Kiefer Sutherland, „Reckless-Tour“, Leipzig, 09.06., Berlin, 12.06.2018

 
Ja, ich habe mich meinem Jugendtrauma gestellt, Kiefer Sutherland.
Als ich vielleicht so 12 oder 13 war, fuhr meine Freundin total auf ihn ab und hat mich zu jedem Film ins Kino geschleift; ein immerwährender, niemals endender Alptraum…
Na gut, ich muss sagen, spätestens seit „Flatliners“ hat er dann doch gewissen Sympathien in mir geweckt und so im Lauf der Jahre hab ich ihn dann doch ganz gerne gesehen, also musste natürlich eine Karte für das geplante Konzert hier bei uns her, auch wenn ich keinerlei Ahnung davon hatte, was für Musik der Gute macht…
Aber wofür gibt’s denn Youtube und faszinierender Weise wusste das Ergebnis durchaus zu gefallen, ich mag ja Männer mit Reibeisenstimme^^.

Einen persönlichen Rekord hab ich an diesem Tag übrigens auch aufgestellt, ich war die erste Irre am Einlass aber da außer mir noch niemand da war, gabs zum Soundcheck erstmal einen Milchshake.

Tja, was soll ich zum Konzert selbst sagen?
Ich hatte noch nie so viel Platz, kein Geschubse oder Gedrängel, selbst bei uns in der ersten Reihe war alles total entspannt, vielleicht werden die Leute mit zunehmendem Alter ja doch friedfertiger.
Rick Brantley, der „Vorsänger“, von uns kurz in „Schnucki“ umbenannt, machte seinen Job super und verkaufte seine CDs nach dem Konzert persönlich am Merchstand, ein sehr netter, knuffiger Zeitgenosse.^^

Und nun zu Mr. Sutherland, der die Bühne gleich mit Kippe und Whiskeyglas stürmte, etwas anderes wäre ja auch irgendwie unpassend gewesen…Aber kommen wir zum wichtigstem Punkt, dem Unwetter, kein Konzert draußen ohne Regen und auch wenn es mir wie immer keiner geglaubt hat, es kam und das volle Kanne.^^
Seinen Platz hat trotzdem niemand verlassen, der Mix aus Songs der alten und der neuen CD kam gut an und fürs Ausharren im Regen gabs für uns noch „Shirley Jean“ als weitere Zugabe, hach ja, ich liebe dieses Lied.
Allerdings war das Ganze ziemlich schnell auch wieder vorbei und wir pitschnass, was uns aber nicht von einem kurzen Plausch mit Schnucki abhielt, auch Bild und Autogramm von Kiefer gab es noch, natürlich mit dem üblichen dämlichen Gesichtsausdruck von mir, wär ja sonst nicht lustig.
Alles in allem ein durchweg gelungener Abend, gute Musik, durch die Bank weg nette Leute und meine Kiefer-Phobie bin ich wohl auch los, lach.

Am 12.06 ging es dann noch zum Konzert nach Berlin ins Columbia Theater, diesmal ohne stundenlanges Anstellen vorher, als wir ankamen lief der Einlass bereits, trotzdem gab es für mich einen Platz in der zweiten Reihe, allerdings hinter einem doch recht großen Kerl, der mich pünktlich zu Beginn dann aber doch vorließ, er hatte wohl ein großes Herz, lach.

 

Ansonsten gab es keine großen Änderungen, Rick zog ein Programm souverän wie zuvor durch und außer, dass „Shirley Jean“ nicht gespielt wurde, gab es auch bei Kiefer nichts neues.
Allerdings stand ich diesmal inmitten einer ganzen Meute von „24“ Fans, von dem bisher wohl keiner auch nur einen einzigen Ton der Musik gehört hatte, ich war also die einzige vorn, die mitsingen konnte und kam mir so ein bisschen vor wie auf dem Präsentierteller^^.
Unbedingt voller als in Leipzig war es auch in Berlin nicht, allerdings rückten einem die Leute hier eindeutig mehr auf die Pelle, mit Platz war hier nicht so viel.

Nach dem Konzert gab es noch einen Plausch mit Rick, bevor wie dann unsanft vom Gelände vertrieben wurden, aber auch das war halb so wild, denn ich hörte schon meine Besuchercouch rufen.
Herzlichen Dank an dieser Stelle übrigens nochmal an Bea und Pia für die Übernachtungsmöglichkeit, was wäre ich ohne euch… 🙂

 

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