„A million Ways to die in the West“ – Seth MacFarlane

Ein Schafjunge auf Abwegen …

Albert Stark ist Schafzüchter im wilden Westen und ein Feigling und Schwarzmaler.
Nachdem er sich mal wieder vor einem Duell gedrückt, aber immerhin einen Streifschuss am Bein abgekriegt hat, trennt sich seine Freundin von ihm und er steht vor einem Scherbenhaufen, er will nur noch weg aus dieser verdammten Stadt.
Dann taucht Anna mit ihrem Bruder auf, er klagt ihr sein Leid und sie will ihm helfen, was er allerdings nicht ahnt, ist, dass sie die Frau eines berüchtigten Revolverhelden ist.
Mit ihrer Hilfe will er Louise zurückgewinnen, die inzwischen mit dem Bartschneider des Ortes, einem reichen Schnösel, angebandelt hat.
Entgegen seiner Überzeugung lässt sich Albert auf ein Duell mit ihm ein, denn will er die Frau zurückhaben, koste es, was es wolle und dazu muss er beweisen, dass er ein Mann ist, zum Glück ist Anna eine fantastische Schützin und gibt ihm Nachhilfe.
Das Ganze geht jedoch nur so lange gut, bis ihr Mann auftaucht…

Gleich zu Beginn, ich liebe „American Dad“ und „Family Guy“, aber „A million Ways to die in the West“ zündet bei mir irgendwie nicht richtig.
Klar kann man ab und zu mal grinsen, aber ich habe mir mehr erhofft.
Albert ist der typische Loser, bevor Louise ihn verlässt, ist er mit seinem Leben jedoch einigermaßen zufrieden, auch, wenn er den wilden Westen schon vorher gehasst hat, es ist aber auch verdammt gefährlich, dort zu leben.
Allerdings muss ich zugeben, zumindest die immer wieder eingestreuten Todesarten sind sehr unterhaltsam, mehr möchte ich an dieser Stelle dazu gar nicht sagen.^^
Die Story an sich ist vorhersehbar, das ist aber gar nicht so das Problem, die Figuren sind alle wandelnde Klischees.
Klar ist das auch bei „Family Guy“ und „American Dad“ nicht anders, aber da kann ich drüber lachen, hier nicht.
Neben Alfreds oberflächlicher Ex sind da noch sein bester Freund, ein gutmütiger Trottel und dessen Freundin Ruth, die beste Nutte in der Stadt, die alles mitmacht, aber vor der Ehe keinen Sex mit ihrem Freund haben will.
Die beiden sind einfach herrlich und für mich persönlich das Highlight im Buch, denn auch Anna, die Gangsterbraut, ist mir zu flach…
Hätte ich mir „A million Ways to die in the West“ als Film angesehen, hätte ich wohl abgeschaltet, hier habe ich die ganze Zeit gewartet, dass der große Knall noch kommt, tat er aber nicht, mehr als 3,5 von 5 Pistolenkugeln sind deshalb auch nicht drin, daran kann auch das Cover mit den beiden Duellanten, dass ich sehr gelungen finde, nichts ändern …

• Titel:                                      „A million Ways to die in the West“

• Autor:                                     Seth MacFarlane

• Verlag:                                   Eichborn

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           207 Seiten

• ISBN:                                    978-3-84790582-0

• Genre:                                    Roman, Humor

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