„Streets of Love“ – Ralph D. Chains

Nazis, Nutten, Alkohol…

Bobby und Harry sind Kumpels, Saufgenossen und auch Drogen nicht abgeneigt.
Nachdem sie einen Auftrag mehr oder weniger verkackt haben, bekommen sie die Chance, den Fehltritt wieder auszubügeln.
Ihr neuer Job hat es allerdings in sich, mehr, als sie zu Beginn ahnen, denn eigentlich sollen sie nur vier Nutten am Zielort abliefern.
Die sind jederzeit willig und haben dazu noch dazu jede Menge Drogen im Gepäck, was eigentlich fast schon nach Spaß klingt.
Doch ihr Auftraggeber leitet einen Nazi-Strippclub, ist selbst ein kleiner Möchtegern-Hitler und so bekommen die Jungs erstmal zwei Uniformen verpasst, nicht jedermanns Sache, aber man tut halt, was nötig ist.
Während Bobby sich sein Hirn scheinbar noch nicht ganz weggeballert hat und so in der Lage ist, sich zumindest ab und an mal ein paar Gedanken zu machen, ist Harry einfach nur total kaputt, nimmt jedes Fettnäpfchen mit und gefährdet das Unternehmen so immer wieder.
Leider wird die Story nach und nach immer unglaubwürdiger, manche mögen das unterhaltsam finden, mich hat es nicht wirklich begeistert, vielleicht liegt es auch daran, dass mich dieses ganze „böser-primitiver-Nazi“ Ding“ inzwischen nur noch langweilt, weil es einfach ausgelutscht ist, dabei hätte sich hier die perfekte Möglichkeit geboten, mal etwas anderes zu machen.
Aber vielleicht habe ich auch nur etwas anderes erwartet, zu sehr erinnert mich das Geschehen an eine Mischung aus Edward Lee und Charlton Mellick III …

Ich muss gestehen, anfangs haben mich Bobby und Harry durchaus gut unterhalten, im Laufe der Zeit war mir das Ganze dann doch einfach zu viel des Guten.
Die Grundidee ist durchaus witzig, irgendwann gingen mir die Charaktere aber einfach nur noch auf die Eier, Saufen hier, Nutten da und immer mal wieder ein paar Nazis eingestreut, etwas Splatter hier und da und dann geht’s wieder von vorne los, alles wiederholt sich.
Die ganze Zeit habe ich auf den Aha-Moment gewartet, auf irgendeinen Twist.
Gut, das Ende war ein Versuch, aber auch das konnte mich nicht mehr überzeugen, zu überspitzt, zu gewollt provokativ.
Ich tue mich bei „Streets of Love“ echt schwer mit einer Bewertung, denn wie gesagt, anfangs war ich echt gespannt, wohin die Geschichte mich führen wird.
Es gab Blut und Gedärme, Ekelszenen und auch der doch etwas vulgäre Ausdruck passt zur Geschichte, trotzdem ging es mir zu wenig vorwärts, immer wieder wird auf denselben Sachen rumgeritten und auch wenn ich Sarkasmus und schwarzen Humor durchaus zu würdigen weiß, war das hier nicht meins, ich halte mich dann doch lieber an Ralph D. Chains Ausflüge zu den Kannibalen.

Fazit: 3 von 5 Blutlachen, wer es durchgeknallt mag, kann ruhig mal einen Blick riskieren…

• Titel:                                     “Streets of Love“

• Autor:                                    Ralph D. Chains

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           290 Seiten

• ISBN:                                      978-3959578615

 Genre:                                   Thriller, Horror

• Bewertung:

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