„Die Mine / Mutter“ – Tim Curran

Blutiger Doppelpack …

Klappentext „Die Mine“  :

Als eine Gruppe von Polizisten einen Notruf von einer Minengesellschaft bekommt, finden sie diese seltsamerweise völlig verlassen vor. Die Autos der Mitarbeiter stehen noch auf den Parkplätzen, selbst der Kaffee in den Tassen ist noch warm, doch von den Arbeitern fehlt jede Spur. Schnell stellt sich heraus, dass sie in der Falle sitzen, in einem Albtraum von beinahe lovecraftschen Ausmaßen … denn begraben unter Tonnen von Stein und Erde lauerte seit Millionen von Jahren etwas darauf, aus seinem Kerker befreit zu werden. Nun ist es wach. Und es ist hungrig.

Sheriff Deuard LaBay, von allen kurz Dew genannt, erfährt von einem Anruf, in dem jemand behauptet, die Mine und jeden darin in seiner Gewalt zu haben.
Zusammen mit seinen Deputies Jerry und Woody macht er sich sofort auf den Weg.
Das gesamte Gelände scheint verlassen, der Funkkontakt zur Zentrale bricht ab, die Fahrzeuge stehen verlassen auf dem Parkgelände, alles wirkt sehr bedrohlich.
In der Kantine steht noch warmer Kaffee, auch angebissene Brote liegen herum, doch von den Angestellten fehlt jede Spur, Nachrichten auf einem Handy lassen darauf schließen, wann was auch immer begann.
Die einzigen Spuren sind ein feuchter gammliger Geruch und Schleimspuren auf dem Boden.
Als Dew draußen einen Schatten bemerkt, trennen sich die Männer, keine gute Idee…

So ein bisschen erinnert mich „Die Mine“ an Stephen Kings „Desperation“, nur ist da der Gesetzeshüter ja bekanntlich der Böse und in „Die Mine“ geht es definitiv blutiger zur Sache, doch auch hier hat eine unbekannte Macht die Kontrolle übernommen und gaukelt den Menschen etwas vor.
Cover und Farbgebung sind sehr atmosphärisch und die Story um die verlassene Mine sicherlich nichts komplett Neues, aber dennoch reicht die Vorstellung, sich allein auf so einem riesigen Gelände zu befinden, um mir eine Gänsehaut über den Rücken zu jagen, dafür gibt es 4 von 5 Blutlachen …

Klappentext „Mutter“:

Holly ist nicht mehr sie selbst.
Früher einmal war sie eine schöne junge Frau gewesen – gesund, kräftig und voller Liebe zu ihrem Mann Richard. Als sie schwanger wurde, war er wie berauscht gewesen. Endlich würden sie ein gemeinsames Kind bekommen, um ihr Glück perfekt zu machen.
Doch dann beginnt sich Holly zu verändern.
Sie fängt an, seltsame alte Bücher zu lesen und sich viel mit der mysteriösen Hebamme Mrs. Crouch abzugeben. Mit jedem Tag verschwindet mehr von der Frau, die Richard geheiratet hat, und verwandelt sich schrittweise in etwas Böses, Monströses.
Das Kind, welches sie in sich trägt, ist nicht von ihm. Tatsächlich ist es nicht einmal menschlich.
Es ist ein unaussprechliches, höllisches Grauen, und Holly wird es zur Welt bringen.

Eine Sache, die wohl viele Männer kennen, die geliebte Frau verändert sich in der Schwangerschaft.
Doch Holly, Richards Frau, wird nicht einfach nur launisch, nein, sie mutiert zum wahren Monster, allerdings nur, wenn er mit ihr allein ist, sobald sich Besuch ankündigt, ist sie wieder die liebenswerte Frau, die er kennt.
Bald entwickelt er einen tiefsitzenden Ekel vor ihr, dieses fette, stinkende Ding in seinem Bett ist nicht Holly und als er dann Bücher über Hexen auf ihrem Nachttisch findet, schwant ihm nichts Gutes und schon bald wünscht er sich, er hätte seinen Freund nicht beauftragt, Nachforschungen anzustellen…

„Mutter“ hat einen sehr hohen Ekel- und Fäkalienanteil, hier kann sich Tim Curran so richtig austoben und zeigen, dass er in seinem Element ist, seine bildhaften Beschreibungen könnten dabei durchaus für Unwohlsein bei dem einen oder anderen sorgen, aber Dadas macht ihn ja schließlich auch aus.
Generell sollte man diese Geschichte besser nicht lesen, wenn man selbst schwanger ist oder eine schwangere Frau zu Hause hat, das könnte böse enden…
Das Cover mit Feld und Schweinerüssel passt perfekt zum Inhalt, die eher gedeckteren Farben auch.

Tim Curran hat mich auch diesmal mit beiden Stories überzeugt, wer mehr auf Geheimnisvolles, Übernatürliches steht, dem sei „Die Mine“ ans Herz gelegt, für die Blut und Gedärme Fraktion ist „Mutter“ bestens geeignet, 4 von 5 Blutlachen für beide…

• Titel:                                     “Die Mine  / Mutter“

• Autor:                                    Tim Curran

• Verlag:                                  Luzifer

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           308 Seiten 

• ISBN:                                      978-3958354142

 Genre:                                  Horror

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