Buchreihen: Andreas Gruber vs. Kealan Patrick Burke

Fast hätte ich mein Buchreihen-Special diesen Monat vergessen, aber einen Tag habe ich ja noch.
Diesmal habe ich lange überlegt, welche Reihen ich auswähle und da sowohl Andreas Grubers Rache-Reihe (bisher), als auch Kealan Patrick Burkes Timmy Quinn Serie aus jeweils 3 Büchern bestehen, hab ich mich ganz spontan für diese beiden entschieden.
Hier ein kurzer Überblick:

…..„Timmy Quinn“  (2014)
…..(„The Turtle Boy“, „The Hides“, 2004)
…..„Timmy Quinn 2“ (2015)
…..(„Peregrine’s Tale“, „Vessels“, 2006)
…..„Timmy Quinn 3“ (2016)
…..(„Nemesis“, 2011)


Der österreichischen Autor Andreas Gruber ist ja auch hierzulande kein Unbekannter mehr, bei Goldmann sind inzwischen einige Thriller-Serien mit den unterschiedlichsten Hauptfiguren erschienen, ich widme mich heute der Rache-Reihe, die bisher aus „Rachesommer“, „Racheherbst“ und „Rachewinter“ besteht, der Frühling wird noch folgen und das Ganze dann abschließen, allerdings wird es bis dahin noch ein bisschen dauern.
Die beiden Hauptprotagonisten hier sind Walter Pulaski und Evelyn Meyers, ein doch sehr gegensätzliches „Pärchen“.
Pulaski ist alleinerziehender Vater einer Teenagertochter, deswegen hat er seine Karriere auch an den Nagel gehängt und arbeitet nun beim Kriminaldauerdienst in Leipzig, wo er nur noch ein kleines Rädchen im Getriebe ist, eine Tatsache, mit der er nicht ganz so gut zurechtkommt.
Er ist bereits über 50, ständig mies gelaunt und hat Asthma.
Evelyn Meyers hingegen lebt in Wien, ist Mitte 30, hat Jura studiert und arbeitet inzwischen als Strafverteidigerin in ihrer eigenen Kanzlei, sie verlässt sich immer auf ihr Bauchgefühl und ist damit bisher auch meist ganz gut gefahren.
Beide treffen im Laufe ihrer Ermittlungen in „Rachesommer“ das erste Mal aufeinander und auch später führen sie verschieden Fälle immer wieder zusammen, seien es Morde an wohlhabenden Männern, seltsame Tätowierungen oder eine geheimnisvolle Frau im roten Kleid.
Wer Thriller mag und ein Herz für mürrische Ermittler hat, der ist hier bestens aufgehoben.

Kealan Patrick Burke hingegen ist nicht ganz so bekannt, erschienen seine Bücher doch im eher kleinen Voodoo Press Verlag, er ist gebürtiger Ire und schreibt vor allen im Horrorbereich.
„Timmy Quinn“ umfasst im Original 5 Novellen, in der deutschen Ausgabe sind in Band 1 und 2 jeweils zwei davon enthalten, lediglich der letzte Band erschien auch hier mit nur einer Geschichte.
Im Gegensatz zu Andreas Gruber, dessen Bücher sich mehr oder weniger um Ermittlungsarbeiten drehen und durchaus gut recherchiert sind, widmet sich Burke eher der Fantastik, denn sein Titelheld gerät mit elf Jahren das erste Mal in den Bann des Übernatürlichen und das lässt ihn sein ganzes Leben lang nicht wieder los.
Er muss erkennen, dass er über eine besondere Gabe verfügt und eine Aufgabe zu erfüllen hat, die immer wieder Opfer von ihm verlangt und der er einfach nicht entfliehen kann, seine Lektionen sind hart und alles läuft auf eine bestimmte Begegnung hinaus.
Im ersten Buch ist Timmy noch ein kleiner Junge, der sich mit seinem Freund auf unbeschwerte Ferien freut, jedoch lernen muss, dass das Unheil in unmittelbarer Nähe auf ihn lauert, im Laufe der Jahre jedoch verändert er sich und stellt sich seinem Schicksal.
In allen Bänden herrscht eine sehr düstere Grundstimmung vor, passend zum Thema und Kealan Patrick Burke schafft es, einen mit seinen Umschreibungen förmlich ins Geschehen hineinzusaugen.
Wer also auf Grusel und Gänsehaut steht, sollte hier unbedingt mal einen Blick riskieren.

So, das waren meine beiden Tipps für diesen Monat, ob euch nun eher nach kriminellen Subjekten oder übernatürlichen Vorkommnissen (oder auch nach keinem von beidem) ist, müsst ihr selbst entscheiden.
Ich für meinen Teil bin gern in beide Welten abgetaucht und mag den dauermotzenden Pulaski genauso wie den kleinen Jungen Timmy, der erwachsen wird…

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