„Hunting Evil“ – Chris Carter

Get ready,  Grasshopper …

Nun ist er also endlich erschienen, der zehnte Teil der Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter, allerdings erstmal nur auf Englisch.
Was uns erwartet, wird ja schon am Ende des letzten Buches kurz angedeutet, Lucien Folter, Robert Hunters Studiengefährte, inzwischen allerdings ein gemeingefährlicher Psychopath, ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen.
Wie er das angestellt hat, bleibt den Ermittlern erstmal verborgen, aber natürlich zieht er eine Blutspur hinter sich her.
Hunter soll an diesem Fall mitarbeiten, weigert sich jedoch vorerst, bis er erfährt, das Lucien ihm eine Nachricht hinterlassen hat, in der er ihn direkt mit Grasshopper, seinem Spitznamen für ihn, anspricht.
Und natürlich weiß er auch, dass sein alter Freund sich mit ihm in Verbindung setzen wird, immerhin gibt er ihm die Schuld für seinen Gefängnisaufenthalt.
Trotz inzwischen 10-jähriger Partnerschaft weiß Garcia nichts von Lucien, damals befand er sich ja im Urlaub und Robert hat ihm nie davon erzählt, was er jetzt nachholen muss.
Doch irgendwie kann Carlos nach all den Fällen nicht glauben, dass Folter schlimmer sein soll, als all die anderen Mörder, die sie bisher zur Strecke gebracht haben, allerdings wird er schon bald eines Besseren belehrt, denn Lucien meldet sich tatsächlich telefonisch bei Hunter.
Mithilfe eines Rätsels soll er herausfinden, was Folter plant und worauf er und sein Team dabei stoßen, ist erschreckend…

„… Understand this – murder is a very personal act. It is perhaps the most personal of all human interactions. What electrifies the blood inside a killer’s veins, what makes the heart of a killer beat faster and faster, is the direct contact with the victim and the God-devine connection it creates. Looking into the victim’s eyes, sensing his/her fear, smelling it, savoring it, owning it… there is Nothing like it. It’s a feeling so powerful that it changes you. It alters your perception, your brain, your being …“ (Seite 289)

Außerdem ist da noch Tracy, mit der sich Hunter nach wie vor trifft und natürlich bekommt auch sein aufmerksamer Gegenspieler davon Wind, woraufhin er ihm eine kurze Nachricht schickt, mit der Robert da allerdings noch nichts anzufangen weiß.

„How do you kill someone without actually kill them? It’s easy, Grasshopper. You empty their soul, only to refill it with pain … you take away what they love the most.“ (Seite 334)

Wer jetzt allerdings denkt, es geht Tracy an den Kragen, der kennt Lucien nicht, denn das wäre viel zu einfach, er geht da wesentlich perfider vor …

Ach was habe ich auf das Buch gewartet und immer wieder drüber nachgedacht, mir die Originalversion vorzubestellen, nachdem es dann hieß, die ersten 1000 Exemplare sind signiert, habe ich zugeschlagen, na ja, Geduld war halt noch nie meine Stärke.
Erstaunlicherweise fiel mir das Lesen auf Englisch nicht wirklich schwer, (ich hatte ja schon bei „The Caller“ keine Probleme, das habe ich bis heute nicht auf Deutsch gelesen) ich weiß nicht, ob es am Schreibstil liegt oder einfach nur daran, dass ich die meisten Namen und Bezeichnungen aus den anderen Büchern schon ja schon kenne, aber egal…^^
Hunter und Garcia sind nach wie vor ein Dreamteam, auch wenn Carlos erst einmal über den Erzfeind seines Partners aufgeklärt werden muss, was mich ehrlich gesagt etwas verwundert hat, denn die beiden arbeiten nun schon so lange zusammen und er hat ihn nie erwähnt?
Grübel…
Ich liebe Garcia einfach für Sätze wie: „… but this is the United States of America – the land where money talks and bullshit runs the marathon…“
Wie immer, so gibt es auch diesmal wieder einen kleinen Rückblick in Hunters Vergangenheit, diesmal natürlich vor allem in sein Leben an der Uni, das doch etwas anders war, als vielleicht gedacht.
Außerdem habe ich auch Tracy irgendwie ins Herz geschlossen und war gespannt, was ihr wohl blühen wird, denn wie Chris mir im Interview erzählt hat, ist sie der einzige Charakter, der auf einer realen Person basiert, seiner Freundin und die über die Klinge springen zu lassen, wäre wohl eher kontraproduktiv, aber wer weiß…^^
Bevor ich aber noch weiter abdrifte, hier mein Fazit: „Hunting Evil“ ist wieder ein sehr gelungener Carter und Lucien wie schon in „Die stille Bestie“ ein würdiger Gegner, lediglich das Ende hatte mir ein bisschen zu viel „Bums“, lach und so gibt es diesmal 4,5 von 5 Blutlachen und natürlich eine unbedingte Leseempfehlung für alle Hunter-Fans.

• Titel:                                      „Hunting Evil““

• Autor:                                     Chris Carter

• Verlag:                                   Simon&Schuster

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           485 Seiten

• ISBN:                                      978-1-4711-7952-5

Genre:                                    Thriller

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