„Henker“ – Michael Barth

Wie weit gehst du für eine gute Story?

Clara ist das erste Opfer des Henkers, mit dem es Kriminalhauptkommissar Bernd Zenker zu tun bekommt, kopfüber aufgehängt und mit einer Säge bearbeitet, wahrlich kein schöner Tod.
Mit ihrem Blut ist ein einziges Wort an die Wand geschrieben: Schuldig und genau das bringt dem brutalen Mörder schon bald seinen Spitznamen ein, denn unglücklicherweise ist es einem Reporter gelungen, ein Bild von der Leiche zu schießen, das am nächsten Morgen die Runde macht, allerdings nicht ganz so wie geplant, denn nicht Ulf Jacobs, der das Foto geschossen hat, veröffentlicht es bei seiner Zeitung, sondern Daniel Wolter, der Ulf von früher kennt und ihm in einem passenden Moment einfach den USB-Stick mit seiner Arbeit entwendet.
Jacobs, der nun ohne Titelstory dasteht, wird von seinem Chef entlassen, Wolter hingegen beschert seiner Zeitung eine Rekordauflage und berichtet auch weiterhin über den Fall, denn schon bald gibt es weitere Opfer, die alle mithilfe antiker Foltergeräte grausam ins Jenseits befördert werden.
Zenker, der nach einigen Ermittlungen auch die beiden Reporter auf dem Radar hat, wird von seinem Freund Armin, einem Autor unterstützt, der das nicht ganz uneigennützig macht, immerhin fallen so immer mal wieder ein paar Informationen ab, die er für seine Bücher nutzen kann.
Als Jacobs sich dann an Wolter rächt, gerät so einiges außer Kontrolle und es kommen unschöne Dinge zum Vorschein, die auch vor dem Ermittler nicht haltmachen…

Ob nun Michael Barth oder Ethan Kink, man weiß, was man bekommt, es wird geklotzt und nicht gekleckert, ich sag nur Foltermethoden…
Teilweise tat das schon allein beim Lesen weh, autsch.
Das Cover mit dem Zeitungsartikel im Hintergrund finde ich sehr gelungen, auch wenn der Hammer doch eher unspektakulär ist.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet, selbst wenn ich es im Falle von Ulf Jacobsen etwas übertrieben fand, denn der arme Kerl hat ja wirklich alles mitbekommen, was einen zum Kotzbrocken macht, wobei auch der schmierige Daniel Wolter in der Beziehung einiges zu bieten hat, in Gegensatz zu ihm kommt Bernd Zenker schon fast unspektakulär daher.
An Schreibstil oder der Logik gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und so bekommt „Henker“ von Michael Barth von mir 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Henker“

• Autor:                                     Michael Barth

• Verlag:                                   Books on Demand

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           320 Seiten

• ISBN:                                    978-3746065328 

Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.