„Die Hölle der Ashley Collins“ – Jon Athan

Familienausflug in den Folterkeller …

Die 16-jährige Ashley ist ein rebellischer Teenager, der keinerlei Respekt vor seinen Eltern hat und da auch Vater Logan als Kind seine Lektionen zu lernen hatte, will er die gern an seine Tochter weitergeben, nachdem er bei einem Blitzbesuch in ihrem Zimmer deren Freund buchsträlich von ihr runtergezerrt hat.
Die beiden haben kein besonders gutes Verhältnis, Logan drangsaliert seine Tochter und die macht ihn lächerlich, auch Mutter Jane kriegt ihr Fett weg und so beschließen die Eltern, das es an der Zeit ist, Ashley Respekt beizubringen.
Gut, erstmal nur der Vater, die Mutter ist jedoch schnell überzeugt und sehr eifrig bei der Sache, selbst der kleine Bruder wird mit eingespannt und so landet Ashlay im Keller, festgebunden an einem Pfeiler und natürlich nur zu ihrem Besten…

Oh je, mal wieder ein Buch, dass mich sehr zwiegespalten zurücklässt und das gleich aus mehreren Gründen.
Zum ersten erinnert es mich an „Evil“, ohne jedoch an die Geschichte heranzureichen, denn die Gewalt hier ist mir einfach nur plump und zielt nur darauf ab, in einem möglichst hohem Maß zu schockieren, (an sich ja nichts Schlechtes, aber irgendwie, ach, ich weiß es auch nicht) und „Die Geschichte der Hillary“…
Natürlich gibt es eine Menge kranke Leute da draußen, aber mal ehrlich, welcher Vater betitelt seine Tochter als „dämliche Fotze“ ?
Und welche Frau würde ihrem eigenen Kind ohne mit der Wimper zu zucken solche Dinge antun und sich dann noch einreden, dass es einem guten Zweck dient?
Ein weiteres Manko ist sicherlich, dass mir keiner der Charaktere auch nur annähernd sympathisch war.
Ashley ist eine respektlose Göre, sie benimmt sich ihren Eltern gegenüber unmöglich und auch die Begründung dafür, die später mal kurz in ein paar Sätzen erwähnt wird, finde ich nicht ausreichend.
Bruder Calvin ist ja so unverdorben, jung, naiv und hat keine Ahnung, dass er von seinen Eltern manipuliert wird, klaut aber das Höschen seiner Schwester, um sich daran aufzugeilen?
Hallo?
Bin ich die Einzige, die das merkwürdig findet?
Vater Logan ist ein Sadist, der Recht nicht von Unrecht unterscheiden kann und dem schon beim Gedanken daran, dass er sich nun endlich an seiner Tochter rächen kann einer abgeht und Mutter Jane ist fast noch schlimmer.
Was bitte ist das für eine Familie, die so nebenbei mal eben feststellt, dass es doch an der Zeit wäre, der Tochter endlich Manieren beizubringen und das am Besten festgekettet im Keller?
Vielleicht bin ich ja pingelig, aber die ganze Story wirkt auf mich ziemlich an den Haaren herbeigezogen.
Okay, das Ganze klingt jetzt vielleicht nach einem totalen Verriss, aber das stimmt auch nicht so ganz, denn eine gewisse Spannung kann man dem Buch nicht absprechen, immerhin wollte ich wissen, wie weit das Spielchen geht und auch am Schreibstil habe ich nichts zu meckern, nur die Story an sich, aber nein, ich fange nicht schon wieder damit an…^^
Alles in allem bleiben 3 von 5 Blutlachen und mit Sicherheit haben viele ihren Spaß an der Folterorgie, (oh Gott, wie klingt das denn…^^) meins war es diesmal nicht so ganz…

• Titel:                                     „Die Hölle der Ashley Collins“

• Autor:                                    Jon Athan

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           200 Seiten

• ISBN:                                      keine – Festa Extrem

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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