„The Mountain King“ – Rick Hautala

Bigfoot lässt grüßen …

Mark und Phil unternehmen einen Trip in die Berge, doch aus der geplanten Entspannung wird schnell ein Horrortrip, denn ein Schneesturm zieht auf, für den beide nicht wirklich ausgerüstet sind.
Um der Kälte zu entkommen, entscheiden sich für die Abkürzung über eine Felsspalte und reißen noch Witze darüber, wie toll doch die Aussicht bei einem Absturz wäre und dann erwischt es Phil, Mark sieht seinen Freund fallen und kann nichts tun.
Als er sich an den Abstieg zu ihm macht, sieht er vage ein riesiges pelzige Wesen , das seinen Freund davonträgt.
Abends allein am Feuer vernimmt er ein Heulen, fühlt sich beobachtet und tatsächlich taucht die Gestalt wieder auf, Mark kann sie jedoch mit seiiner Axt abwehren und kehrt am nächsten Tag nach Hause zurück.
Nach einer Nacht voller Alpträume weiß Mark, er muss wieder los, braucht Gewissheit, was mit Phil passiert ist und so lässt er sich von der Arbeif freistellen und macht sich allein auf die Suche.
Da Phil verschwunden ist, bekommt Mark dessen Beförderung angeboten und so machen schon bald die ersten Gerüchte die Runde im Ort.
Was, wenn Phil gar nicht abgestürzt ist, sondern Mark nur scharf auf dessen Job war?
Gibt es eine bessere Gelegenheit jemanden loszuwerden, als einen Ausflug in die Berge?
Mark weiß es besser, doch keiner nimmt ihm die Geschichte mit dem seltsamen Wesen ab, bis es zu einigen grausamen Mordfällen kommt…

Als Erstes sticht natürlich das rot-schwarze Cover der Sammlerausgabe ins Auge, das neben der geprägten Schrift bei genauerer Betrachtung auch einen Bigfoot erkennen lässt, bereits ein kleiner Hinweis darauf, mit welcher Art Wesen wir es hier zu tun bekommen und auch die Illustrationen von Stephen S. Bissette passen wunderbar zur Story..
Rein optisch ist das Buch definitiv wieder eine Augenweide, aber wie sieht es inhaltlich aus?

Das bereits 1996 veröffentlichte Buch war meine erste Begegnung mit dem Autor und (wenn ich mich nicht irre) bisher auch das einzige hier in Deutschland erschienene, dabei war Rick Hautala bis zu seinem Tod 2013 durchaus kreativ und vielleicht kann man ja noch auf das eine oder andere Werk hoffen.
Aber zurück zum Buch.

Ich persönlich mag ja Geschichten, die auf Legenden oder Mythen beruhen, Stephen King greift das ja auch gerne mal auf und „Friedhof der Kuscheltiere“ habe ich als Kind regelrecht verschlungen.
Gut, daran kommt „The Mountain King“ jetzt nicht ganz ran, aber damals war ich auch noch wesentlich leichter in Schrecken zu versetzen, jetzt bin ich abgehärtet…^^
Hautala beginnt seine Geschichte ruhig, zwei Kumpels auf einem Wochenendausflug werden vom Schnee überrascht und philosophieren noch über einen Geist, der in den Bergen hausen soll, nichts ahnend, dass sie bald mehr darüber erfahren, als ihnen lieb ist.
Mark ist der nette Kerl von nebenan, gut, ein wenig naiv vielleicht, zumindest was das Treiben seiner Frau betrifft, aber mit dem Herzen am rechten Fleck.
Als Phil verschwindet, fühlt er sich verantwortlich und muss der Sache auf den Grund gehen, man bangt die ganze Zeit mit ihm und hofft, dass für ihn alles glimpflich ausgeht, während man bei anderen den Tod förmlich herbeiwünscht und einige trifft es ja dann auch auf eine sehr unschöne Art und Weise.
Trotzdem hält sich Hautula zurück, die ganze Zeit über ist eine Bedrohung vorhanden und auch wenn es ab und an ein bisschen unappetlich wird, so schlachtet er diese Szenen nicht aus, sondern bleibt seiner doch relativ ruhigen Erzählweise die ganze Zeit über treu, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut, im Gegenteil.
Bigfootfans können hier bedenkenlos zugreifen, wer allerdings auf Blut und Gedärme steht, könnte etwas enttäuscht sein.
Von mir jedenfalls gibt es 3,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „The Mountain King“

• Autor:                                     Rick Hautala

• Verlag:                                   Buchheim

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           317 Seiten

• ISBN:                                    /, Cemetery Dance Germany, Band 3

• Genre:                                    Horror

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