„Die Geschichte der Hillary 2“ – Angel Gelique

Hillary ist zurück …

DIe 13-jährige Hillary lebt mit ihrer jüngeren Schwester Caleigh, dem kleinen Bruder und ihren Eltern ein ganz normales Leben, sie ist ein nettes Mädchen, gut in der Schule und hübsch, eine Sache, die ihr zum Verhängnis wird, denn ihr eigener Vater ist mächtig geil auf sie.
Begnügt er sich anfangs noch damit, im Dunkeln heimlich in ihr Zimmer zu schleichen und sie zu beobachten, wird er im Laufe der Zeit immer mutiger, er zieht ihr die Decke weg, begrabscht sie und am Ende folgt die Vergewaltigung, von der keiner in der Familie etwas mitbekommt.
Wie kann ihr der ehemals geliebte Vater so etwas nur antun?
Hillary leidet stumm, aber beginnt, sich zu verändern, die Schulnoten lassen nach, der Kontakt zu Freunden schläft ein, die Körperpflege wird vernachlässigt.
Alle merken, dass irgendetwas nicht stimmt, doch Hillary schweigt und flüchtet sich in glühenden Hass auf ihren Erzeuger.
Irgendwann vertraut sie sich ihrer Mutter an, die jedoch kann und will das Ganze nicht wahrhaben.
Und nachdem ihr Vater eines Nachts wieder einmal von ihr herunterrollt schwört sie sich selbst, dass dies das letzte Mal war.
Eine innere Stimme fordert sie auf, sich endlich zur Wehr zu setzen, sich an ihrem Peiniger zu rächen und an allen, die einfach zugesehen haben …

Nachdem Band 1 ganz unterhaltsam war, mich aber nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, war ich umso gespannter, welche Vorgeschichte Hillary wohl zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist.
Aber fangen wir mit dem Cover an, das gefällt mir um einiges besser als der Vorgänger, obwohl es doch recht ähnlich ist, also vom Motiv her, beide ziert ein Mädchen im weißen Kleid/Nachthemd, besudelt mit Blut, hier sieht das Covergirl allerdings etwas mehr nach einem Dämon aus, allein schon wegen der gelben Augen und so ganz unpassend ist das ja auch nicht…

Anstatt mit einem Blick aufs vermeintlich heile Familienleben zu beginnen, sind schon die erstzen Sätze im Buch sehr unangenehm, denn gleich zu Beginn erfährt man, dass Vater Michael ein sehr ungesundes Interesse an seiner Teenagertochter hegt und keinen Skrupel hat, sich zu holen, worauf er scharf ist, kurzum, er ist ein Kotzbrocken und das wird einem auch sofort aufs Butterbrot geschmiert, Mitleid hat er also nicht zu erwarten, außerdem weiß man ja schon, dass er ins Gras beißen wird und wünscht ihm einfach nur einen äußerst schmerzhaften Abgang.
Auch Mutter Kathy ist keine Sympathieträgerin, reagiert sie doch vollkommen anders, als Hillary es sich nach ihrem Geständnis erhofft.
Trotzdem kann man sie zumindest ein bisschen verstehen, kennt sie doch nichts anderes, als sich ihrem Mann zu unterwerfen.
Und Hillary selbst, nun ja…
Während man anfangs wirklich Mitleid mit der missbrauchten Halbwüchsigen hat, wandelt der sich schon bald in blanken Abscheu, (bei mir zumindest) denn was die inzwischen 15-Jährige in Gang setzt, ist mit dem Wort Rachefeldzug nicht mal annähernds umschrieben.

Angel Gelieque packt in der Fortsetzung noch eine Schippe drauf und macht ihre Titelheldin (Kann man sie wirklich noch so nennen? Also Heldin?) zu einem wahren Monster ohne jegliche Gefühle.
Sie kennt keinerlei Grenzen mehr, erschreckend, was für eine Fantasie sie für ein doch noch recht junges Alter hat.
Lange Rede, kurzer Sinn, „Hillary 2“ ist für mich wesentlich unterhaltsamer als Band 1, wer allerdings einen schwachen Magen hat oder sehr tier- und kinderlieb ist, Finger weg und ja, das ist ein gutgemeinter Ratschlag.
Alle anderen sollten zumindest mal einen Blick riskieren, wenn sie die wirklich fiese Göre kennenlernen wollen, die mir 4 von 5 Blutlachen wert ist.

• Autor:                                    Angel Gelique

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           394 Seiten

• ISBN:                                      / (Festa Extrem)

 Genre:                                   Horror

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