„Lautloser Feind“ – Andrew Holland

In der Hitze Havannas …

Der achte Fall für Howard Caspar entführt uns diesmal nach Cuba, in ein Land, das bekanntlich nicht die besten Beziehungen zu Amerika pflegt, deshalb sollen die Diplomaten dort auch bald nach Hause zurückkehren.
Jill ist 15, lebt mit ihrem Vater in der Botschaft und schert sich nicht um die bestehende Ausgangssperre, sie ist verliebt und will Zeit mit ihrem Freund verbringen, hofft sogar, ihn irgendwie mit zurück nach Hause zu nehmen.
Natürlich sind ihre Streifzüge im Alleingang keine gute Idee, denn sie endet, mit Glassplittern gespickt, angebunden mitten in der Stadt, wo sie förmlich hingerichtet wird.
Auch Viola lebt in der Botschaft, natürlich kannte sie Jill und will wissen, was ihr passiert ist und so trifft sie sich mit deren Freund, den sie insgeheim in Verdacht hat, in den Mord verstrickt zu sein.
Der Junge erzählt ihr, was er weiß und scheint zutiefst erschüttert, Viola glaubt ihm.
Doch auch sie verschwindet nach dem Treffen spurlos.
Caspar wird vom Militär um Mithilfe gebeten, eigentlich will er nicht nach Cuba fliegen, erst recht nicht ohne sein Team, aber natürlich übernimmt er den Fall dennoch…

Ich muss zugeben, ich habe nicht alle Bände gelesen und deswegen fehlte mir so ein bisschen der Überblick, doch nicht nur deshalb ist es nicht unbedingt mein Lieblingsteil der Reihe.
Auf diese Art und Weise zu morden, ist mir neu und auch ziemlich bösartig, trotzdem hat mich dieser Fall irgendwie nicht so wirklich gefesselt, was an den Akteuren lag und auch am Schauplatz.
Ich habe nichts gegen Cuba, das Land wurde toll beschrieben, man hat die Hitze und den Schweiß förmlich auf der eigenen Haut gespürt, aber dieses Herumreiten auf dem Zwist zwischen Amerika und Cuba hat mich genervt.
Ja, diese Schallwellenangriffe gab es tatsächlich und das in einem Buch zu verwenden, finde ich genial, trotzdem hat mich die Geschichte nicht mitgerissen.
Vielleicht auch, weil ich mit den beiden Diplomatentöchtern nicht warm geworden bin, beide lassen sich von demselben Schönling umgarnen?
Die Väter von beiden sind … (Upps, ich will ja nicht spoilern, aber das war mir irgendwie alles ein bisschen zu viel des Guten.)
Dasselbe trifft übrigens auf den Täter zu, klar will er Rache, aber hey, vorher muss er so viele Dinge im Alleingang schaffen und hat davon keine Ahnung, trotzdem funktioniert alles reibungslos.
Ich weiß, ich denke wahrscheinlich schon wieder zu viel nach, aber so bin ich nun mal.^^
Gefallen hingegen hat mir Caspars innerer Kampf mit sich selbst.
Zwar ist die langersehnte Adoption endlich durch, dafür steht jedoch ein Gerichtstermin an, der dunkle Erinnerungen weckt.
Howard Caspar ist zweifelsfrei ein Sympathieträger, trotzdem steht er meiner Meinung nach diesmal etwas im Hintergrund.
Das Cover hat mich sehr stark an Cody McFadyens „Die Stille vor dem Tod“ erinnert, auch da gibt es den erhobenen Zeigefinge vor den Lippen, zum Inhalt passt das Bild jedenfalls nicht wirklich, auch wenn Stille und Schallwellen dann ja doch irgendwie passt.
Formulieren wir es anders, bei dem Cover denke ich eher an andere Dinge, so.^^
Alles in allem ist „Lautloser Feind“ natürlich spannend, sonst hätte ich es weggelegt, aber für mich bisher trotzdem der schwächste Teil der Reihe, auch wenn das viele sicherlich anders sehen, Fazit: 3,5 von 5 Glasscherben…

• Titel:                                      „Lautloser Feind“

• Autor:                                     Andrew Holland

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           300 Seiten

• ISBN:                                      978-1092838238

Genre:                                    Thriller

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