„Die Mutter“ – Brett McBean

Zu düster und negativ …

Gibt es etwas Schlimmeres für eine Mutter als den Tod des eigenen Kindes?
Was kann man tun gegen die Vorwürfe, die man sich selbst macht?
Rebecca wollte unbedingt zu ihrem Vater und ist getrampt, hat ihrer Mutter noch auf den Anrufbeantworter gesprochen, das sie ein Typen mit einer besonderen Tätowierung mitnehmen will…
Nun ist sie tot und ihre Mutter will den Fahrer finden, unbedingt, koste es, was es wolle.
So steht sie Tag für Tag an der Straße, bereit, zu jedem Mann in den Wagen zu steigen, immerhin könnte er ja derjenige mit der Tätowierung sein.
Und es sind viele merkwürdige Menschen unterwegs …

Nach dem Klappentext und den vielen positiven Bewertungen dachte ich mir, hey, das Buch könnte etwas für dich sein, aber miestens kommt es eben anders, als man denkt, denn der erwartete Knaller war es nicht, ich hatte mir etwas anderes erhofft.
Viele schreiben, es wäre sehr brutal und emotional, dem kann ich mich nicht anschließen.
Natürlich ist es nicht nett, was der Mutter auf ihrer endlosen Reise den Highway rauf und runter passiert, Mitleid hatte ich mit ihr jedoch nicht, immerhin hat sie sich freiwillig in all diese Situationen begeben, es teilweise sogar darauf angelegt.
Sie war die ganze Zeit über abgestumpft und gefühlskalt, ja ich weiß, genau das will uns der Autor zeigen, die Abwärtsspirale, der immer weiter fortschreitende Verfall, aber für mich war das einfach nix, auch wusste ich bei einigen Kapiteln nicht, wie ich sie überhaupt einordnen sollte, denn sie trieben die Handlung nicht wirklich voran, waren eher eine Art Lückenfüller.
Was es mir dann endgültig vermasselt hat, war das Ende.
Ich fand schon die Zufallsbegegnung mit dem „Bösewicht“ nicht so berauschend, aber als dann die alte „zu Gott gefunden“- Leier kam, war es bei mir vorbei.
Nein, ich will das Buch nicht schlechtreden, es hat mich durchaus unterhalten, wenn man das so nennen kann.
Aber der Überflieger war es eben nicht und wäre das für mich völlig verkorkste Ende nicht gewesen, hätte ich mich durchaus zu 4 Sternen durchringen können.

(Rezension vom 05.06.2014)

• Titel:                                     “Die Mutter“

• Autor:                                    Brett McBean

• Verlag:                                  Heyne

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           368 Seiten

• ISBN:                                      978-3-453-67624-4

 Genre:                                  Psychothriller

• Bewertung:

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