„Sound der Wende“, Felsenkeller Leipzig, 06.11.2019

Ein musikalischer Trip in die Vergangenheit …

Nach verdammt langer Zeit mal wieder eine Fernsehaufzeichnung, zu verdanken hatten wir unsere Tickets dem guten Ralf Schmidt alias Falkenberg, der beim Ranking Dank unserer Voting-Mithilfe den ersten Platz belegte.
Natürlich war es am Abend der Aufzeichnung kalt und regnete, anders macht Anstehen ja auch keinen Spaß.^^
Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht verderben, immerhin kommt ja nicht alle Tage ins Fernsehen.
Anfangs war es noch recht leer im Felsenkeller und zwei Bühnen sorgten für etwas Verwirrung, wo genau musste man denn nun hin?
Nach Rücksprache mit dem Veranstalter war aber auch dieses Problem schnell geklärt, denn eine Bühne war ausschließlich für die Coverband, die zwischendurch ein paar Songs zum Besten geben durfte, während auf der anderen die Künstler auftraten und genau da wollten wir ja hin.
Gleich zu Beginn gab es noch ein paar Hinweise wie z.B. dass es doch nett wäre, während das Countdowns zu klatschen und sich zu freuen und sich eben um die beiden Bühnen herum zu versammeln.
Der erste Auftritt an diesem Abend gehörte Inka, gefolgt von Dirk Zöllner mit „Käfer auf´m Blatt“, Frank Schöbel und Ute Freudenberg.
In der Mitte des Raumes, zwischen beiden Bühnen, befand sich das rote Sofa, auf das die Musiker nach ihrem Auftritt gebeten wurden und ein paar Anekdoten von damals zum Besten gaben.
Danach wurden die Platzierungen ab 50 auf einem Monitor eingeblendet, ganz so, wie man es beispielsweise von der Chartshow kennt.
Und zumindest wir waren ein gutes Publikum, wir haben lautstark mitgesungen, was ja kein Problem war, waren wir damals doch im besten teenageralter und kannten fast jeden Song in- und auswendig.
So war in diesem Abend auch noch ein kleiner nostalgischer Trip in die Jugendzeit enthalten, ach ja, schön wars irgendwie.
Und komisch, dass man doch so viele Texte irgendwo in den hintersten Regionen seines Gehirnes gespeichert hat und sie trotzdem einfach so ohne weiteres abrufen kann.
Mich verwundert es immer wieder, was ich alles noch so im Kopf habe.^^
Auch Sidney Youngblood war an diesem Abend zu Gast, sichtlich gealtert (gut, wir werden ja alle nicht jünger), aber wie sich bei seinem Auftritt zeigte auf der Bühne noch in Top-Form.
Ihm folgte dann Falkenberg mit seinem ersten Auftritt, bei dem er „Eine Nacht“ zum Besten gab.
Auch Petra Zieger samt Band waren mit von der Partie, leider nicht mit „Katzen bei Nacht“, dafür kam das Lied leider zwei Jahre zu früh.
Und ich muss gestehen, auch sie hat sich verdammt gut gehalten und nach all den Jahren immer noch Pfeffer im Arsch.^^
Ich persönlich hab mich zu jener Zeit ja eher weniger an unsere Ost-Musik gehalten, von der hatte man all die Jahre genug, mich reizten damals all die ausländischen Bands viel mehr, rückblickend muss ich jedoch zugeben, wir hatten einige verdammt gute Künstler, nach denen heute leider in den meisten Fällen kein Hahn mehr kräht.
Nicht fehlen durften auch City und Mysterious Art mit „Das Omen“ (auch wenn ich die Sängerin erstmal überhaupt nicht zuordnen konnte.
Klar, den Song kennt jeder, aber das Gesicht hinter der Stimme…) und Matthias Reim.
Bei ihm bin ich tatsächlich etwas erschrocken, man ist er alt geworden und dünn, am liebsten hätte ich ihm etwas zu essen zugesteckt…
Unterhalten hat er die Massen dennoch, gut, „Verdammt ich lieb dich“ ist ja auch ein Ohrwurm, egal ob gewollt oder ungewollt.
Auf Matze Reim folgte Karat und schließlich der undankbare zweite Platz, Karussell mit „Als ich fortging“, einem Song, der mir auch heute noch Gänsehaut beschert, ach, was soll ich sagen, ich liebe dieses Lied einfach.
Der Hit des Abends, Falkenberg mit „Dein Herz“, war dann quasi der Rausschmeißer und nachdem der Saal sich geleert hatte, ließen wir es uns nicht nehmen, selbst zumindest kurz auf dem roten Sofa Platz zu nehmen und so eine doch sehr interessante Veranstaltung ausklingen zu lassen.
Ein kleiner Abstecher in die Vergangenheit ist ab und an echt was feines, ich hab mich danach doch glatt gute 5 Jahre jünger gefühlt, mindestens.^^
Die Künstlerauswahl fand ich ebenfalls gelungen, wobei natürlich der große David Hasselhoff gefehlt hat, wie wir alle wissen, haben wir ihm ja nichts geringeres als den Mauerfall zu verdanken, aber gut, man kann halt nicht alle haben.
Eines jedoch hat mich mächtig aufgeregt.
Warum geht man zu solch einer Veranstaltung und quasselt dann die ganze Zeit, während die Musiker versuchen das Publikum zu unterhalten?
Respektlos ist das, so…
Trotzdem war es ein gelungener Abend mit einem Blick hinter die Kulissen, danke Ralf, dass du uns hast daran teilhaben lassen.

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