„Carnivore: Sweet Summer“ – A. C. Hurts

Es ist angerichtet …

Ja, auch ein Mann von Welt wie Victor braucht mal Erholung und so zieht er sich in ein Haus am See zurück, natürlich nicht, ohne darauf zu achten, dass es gewisse Vorzüge bietet, einen Räucherschuppen zum Beispiel und eine große Gefriertruhe, man weiß ja nie, was einen erwartet.
Die Nachbarin ist jung und hübsch, zum Anbeißen sozusagen, und dass sie den älteren Mann attraktiv genug findet, um sich ein Schäferstündchen mit ihm zu gönnen, wird ihr schon bald zum Verhängnis, denn Victor liebt frisches, zartes Fleisch und im Urlaub kann man sich ja mal etwas gönnen, da darf es ruhig etwas mehr sein, wie der blonde Niederländer zum Beispiel.
Doch gerade als Victor sich so richtig austoben will, taucht eine alte Bekannte auf und sie bleibt nicht der einzige Störfaktor…

Nach „Carnivore“ läutet A. C. Hurts mit „Carnivore: Sweet Summer“ bereits die 2. Runde für Victor, den Fleischliebhaber der besonderen Art ein.
In jedem Kapitel kommt einer der Charaktere zu Wort und lässt uns an seiner Sicht auf die Geschehnisse teilhaben, auch die Opfer und die haben es bei Victor wirklich nicht leicht, vor allem, wenn sie als lebender Fleischvorrat dienen, so wie der junge Mann, der als Anhalter unterwegs war.
Vorhalten kann man ihm das nicht, ist Victor doch ein gepflegter und gebildeter Herr, an dem so gar nichts auf einen Kannibalen hindeutet.
Ja, man leidet förmlich mit seinen Gefangenen, die bis zuletzt hoffen, einen Ausweg zu finden.
Und doch kommt man nicht umhin, auch für den Killer eine gewisse Sympathie zu hegen, legt er docch sehr viel wert auf einen netten Umgang miteinander.
Da es ihm egal ist, ab Mann oder Frau auf seinem Teller landen, ist reichlich Auswahl vorhanden, aber selbst ein Profi wie er ist ab und an mal auf Hilfe angewiesen, wenn es um die Beseitigung der Überreste geht, man will ja schließlich nicht erwischt werden.
Ich muss zugeben, irgendwie ist mir der Gourmet schon ein bisschen ans Herz gewachsen, selbst mit seiner sehr von sich selbst überzeugten Art und wenn er so über die Rezepte philosophiert, hätte ich manchmal schon ganz gerne ein leckeres Steak, aber nein, nicht blutig, ganz so weit geht es dann doch nicht.^^
A. C. Hurts hat mich auch diesmal wieder gut unterhalten, so dass ich nichts gegen eine dritte Begegnung mit Victor einzuwenden hätte.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet und grundverschieden und auch der Schreibstil ist angenehm, nur das Cover ist nicht ganz so meins, mich erinnert es eher an einen Vampirroman, aber damit kann ich ganz gut leben.
4 von 5 Blutlachen und eine Leseempfehlung für Hobbyköche.^^

• Titel:                                     “Carnivore: Sweet Summer“

• Autor:                                    A. C. Hurts

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           319 Seiten

• ISBN:                                      978-3959570572

 Genre:                                  Horror

• Bewertung:

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