„Die Sodom Lotterie“ – Ralph D. Chains

Eigentlich hofft man bei einer Lotterie ja auf einen tollen Preis, wenn Mann allerdings sein bestes Stück an eine Kettensäge verliert und der Einsatz bzw. Gewinn das eigene Leben ist, sieht es da schon ein bisschen anders aus.

Ralph D. Chains erspart uns die Vorgeschichte, es gibt keine großartige Vorstellung der Charaktere, nein, er wirft uns gleich mitten ins Geschehen…

Als sein brutaler Vater ausgerechnet zu Pauls Geburtstag mit ihm einen Ausflug unternimmt, ist ihm eigentlich schon klar, dass dabei nichts Gutes herauskommen kann.
Nach einer endlosen Fahrt durch die Wüste enden beide in einer großen gut besuchten Industriehalle und Paul erhält einen kleinen Einblick in das, was sein alter Herr so treibt.
Auf der Bühne vor der johlenden Masse findet eine seltsame Art von Lotterie statt, bei der ein Glücksrad entscheidet, welcher Herausforderung man sich stellen muss, überlebt man eine bestimmte Anzahl von Runden, gibt es ein hohes Preisgeld, doch natürlich haben es die Aufgaben in sich.
Nachdem Paul den ersten Mann auf der Bühne sterben sieht, wird ausgerechnet sein Name aufgerufen, kein geringerer als sein Vater hat ihn angemeldet, um ihn endlich zum Mann zu machen…

Auch Sarah teilt dieses Schicksal, allerdings ist sie keine Kandidatin und hat somit auch keine Aussicht auf den großen Gewinn.
Nachdem sie in einem Sarg zu sich kommt, begreift sie recht schnell, was hier von ihr verlangt wird und hat nur noch ein Ziel, sie muss so schnell wie möglich verschwinden, dieses Vorhaben erweist sich jedoch als äußerst schwierig, denn sie ist gute Ware und die lässt man nicht einfach so ziehen.
Allerdings hat man die junge Dame etwas unterschätzt…

Nun ja, eigentlich ist „Die Sodom Lotterie“ nichts anderes als eine Aneinanderreihung möglichst perverser Spielchen und somit nicht wirklich mein Beuteschema, trotzdem muss ich gestehen, das mich das Werk sehr gut unterhalten hat.
Während die meisten wahrscheinlich den Kopf schütteln würden, musste ich ein paar mal grinsen, ich sage nur Stichwort: Möbel.^^
Natürlich muss man diese ganz spezielle Art von Humor mögen und darf keine anspruchsvolle Story erwarten, aber das sollte man ja schon anhand des Titels nicht.
Wen es also nicht stört, auch mal knöcheltief durch Schweinescheiße zu waten um Paul und Sarah bei ihren Aufgaben zu begleiten, der ist mit diesem Buch bestens bedient, alle zarten Seelchen sollten allerdings die Finger davon lassen.
Für 4 von 5 Blutlachen darf sich das Glücksrad bei mir jedenfalls gerne weiter drehen und „Cannibal Holidays“ liegt schon bereit…

• Titel:                                       „Die Sodom Lotterie“

• Autor:                                     Ralph D. Chains

• Verlag:                                   Redrum

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            223 Seiten

• ISBN:                                       978-3959578592

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