OMD, Leipzig, 28.11.2019

Ich will noch ’n bisschen tanzen …

OMD, ach ja, was soll ich sagen, wie schon im letzten Sommer ein Augen- und Ohrenschmaus.
Okay, für das stundenlange Anstehen wird ich langsam zu alt, für unsere Verhältnisse waren wir diesmal aber auch spät dran, trotzdem hielt sich die Schlange am Einlass noch in Grenzen und es gab sogar das eine oder andere bekannte Gesicht zu sehen.
Zur Abwechslung machte uns sogar das Wetter mal keinen Strich durch die Rechnung, dafür verhagelte uns etwas anderes die Laune…
Ja, nennt mich altmodisch, aber manchmal wünsche ich mir wirklich die guten alten Zeiten zurück, in denen man seine Tickets ganz normal an den Vorverkaufsstellen kaufen konnte.
Damals gab es keinen Inner Circle, keine Special Tickets mit Sektempfang oder Soundcheck, wer zuerst da war, war halt vorne, kurz und schmerzlos.
Leider sieht das heute etwas anders aus, wer genug Knete übrig hat, kann als Letzter kommen und trotzdem ganz vorne stehen…
Aber egal, allen kann man es nie recht machen, ich finds trotzdem Scheiße, so.^^
Und entgegen aller Widrigkeiten haben wir trotzdem unseren Ruf verteidigt, erste Reihe, wenn auch in unmittelbarer Nähe der Nebelmaschine, aber wer wird denn kleinlich sein.

Um 20 Uhr ging es dann endlich los, leider erstmal mit der Vorband Tiny Magnetic Pets, nicht so ganz mein Geschmack und ja, es tut mir leid, aber ich stehe dazu, kleine süße Blondchen haben es schwer bei mir.
Natürlich hätte es uns viel schlimmer treffen können, generell tun mir die Support Bands ja immer so ein bisschen leid, weil der Großteil des Publikums eben doch nur darauf wartet, dass es endlich richtig losgeht.
Das tat es dann auch um Punkt 9, als ein sichtlich gut gelaunter Andy die blau erleuchtete Bühne betrat und sich mit dem Rücken zum Publikum und den ersten Klängen von „Stanlow“ erstmal feiern ließ.
Wie üblich gab es anschließend den perfekten Mix zwischen alten und neueren Songs, immerhin ist das Album zur Tour ja auch irgendwie eine Art Best of.
Und spätestens wenn Andy anfängt zu tanzen, toben die Massen.

Allgemein finde ich es immer wieder interessant, wie viele verschiedene Altersklassen doch auf einem Konzert anzutreffen sind, denn ein „Rentnertreffen“ war es weiß Gott nicht, im Gegenteil, es waren auch viele Jüngere vertreten und damit meine ich natürlich Jüngere als mich.^^
Die andere Frage, die ich mir immer wieder stelle: Wo nimmt man in dem Alter (man klingt das jetzt fies^^) die Energie her, die ganze Zeit wie ein Derwisch über die Bühne zu wirbeln?
Okay, das schwarze Hemd war dafür nicht unbedingt die beste Wahl, aber man lernt ja bekanntlich nie aus.
Natürlich durften auch diesmal „Maid of Orleans“ und „Pandora´s Box“ nicht fehlen, beide begleiten mich seit meiner Jugend und auch wenn „History of Modern“ auf der Setlist auftaucht, freue ich mich immer wieder wie eine Schneekönigin, ja, ich gebe es zu, ich liebe diesen Song.

Und natürlich den Moment, wenn Paul für „(Forever) Live and Die“ zum Mikrofon greift.
An den kleinen Gesten merkt man, dass die Chemie stimmt, auch wenn es nur ein Kopftätscheln bei der Verabschiedung ist, auf die zum Glück noch eine Zugabe folgte, aber auch die war leider viel zu schnell vorbei.
Was jedoch bleibt, sind fast zwei Stunden gute Unterhaltung, ein Ausflug in die Vergangenheit und die Erkenntnis (mal wieder), dass Musik eben doch zeitlos ist, das muss dann erstmal bis nächstes Jahr reichen…^^

Setlist:

01. Stanlow
02. Isotype
03. Messages
04. Tesla Girls
05. History of Modern (Part 1)
06. (Forever) Live and Die
07. Souvenir
08. Joan of Arc
09. Maid of Orleans
10. Statues
11. Almost
12. Don’t Go
13. So in Love
14. Dreaming
15. The Punishment of Luxury
16. Locomotion
17. Sailing on the Seven Seas
18. Enola Gay
Zugaben:
19. If You Leave
20. Pandora’s Box
21. Electricity

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