„Abgeschlagen“, Michael Tsokos mit Sebastian Fitzek, Leipzig, 23.03.2019

Ein Ausflug in die Rechtsmedizin …

Schon im Vorfeld gab es Trouble um die Lesung von Michael Tsokos im Kupfersaal, angeblich wurden viel zu viele Karten verkauft und so bekamen Einige wohl eine Mail, dass ihre Tickets nicht mehr gültig wären.
Zum Glück blieben wir von dem Chaos verschont und konnten uns so beruhigt vorher noch einen leckeren Eisbecher gönnen.
Natürlich waren wir trotzdem wieder überpünktlich und der Platz in der ersten Reihe sicher, trotzdem fiel das Anstehen nach zwei Tagen Buchmesse nicht mehr ganz so leicht und so ein bisschen hatte ich Panik, dass die Müdigkeit mich dahinrafft, man ist ja schließlich nicht mehr die Jüngste …

Aber die Neugier war zu groß, um einfach wegzunicken, zumal sich Michael Tsokos als perfekter Entertainer erwies, der trotz ernstem Themas und alles andere als schönen Bildern für einige Lacher sorgte, und sei es nur ein „Hoch die Tassen“ als bei einem besonders blutigem Bild die Bierflaschen klirrten.
Gut, in so einem Job muss man halt nicht unbedingt humorlos sein und auch Special Guest Sebastian Fitzek sorgte mit seinem ständig falschem Erscheinen für so manches Grinsen.

Trotzdem wurde die Veranstaltung nicht ins Lächerliche gezogen und nach der Lesung aus „Abgeschnitten“ ging Michael Tsokos auf die wahren Fälle ein, die er im Buch verarbeitet hat.
Am faszinierendsten fand ich persönlich jedoch die Bilder von merkwürdigen Todesfällen, man kann in Posen versterben, die schon fast amüsant sind, ein Hoch auf den schwarzen Humor, ohne den wäre einiges sicherlich schwer zu ertragen.

Auch Herr Fitzek schaffte irgendwann den richtigen Einsatz und so berichteten beide darüber, wie sie sich kennengelernt haben, es zur Zusammenarbeit kam und was in Zukunft ansteht, im Anschluss gab es natürlich die Möglichkeit, sich Bücher signieren zu lassen oder ein Foto zu schießen.

Ich muss gestehen, nach der Lektüre von „Sind Tote immer leichenblass?“ habe ich mir Michael Tsokos etwas anders vorgestellt, vielleicht ein bisschen „strenger“, auch, wenn er da schon versucht hat, den einen oder anderen Witz einzustreuen.
Denn wie schon erwähnt, auch wenn eine Bilder echt übel waren, gerade weil man wusste, dass es sich tatsächlich um echte Leichen handelt, war der Abend sehr locker und trotzdem informativ.
Ich für meinem Teil werde mich nun baldigst „Abgeschlagen“ widmen und mir bei Gefallen die restlichen Bücher zulegen, der Autor jedenfalls hat schon mal ein Stein bei mir im Brett ..^^

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