„Todesmal“- Andreas Gruber, Leipzig, 13.09.2019

Nach drei Seiten waren alle tot…

Meine Tickets für die Lesung hatte ich ja schon länger, umso mehr freute ich mich nach einem Arbeitstag mit einigen Macken darauf, na ja, es war halt Freitag der 13., entweder läufts oder eben nicht…^^
Bei Lehmanns jedenfalls lief es dann, als wir eintrudelten, waren noch nicht viele Zuhörer da, so dass wir das Geschehen live und in Farbe aus der ersten Reihe verfolgen konnten.

Dafür erschien Andreas mit leichter Verspätung und das trotz kürzlichem Bandscheibenvorfall und Problemen am Flughafen, dafür schon mal ein fettes Daumen hoch.
Wer zu einer seiner Lesungen geht, sollte sich einer Sache vorher bewusst sein, gelesen wird relativ wenig, dafür sehr viel erzählt.
Über erste Schreiberfahrungen als Kind (ich sage nur:“Nach drei Seiten waren alle tot“) und Kurzgeschichten bis hin zum ersten eigenen Buch, über Verlage und Literaturagenten, Lesungen…, wer also erwartet, die Story von „Todesmal“ auf einem Silbertablett serviert zu bekommen, wird wohl eher etwas enttäuscht sein.
Ich persönlich mag diese Herangehensweise allerdings sehr gerne, weil man sich ein Bild vom Menschen hinter dem Buch machen kann.

Gut, das konnte ich schon nach dem Interview zur Buchmesse, trotzdem gibt es doch immer wieder was Neues zu erfahren und so gab es diesmal für alle Neueinsteiger eine kleine Einführung in die fünf Bände der Todes-Reihe.
Natürlich nahm Maarten S. Sneijder die meiste Zeit für sich in Anspruch, wen wundert’s, ist er doch von Hause aus ein kleiner Egomane.
Doch auch Sabine Nemez hatte ihren Auftritt, sowie alle anderen Teammitglieder aus dem neuen Teil, auch in die Verfilmung von Band eins, „Todesfrist“, gab es einen kleinen Einblick, laufen soll das Ganze dann im Oktober in SAT1.

A propos Fernsehen, ich weiß noch nicht so richtig, was ich davon halten soll, mit den meisten deutschen Produktionen stehe ich ja eher auf Kriegsfuß und in Sachen Fitzek wurde ja nun schon ein paar Mal bewiesen, dass es mächtig nach hinten losgehen kann und meistens sind Buchverfilmungen eher mau.

Außerdem verbinde ich Josefine Preuß seit eher mit Komödien wie „Türkisch für Anfänger“, so gar nicht mein Ding.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich werde mich einfach überraschen lassen (müssen)…

Aber auch der unterhaltsamste Abend findet einmal ein Ende und so ging es nach ein paar Fragen aus dem Publikum zum Schluß ans Signieren.
Jeder bekam neben seiner Widmung ein kleines Bild ins Buch gezeichnet, wieder etwas, wofür sich Andreas viel Zeit nahm und ein weiterer dicker Pluspunkt auf meiner Liste.
Nach einer kurzen Umarmung gings es voller Neugier auf das Buch zurück nach Hause.

Ja, ich muss gestehen, zum ersten Mal bin ich gänzlich unvoreingenommen zu einer Lesung gegangen, ich habe von „Todesmal“ nicht eine einzige Seite gelesen, so funktioniert das also tatsächlich auch und jetzt bin ich umso gespannter auf das Buch.
Alles in allem also ein sehr gelungener Abend, bei dem nur die tierisch unbequemen Stühle bei Lehmanns etwas genervt haben.
Andreas Gruber ist und bleibt ein sehr sympathischer Autor, dem ich schon allein aufgrund seines österreichischen Dialekts sehr gerne lausche und der außerdem einige sehr einprägsameme Charaaktere erschaffen hat, ich sage nur Maarten S…., okay, ich höre schon auf.^^
Außerdem erscheint im Oktober der zweite Band seines Jugendbuches „Codes Genesis“, den ich hier besonders Frettchenliebhabern ans Herz legen möchte.
Wenn er bei euch in der Nähe ist, nutzt die Chance und geht hin, ihr werdet es nicht bereuen.

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