„Die Anstalt der Toten“ – Moe Teratos

Irgendwie ist das Buch von der guten Moe in meinem SUB untergegangen, aber nun hab ich es endlich herausgefischt und gelesen, blutige Geistergeschichten sind ja voll meins, also kommen wir erstmal zum Inhalt:

Yannick stammt aus einem wohlhabenden Elternhaus, trotzdem kriegt er sein Leben nicht auf die Reihe, verfällt immer wieder in Depressionen und plant, sich umzubringen.
Eine Waffe hat er schon besorgt, nur den letzten Schritt, den ist er noch nicht gegangen.
Dazu kommt es allerdings auch nicht mehr, denn sein kleiner Bruder findet die Pistole und erschießt sich beim Spielen damit selbst.

Und so lassen Yannicks Eltern ihn in die „Anstalt der Toten“ einweisen, wie die Klinik hinter vorgehaltener Hand genannt wird.
Der Alltag dort ist ungewohnt, der Anfang schwierig, die Angestellten unfreundlich, dazu kommen merkwürdige Träume und Schatten, die nur er zu sehen scheint.
Einer dieser Träume führt ihn zu einem versteckten Tagebuch, geschrieben von Ramona, einer verstorbenen Insassin, Yannick will unbedingt herausfinden, was mit ihr geschehen ist, denn sie erzählt von Geistern, die in der Anstalt umgehen und sich ihre Opfer suchen.

Max und Lola sind Yannicks beste Freunde, beide selbst seelisch angeknickst, das schweißt zusammen.
Nach dem Besuch bei ihm, sind sie sich sicher, dass er ihnen etwas mitteilen will, da er überwacht wurde, gestaltete sich das allerdings schwierig.
Lola beginnt im Netz zu recherchieren und schon bald stoßen die beiden auf merkwürdige Posts und deren verschwundene Verfasser.
Was geht da ab?
Sie müssen unbedingt noch einmal zu Yannick und dieser Wunsch wird schneller erfüllt, als ihnen lieb ist, denn sie werden entführt von jemandem, der noch eine Rechnung mit ihrem Freund offen zu haben scheint und so werden sie gezwungen, nachts mit ihm in die Anstalt einzubrechen, doch irgendetwas scheint dort nicht mit rechten Dingen zuzugehen…

Ja, Moe Teratos‘ Buch ist definitiv eine Geistergeschichte, eine recht blutige dazu.
Protagonist Yannick ist mal wieder ein Außenseiter, der mit seiner Umwelt nicht klar kommt, obwohl er eigentlich alles hat, was man sich nur wünscht, doch der Tod seines kleinen Bruders und die Schuldgefühle werfen ihn endgültig aus der Bahn und die von den Eltern sicherlich gutgemeinte Einweisung erweist sich als großer Fehler.
Ansonsten bleiben zumindest die Eltern recht farblos, im Gegensatz zu Max und Lola, Yannicks Freunden, die sich sofort Gedanken machen und versuchen, einzugreifen…

Alles in allem ist „Die Anstalt der Toten“ ein fesselndes Werk mit glaubhaften Charakteren, lediglich das Ende war nicht so ganz meins, zu vorhersehbar, darum gibt es von mir 4 von 5 Blutlachen und ich freue mich auf „Er ist böse“, das neueste Buch der Autorin. 🙂

• Titel:                                       „Die Anstalt der Toten“

• Autor:                                     Moe Teratos

• Verlag:                                   CreateSpace Independent Publishing

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            328 Seiten

• ISBN:                                       978-1508599777

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.