„Survival Instinct“ – Kristal Stittle

Klappentext:
Auf den ersten Blick wirkt Leighton wie jede andere Stadt auch. Auf ihren belebten Straßen tummeln sich eine bunte Vielfalt geschäftiger Einwohner. Und wie in jeder anderen Stadt auch, leben im Untergrund von Leighton die Ratten. Doch diese Ratten unterscheiden sich von anderen Schädlingen dahingehend, dass sie eine bedrohliche Krankheit in sich tragen. Freunde und Verwandte gehen plötzlich aufeinander los, ein tiefer Schock lähmt die Bevölkerung, als immer mehr Menschen durchdrehen und unglaubliche Gräueltaten begehen. Nun steht sich jeder selbst am nächsten – zu überleben, ist alles was zählt!

Nun ja, der Klappentext hier ist ein Beispiel, wie ich es definitiv nicht machen würde.
Ja, Ratten haben das Virus übertragen, aber diese Tatsache wird vielleicht auf drei Seiten abgefrühstückt, darum geht es also nicht so wirklich und schon allein darum finde ich auch das Cover etwas verwirrend.
Ich mag die Ratten, aber irgendwie weckt das falsche Erwartungen, aber kommen wir zum Inhalt:

In brütend heißer Augusthitze soll Kameramann Tobias Eindrücke vom gerade stattfindenden Open Air einfangen, doch plötzlich bricht die Hölle los.
Was anfangs wie ein kleines Gerangel vor der Bühne aussieht, entpuppt sich schon bald als brutaler Überlebenskampf, die Leute fallen plötzlich übereinander her, Knochen brechen, Blut fließt, doch das ist nicht das Schlimmste.
Panik bricht aus und die Massen versuchen fluchtartig den Park zu verlassen, auch Tobias.
Unterwegs sieht er immer wieder Menschen, die andere beißen.
Cillian ist Feuerwehrmann und ebenfalls vor Ort, wo er dem flüchtenden Tobias hilft, Jessica und Abby treffen in einem Mietshaus aufeinander, Riley ist Ärztin in der Notaufnahme, die kurzerhand einen Krankenwagen klaut, um sich aus dem Staub zu machen, als sie mitbekommt was abgeht.
Sie ist die Einzige, die eine Ahnung von dem zu haben scheint, was abgeht und sie kennt einen sicheren Ort.
Der Weg von Danny, dem Jungen aus dem Waisenhaus, kreuzt sich mit dem von Alec, einem gelähmten Kriegsveteranen während sein Bruder Mathias, der im nahegelegenen unterirdischen Labor arbeitet, fieberhaft nach seinem kleinen Bruder sucht.
Längst ist ihm klargeworden, dass sein Arbeitgeber nicht unschuldig an der momentanen Situation ist.
Eine ganze Menge Protagonisten und das sind noch nicht mal alle, eine Tatsache, die mir den Wiedereinstieg immer wieder schwer machte, ich glaube, ich hab im letzten ja an keinem Buch so lange gelesen, wie an diesem.
Dabei ist es nicht mal schlecht, aber für meinen Geschmack einfach zu lang, ein paar Leute weniger wären sicherlich auch von Vorteil gewesen, denn ständig trifft irgendein Grüppchen auf ein anderes, es kommt jemand dazu oder verschwindet.
In der Beziehung war das Buch eine echte Herausforderung für mich, wahrscheinlich sollte ich mir in meinem doch recht fortgeschrittenem Alter tatsächlich endlich angewöhnen, Notizen zu machen, das hätte einiges erleichtert.
Charaktermäßig ist so ziemlich alles vertreten, der nette Typ von nebenan, die arrogante Zicke, das kleine naive Mädchen, der schüchterne Russeund irgendwie haben sie alle miteinander zu tun, auf die eine oder andere Weise.
Diese Idee fand ich gar nicht mal schlecht, so fieberte man immer mit und hoffte, dass die einzelnen Grüppchen bald aufeinander treffen.
Leider wird die Geschichte zum Ende zu immer schlechter, unlogische Handlungen, Zufälle über Zufälle und nach Todesfällen ist man irgendwie gefühlt immer wieder ganz fix am Witze reißen, anstatt zu trauern, nee, das ging mir komplett gegen den Strich und so bleiben auch nur 3 von 5 Blutlachen für ein Buch, das sehr gut begann und dann immer mehr abflaute…

• Titel:                                      „Survival Instinct“

• Autor:                                     Kristal Stittle

• Verlag:                                   Luzifer

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            500 Seiten

• ISBN:                                     978-3958350243

• Genre:                                     Horror

• Bewertung:

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