Kiefer Sutherland, „Up Close“, Hamburg, 03.04.2019

Flixbusdesaster …

Bisher habe ich mit FlixBus immer gute Erfahrungen gemacht, diesmal wurde ich allerdings eines Besseren belehrt, denn chaotischer hätte mein Trip nach Hamburg nicht verlaufen können…
Eigentlich sollte mein Bus in Leipzig 4:45 Uhr losfahren, an sich schon eine unchristliche Zeit, erst recht, wenn die Straßenbahn nur jede Stunde fährt und man schon so ewig am Busbahnhof wartet und dann kam der Bus einfach nicht, irgendwann wurde eine Verspätung angezeigt, okay, dann kam ein anderer Bus, der aber am falschen „Gleis“ hielt und auch nicht die richtige Nummer hatte.
Wie ich später erfuhr, war das mein Bus und die nette Flixbusmitarbeiterin klärte mich darüber auf, dass es meine Pflicht gewesen wäre, beim Fahrer nachzufragen…
Öhm, wenn da nicht meine Nummer und mein Ziel dransteht und er auch nicht am ausgeschilderten Punkt hält, warum sollte ich dann nachfragen?
Aber gut, da ich in Berlin eh 2 Stunden Aufenthalt hatte, bis der Anschlußbus nach Hamburg kam, war das an sich nicht ganz so schlimm, also hab ich mir zähneknirschend ein neues Ticket nach Berlin gebucht, blöderweise hatte der Bus dann 90 Minuten Verspätung, hieß, der Anschluss nach Hamburg war weg…
Dafür tauchte dann plötzlich ein anderer Bus nach Berlin auf, der auch Verspätung hatte und eigentlich schon fast 2 Stunden früher fahren sollte, mit dem bin ich dann notgedrungen gefahren, das war dann Ticket Nummer 3.
Am Ende konnte ich meinen gebuchten Platz nach Hamburg auch tatsächlich füllen, auch wenn es verdammt knapp war…
Nachdem ich die Unterkunft kurz gecheckt hatte, ging es zum Club, wo inzwischen schon ein paar Leutchen anstanden, bei meiner ersten Runde hatte noch gähnende Leere geherrscht.
Allerdings waren noch nicht so viele Irre vor Ort, ein guter Platz war also schon mal sicher und zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass die beiden Mädels hinter mir aus Leipzig kamen und auch noch in derselben Unterkunft abgestiegen waren, ja, Zufälle gibt es.^^
Zum Glück war das Wetter gnädig mit uns und auch die Zeit bis zum Einlass ging doch recht fix um.
Ein kurzer Plausch mit der Security ließ uns außerdem erleichtert aufatmen, denn im Gegensatz zum Vortag gab es diesmal kein Fotoverbot.
Der Club an sich war klein, kuschelig und bestuhlt, mit meinem Platz in der zweiten Reihe war ich auch ganz zufrieden, mit meinem Sitznachbarn hatte ich draußen schon gequatscht, also befand ich mich auch noch in guter Gesellschaft.
Die Aufregung stieg und pünktlich um 20 Uhr betrat Kiefer Sutherland dann auch die Bühne und eröffnete den Abend vorerst noch allein mit „Calling out your name“, von Song zu Song gesellten sich dann immer mehr Bandmitglieder dazu, bis am Ende alle fünf auf der Bühne standen und ihr Bestes gaben.
Der Abend war sehr unterhaltsam, Kiefer sichtlich gut drauf und nachdem mein Nachbar einen hochgehalten hatte, auf dem er nach einem gemeinsamen Foto fragte, folgte eine kleine Unterhaltung in Zeichensprache, auch sehr amüsant, kurz und gut, wir sollten halt nach dem Konzert warten (ja, ich war so verwegen und hab mich einfach mit drangehangen, lach).
Nach „Agave“ gab es eine kleine Fragerunde, die einige wohl missverstanden hatten und nach einem Bild fragten, okay, ne Frage war das auch, aber nicht wirklich eine passende…
Nach fast zwei Stunden neigte sich der Abend dann dem Ende entgegen und wir warteten brav vor der Bühne, wo einer der Roadies uns mitteilte, es wäre keiner mehr da, wir könnten ruhig gehen, aber wir hatten ja noch ein Date…
Nach und nach leerte sich der Club und nachdem wir nochmal mit Security-Typen vom Einlass geredet hatten, meinte er, wir sollen doch einfach warten und tatsächlich kam kurz darauf eine Angestellte aus dem Backstagebereich und nah, uns mit nach hinten, was uns einige böse Blicke bescherte, aber hey, was solls…
Ein dickes Merci übrigens an den unbekannten Sicherheitsmenschen, you made my day.^^
Und so hatten wir am Ende zwischen aufgetafeltem Essen und Getränken sogar unser eigenes kleines privates Meeting, es gab Fotos, ein paar Worte wurden gewechselt und dann haben wir den guten Kiefer seinem Essen überlassen, man soll sein Glück ja nicht herausfordern.
Auf dem Weg zurück in den „Bedpark“ gabs noch Pizza und kostenlosen Grappa beim netten Türken nebenan, bevor die Sehnsucht nach einem Bett endgültig Oberhand gewann.
Dank meiner beiden netten Leipziger Begleiterinnen und deren fahrbarem Untersatz war ich dann am nächsten Tag auch noch eher als geplant wieder zu Hause und musste mich nicht wieder mit einem verspäteten Bus herumärgern…

Ja, und nun freue ich mich auf den Oktober, in Berlin oder Hamburg werde ich wohl wieder dabeisein, so es sich denn einrichten lässt. 😉

Setlist:

  1. Calling Out Your Name
  2. Open Road
  3. Shirley Jean
  4. Song For A Daughter
  5. Can’t Stay Away
  6. Something You Love
  7. Reckless And Me
  8. Faded Pair Of Blue Jeans
  9. Blame It On Your Heart
  10. Truth In Your Eyes
  11. Not Enough Whiskey
  12. Saskatchewan
  13. I’ll Do ANything
  14. This Is How It’s Done
  15. Honey Bee
  16. All She Wrote
  17. Down In A Whole
  18. Agave
  19. Rebel Wind
  20. Knocking On Heaven’s Door

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