„Die Haut meines Mörders“ – Andrew Holland

Erleuchtung …

Sabrina hat es geschafft, sie ist ihrem Peiniger entkommen, unterernährt, geschwächt, aber entkommen.
Andere haben nicht so viel Glück, stecken noch immer in ihren Käfigen fest.
Doch wieviel Zeit ist inzwischen vergangen?
Die junge Frau hat keine Ahnung und die Jugendlichen, denen sie auf dem Jahrmarkt in die Arme läuft, halten sie zunächst für einen Zombie, zumal sie erst einmal herzhaft zubeißt…
Im Krankenhaus plagen sie Erinnerungen an das Erlebte und schließlich beginnt sie zu reden, darüber, dass ihr Entführer noch andere Frauen in seiner Gewalt hat.
Doch Sabrina will der Polizei bei ihren Ermittlungen nicht helfen, nein, sie will nur eins, zurück zu dem Irren und Rache nehmen, koste es, was es wolle.
Howard Caspar arbeitet am Fall des sogenannten „Mumienmachers“, in unregelmäßigen Abständen wird er zu Tatorten gerufen, an denen die Leichen junger Frauen gefunden werden, teilweise mumifiziert, mit ausgefallenen Haaren und einer Zahl auf dem Körper.
Und dann taucht Sabrina auf, die dem Killer entkommen ist…

„Die Haut meines Mörders“ ist bereits der 9. Teil der Howard Caspar Reihe.
Gut, ich habe noch nicht alle gelesen, bisher war er allerdings der mit der interessantesten Thematik, denn es geht um Sokushinbutsu, Selbstmumizierung, ein Ritual, praktiziert von buddhistischen Mönchen.
Dieses teilt sich in drei Abschnitte zu je 1.000 Tagen, in der ersten Phase wird meditiert, es gibt nur Nüsse und Samen, was eine sehr starke Gewichtsreduzierung zur Folge hat, im Anschluss daran gibt es nur noch Wurzeln, Baumrinde und einen giftigen Tee, der den Körper entwässert.
Die letzten 1.000 Tage schließ0lich verbringt man im Lotussitz eingesperrt in einer Grube, in der man täglich eine Glocke läuten muss, um zu zeigen, dass man noch lebt.
Nach Ablauf dieser Frist wird der Körper ausgegraben, ist er mumifiziert, wird er angebetet und im Tempel ausgestellt, im Normalfall verwest er allerdings schlicht und ergreifend.
Dieses Ritual hat sich nun ein Killer zum Vorbild genommen und entführt Frauen, die er in enge Käfige sperrt, damit sie sich nicht bewegen können und auch sie bekommen nur Nüsse oder Baumrinde.
Sabrina ist eine dieser Frauen, doch sie hat Glück, denn ihr gelingt die Flucht.
Sie hat Mangelerscheinungen, besteht nur noch aus Haut und Knochen und dennoch hat sie nur ein Ziel: Rache, der Mann, der ihr das angetan hat, soll genauso leiden wie sie.
Nachdem sie sich auch aus dem Krankenhaus davongestohlen hat, liefert sie sich mit Howard einen Wettkampf, wer wird den „Mumienmacher“ wohl zuerst finden?

Zu Howard gibt es nicht viel Neues zu erfahren, das adoptierte Kind gewöhnt sich langsam aber sicher ein und fasst immer mehr Vertrauen und er würde alles für das Mädchen tun, gerade, weil er weiß, was für Bestien da draußen lauern, auch sein neuer Fall führt ihm das wieder vor Augen und darum genießt er die gemeinsamen Momente und tankt in ihnen Kraft.
Mit Sabrina hingegen bin ich nicht so recht warm geworden.
Ja, sie hat viel erleiden müssen, ihr Leben wird nie wieder dasselbe sein und ich verstehe vollkommen, dass man in dieser Situation Rachegefühle hegt, aber ihr Auftreten machte sie mir nicht unbedingt sympathisch.
Dennoch hat mich „Die Haut meines Feindes“ sehr gut unterhalten, natürlich wollte ich mehr über den Entführer und sein Motiv wissen und das Ende war sehr überraschend, mehr will ich dazu gar nicht sagen, 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Die Haut meines Mörders“

• Autor:                                     Andrew Holland

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            296 Seiten

• ISBN:                                     978-1712792568

• Genre:                                     Thriller

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