„Blutiger Augenblick“ – Moe Teratos

Familienunternehmen …

Nach einem gemeinsamen Clubbesuch kommen die schwangere Lucy und ihr Freund Matthias in Käfigen zu sich.
Was sie anfangs für den Racheakt eines Kollegen halten, entwickelt sich schon bald zum blutigen Albtraum, denn ein maskiertes Pärchen taucht auf, das Matthias vor Lucys Augen verstümmelt und das ist erst der Anfang…

Zur selben Zeit taucht bei der Duisburger Mordkommission eine Zeugin auf, die etwas zu einem alten Fall zu sagen hat, der als Selbstmord zu den Akten gelegt wurde, ein junger Mann hatte sich damals vor einen Zug geworfen.
Die Frau erzählt jedoch, dass er von zwei maskierten Gestalten verfolgt wurde, was ein ganz anderes Licht auf die Sache wirft.
Tomas Ratz und seine Partnerin Steffi stoßen auf Parallelen zu anderen Vermisstenfällen und ahnen nicht, dass sie bald tiefer in der Sache stecken als geplant…

Thomas hat es nicht leicht, die Mordkommission hat eine neue Chefin, auf die er nicht sonderlich gut zu sprechen ist und zu Hause macht ihm seine Frau Diana die Hölle heiß, weil er den Job nicht bekommen hat.
Die Männerabende mit Nachbar Norbert sind so eine gelungene Abwechslung, doch dann verschwindet dessen Sohn und er bittet Tomas um Hilfe.
Natürlich fristet auch Ingo inzwischen sein Dasein in einem Käfig des Mörderpärchens, doch das ahnt Ratz zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Moe Teratos erzählt ihre Geschichte aus zwei Blickwinkeln und wie immer ist sie dabei nicht zimperlich.
Während sich Ratz und Steffi in die Ermittlungen knien, lässt sie uns außerdem an Lucys Überlebenskampf teilhaben, denn trotz allem, was die junge Frau erdulden muss, ist sie nicht bereit, sich geschlagen zu geben, auch wenn ihre Flucht- und Überredungsversuche immer wieder scheitern.
Lucy ist einfach verdammt hart im Nehmen und dennoch erscheint das ganze nicht unglaubwürdig, denn sie ist eben keine Superheldin, ein weiterer Pluspunkt.
Lange bleibt unklar, was die Maskierten mit ihren Opfern treiben, man denkt sofort an Kannibalismus, doch es steckt eine ganz andere, eigentlich tragische Geschichte dahinter, Not macht eben erfinderisch.
Neben all den grausamen Geschehnissen gibt es immer wieder ein paar kleine Ausflüge in Tomas und Steffis Privatleben, die allerdings kurz gehalten sind und so auch nicht nerven, wie in manchen anderen Thrillern, wo die Ermittler auch noch selbst extrem gebeutelt sind und alle nur möglichen Probleme mit sich herumschleppen.
Nein, die beiden schlagen sich eher mit Dingen herum, die jeder kennt, vielleicht wirken sie gerade deswegen so real.


Den bis jetzt sieben Ratz teilen wurde ja inzwischen eine Art neuer Einheitslook verpasst, allerdings kann ich mich mit den Covern nicht so recht anfreunden.
Gut, man sieht jetzt auf den ersten Blick, dass sie zusammengehören, so recht gefallen will mir dieser rot-gelb Look jedoch irgendwie nicht, aber egal, der Inhalt zählt und der hat es in sich.
Von mir daher eine unbedingte Leseempfehlung an alle Thrillerfreunde, die nicht zu zart besaitet sind, 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                     “Blutiger Augenblick“

• Autor:                                    Moe Teratos

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           309 Seiten

• ISBN:                                      978-3959578288

 Genre:                                   Thriller

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