Kurzgeschichten

• Bewertung:

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2 Responses to „Shivers VIII“ – Richard Chizmar

  1. Virginy sagt:

    Ja, die Geschichte war auch gut. Wie gesagt, oder besser geschrieben, Anthologien sind immer so ein Glücksgriff, so ganz überzeugt hat mich bisher noch keine…

  2. Rigr sagt:

    Schöner Artikel. Hab das Buch selbst gelesen. Zugegeben – ich hatte etwas Anderes erwartet, wurde aber nicht enttäuscht. Meiner Meinung nach haben viele der Geschichten ein ziemlich hohes Niveau und fallen dadurch kaum in das Genre Horror. Aber sie sind fesselnd und gut geschrieben … und entbehren an der ein oder anderen Stelle nicht einen gewissen (schwarzen) Humor. Eines meiner Highlights war „Ms. Wysle und der Lakritze-Mann“.

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