„Der Leichenficker“ – Ethan Kink

Wenn ein verwöhnter reicher Schnösel und eine abgehalfterte Polizistin aufeinandertreffen, kann das nicht gut enden, soviel ist schon von Anfang an klar.
Allerdings haben beide auch ihren ganz eigenen Charme.

Erik, mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, muss sich nie wieder Gedanken um Geld machen, da er die Firma seiner Eltern geerbt und noch erfolgreicher gemacht hat, selbst arbeitet tut er da allerdings nicht, er macht sich lieber die Finger mit home-made Pornos schmutzig, die für die Frauen nicht ganz so nett sind, aber für einen guten Preis ist bekanntlich (fast) jeder käuflich.
Dummerweise kommt es bei einer der Aufzeichnungen zu einem folgenschweren Unfall und nachdem die holde Dame dahingeschieden ist, stellt Erik fest, wie sehr ihn der tote Körper doch erregt.
Irgendwann muss er sich jedoch schweren Herzens von seiner neuen Gespielin trennen, doch er hat schon einen Plan parat, bei dem er völlig auf seine Kosten kommt, ein neues Haus mit „Aufbewahrungsmöglichkeit“ für all seine Frauen und eine Livesendung im Darknet…

Auch Ermittlerin Carina hat einen ganz eigenen Charakter, nach übertriebener Brutalität beurlaubt, verbringt sie ihre nun ereignislosen Tage in der Gesellschaft von Alkohol und Erinnerungen an die guten alten Zeiten, als sie noch als Domina durch die Gegend zog und die Männer nach ihrer Pfeife tanzen ließ.
Als die Polizei herausfindet, dass immer mehr Frauen auf Parties verschwinden , erinnert man sich wieder an Carina, die fortan als kleinen devotes Mäuschen von Swingerparty zu Fetischfeier zieht, immer auf der Suche nach Mister Unbekannt, von dem nur ein unscharfes Bild existiert…

Dass sich hinter dem Pseudonym Ethan Kink kein anderer als Michael Barth verbirgt, der ja schon einige Werke veröffentlicht hat, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben, auch, dass man für den „Leichenficker“ nicht allzu zart besaitet sein sollte, immerhin ist der Titel Programm.
Trotzdem kann man dem Buch einen gewissen Humor nicht absprechen und genau das liebe ich und auch wenn sich beide Figuren auf dem blutigen Weg nach ganz unten befinden, so kommt man doch nicht umhin, zumindest ein paar Sympathiepunkte zu vergeben, also stoßen wir an auf Erik und Carina, die vielleicht neuen Bonnie und Clyde, die von mir stolze 4,5 von 5 Blutlachen bekommen…

• Titel:                                       „Der Leichenficker“

• Autor:                                     Ethan Kink

• Verlag:                                   Redrum

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            329 Seiten

• ISBN:                                       978-3-95957-025-1

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