„Das Geschenk“ – Sebastian Fitzek, Leipzig, 13.11.2019

Ein bisschen neugierig auf das Buch bin ich jetzt schon…^^

Auf Sebastians Fitzeks Leseshow war ich sehr gespannt, schon weil einige Leser meinten, dass das Buch an sich zu kurz kommen würde und die Show und das ganze Drumherum einfach zu viel wären.
Ich habe auch „Das Geschenk“ vorher nicht gelesen, da mich die letzten Fitzeks doch eher enttäuscht haben.
Seit „Noah“ bin ich mit keinem mehr so richtig glücklich geworden, dabei haben mich die alten Werke, wie „Der Seelenbrecher“ oder „Der Augenjäger“ wirklich begeistert.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man, gerade wenn man viele Thriller liest, doch meist recht schnell erahnt, in welche Richtung es geht.

Allerdings muss ich gestehen, dass Fitzek einen sehr großen Unterhaltungswert hat, er ist einfach der perfekte Entertainer und ich kenne ihn nur als Strahlemann, der sich immer sehr viel Zeit für seine Fans nimmt, selbst nach der Lesung von Michael Tsokos saß er brav am eigenen Tisch und hat fleißig signiert und Autogramme geschrieben, also konnte ich mir die Leseshow keinesfalls entgehen lassen.

Mit Reihe 6 saß ich ziemlich nah an der Bühne, aber natürlich war er auch hier wieder da, der Riese, der bei allen Veranstaltungen vor mir sitzt und überall den Kopf im Bild hat, zum Glück kenne ich das Spielchen inzwischen und bemühe mich ernsthaft, mich nicht mehr allzu sehr darüber aufzuregen, manchmal gelingt das sogar.^^
Als kleine Einleitung gab es eine kurze Zusammenfassung über die Gewinner des „Das Geschenk“-Events, zu denen Sebastian ja eigentlich nach Hause kommen wollte, aber wie sich zeigte, war dann doch alles ganz anders…

Wie bereits vermutet, wurde nicht viel gelesen, dafür aber mit sehr atmosphärischer Musikuntermalung und passendem Bild auf der Leinwand, ich fand das genial, zumal Sebastian eine sehr schöne „Vorlesestimme“ hat (im Falle einer Schreibblockade wäre vielleicht ein Nebenjob als Synchronsprecher keine schlechte Idee^^) , man konnte sich so richtig in das Geschehen hineinversetzen und auch die Musiker waren toll.

Zwischendurch gab es zur Entspannung ein paar Showeinlagen, wie zum Beispiel einen in der Luft hängenden Fitzek, der mit Bällen jonglierte oder eine kleine Rachegeschichte an seinem Assistenten (?), die zwar nichts mir dem Buch zu tun hatten, das Ganze aber auflockerten.
Immerhin muss man ja zwei Stunden auf der Bühne erst einmal füllen und zur Story darf man ja auch nicht verraten, sonst spoilert man alle, die „Das Geschenk“ eben noch nicht gelesen haben.
Dafür waren die ausgewählten Ausschnitte sehr gut gewählt und ich muss sagen, ja, sie haben mich neugierig gemacht und ich werde Sebastian Fitzeks neues Werk lesen.

Außerdem wurde ein Geburtstagskind beschenkt und immer wieder auf eine Besucherin eingegangen, die sich nicht duzen lassen wollte.
Klar ist das jeden Abend dasselbe Spiel, aber es bezieht das Publikum mit ein und das zieht.
Soviel also zum Thema Entertainer…
Nach zwei Stunden war das Spektakel, und ja, das meine ich durchaus positiv, vorüber und die meisten Besucher machten sich auf zum Signierstand.
Glücklicherweise waren wir fix und standen so an dritter Stelle in der immer länger werdenden Schlange.
Die Securityleute wiesen darauf hin, dass man doch alles zum Unterschreiben bereithalten sollte, damit man die Menge nicht unnötig lange aufhält und dann ging es auch schon los.

Sebastian signierte an einem aufgestellten Tisch, zu dem einzeln vorgelassen wurde, so gab es kein unnötiges Gedränge und schnell abgefertigt wurde man auch nicht, stattdessen konnte man in aller Ruhe ein paar Worte wechseln.
Es gab sogar eine nette Dame extra zum Fotos schiessen, eine geniale Idee, gerade, wenn man zusammen mit der Begleitung aufs Bild wollte oder eben alleine unterwegs war.
Natürlich war Sebastian bester Laune und erinnerte sich sogar, wo die Fotos entstanden waren, die ich ihm zum Signieren vorgelegt habe, ich frage mich, ob er sich bei all den Terminen vielleicht merkt, welches Hemd er wo getragen hat, lach.

Fazit: Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen, klar hat es mit der klassischen Lesung nicht mehr viel gemeinsam, dafür war es sehr beeindruckend und hat mir gezeigt, wie gut Musik und Text sich doch ergänzen können.
Außerdem finde ich es nach wie vor faszinierend, dass man sich nach zwei Stunden Show nochmal mindestens genauso lange ins Geschehen stürzt und sich selbst für die letzten nach drei Stunden immer noch Zeit nimmt, dafür gibt es einen fetten Daumen nach oben, nicht viele „opfern“ ihren Fans so viel Zeit.
Nur die Menschenmassen, die waren dann doch etwas abschreckend.^^

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