„Fucking Evil“ – Ethan Kink

Wenn der Vater mit dem Sohne …

Wenn der Teufel plant in den Ruhestand zu gehen, in einer Schlacht siegreich zu fallen oder was auch immer, dann muss irgendwer seine Nachfolge antreten, wer bietet sich da mehr an, als der eigene Nachwuchs?
Und so kommt es, dass der namenlose Spross Unterricht bekommt, um sich auf seine künftigen Aufgaben vorzubereiten, mit unserer doch eher langweiligen Schulbildung lässt sich das allerdings keineswegs vergleichen, wie sich der eine oder andere wohl schon denken kann.^^
Zehn Lektionen in Form von Kurzgeschichten sollen dem neuen Herren der Hölle zeigen, worauf es ankommt, was seine Kräfte alles bewirken und wovon er besser die Finger lassen sollte.
Dass Ethan Kink dabei nicht zimperlich ist, ahnt jeder, der schon eines seiner Bücher gelesen hat, allerdings packt er hier nochmal eine Schippe drauf, immerhin sind es ja auch seine ersten Kurzgeschichten.
Wer das Buch zur Hand nimmt, sollte sich also im Klaren darüber sein, worauf er sich einlässt, Hardcore steht nicht zum Spaß auf dem Cover, es werden Kinder gequält und auch Feministinnen dürften mit diesem Werk nicht glücklich werden.
Wenn sich also mal wieder jemand berufen fühlt zu fragen, wie zum Teufel (oh man, das Passt hier wie die Faust aufs Auge) man so etwas schreiben kann, hier die Antwort: mit Fantasie.^^
Wer gerne mal vom guten Pfad abweicht, um einen kleinen Ausflug in wärmere Gefilde zu machen, Anregungen für die Eigenproduktion von Eis sucht oder aus eigener Erfahrung weiß, dass die Arbeit in den Wahnsinntreiben kann, dem sei dieses kleine Büchlein wärmstens ans Herz gelegt.
Enthalten sind folgende Geschichten:

♦ Gewalt macht frei
♦ Bloody Gelati
♦ Torture love hurts
♦ Schreckensherrschaft des Mettigels
♦ Phantomschmerz
♦ Nur so zum Spaß
♦ Das vergessene Zimmer
♦ Exorzismus zwecklos
♦ Hölle: Leben
♦ Hölle: Tod

Ich selbst bin ja nicht so wirklich der Kurzgeschichten-Freund (Freundin klingt in dem Fall iwie doof^^), allerdings finde ich die Idee mit der Rahmenhandlung hier sehr passend und gut umgesetzt, so bekommen die Stories eine kleine Einleitung und das Ganze fügt sich am Ende zu…, nein, mehr möchte ich dazu eigentlich gar nicht verraten.
Ich persönlich liebe übrigens den Eismann und das Cover natürlich, das ist ganz nach meinem Geschmack, böse grins.
Fazit: Pädagogisch definitiv nicht wertvoll, völlig ungeeignet für Moralapostel, dafür aber sehr unterhaltsam, von mir gibt es 4,5 von 5 Höllenfeuern.
Und mal ehrlich, sind wir nicht alle ganz tief drinnen zumindest ein bisschen „Fucking Evil“?

• Titel:                                      „Fucking Evil“

• Autor:                                     Ethan Kink

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            279 Seiten

• ISBN:                                     978-3-171115124

• Genre:                                     Horror, Anthologie

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