Kindheitserinnerungen

oder: Warum sind Buchtitel heute so dämlich?

Eigentlich wollte ich gestern nur fix in den Buchladen und mir „1794“, die Fortsetzung von „1793“ zulegen, um dann einen gemütlichen Mädelsabend mit leckerem Essen zu genießen.
Blöderweise brachte mir eine Freundin die ersten beiden Bände der Neuauflage von „Drei lustige Gesellen“ mit und damit landete gestern Abend Brett McBeans „Angst war hier“ erstmal auf dem Nachttisch und ich zog mich mit Muff, Moosbart und Halbschuh in meine Kindheit zurück.
Und was soll ich sagen, es war ein schönes Wiedersehen, auch nach all den Jahren, so ein bisschen wie nach Hause kommen, einfach mit ins Wohnmobil steigen und Abenteuer erleben.
Gut, die Ausgabe von früher war ein bisschen schöner, aber ich finde es toll, dass sich die Kiddies auch heute noch an den drei Wichtelmännern erfreuen können, also bin ich da nicht kleinlich.

Eine weitere Reihe, die außer den drei lustigen Gesellen bei mir noch Kindheitserinnerungen weckt, ist natürlich die Zauberlandreihe von Alexander Wolkow, wer wollte nach „Der Zauberer der Smaragdenstadt“ nicht mit dem Scheuch oder dem eisernen Holzfäller auf Abenteuerreise gehen?
Bin ich ein Spielverderber, wenn ich dann Titel wie „Furzipups, der Knatterdrache“, „Das große Kackaturnier“ oder „Pipi & Kacki im Pipi-Kacka-Land“ total dämlich finde?
Wer bitte möchte denn mit einem Haufen und einem Tropfen Urin auf Reisen ins Pipi-Kacka-Land gehen, wenn er mit einem Löwen oder einem Wichtelmann unterwegs sein kann?
Vielleicht bin ich für sowas einfach zu alt …

Umso mehr freue ich mich, dass mein Bruder mir gerade mitteilte, das unsere alten vier Bücher der drei lustigen Gesellen keineswegs verschollen sind, wie ich bisher glaubte, sondern im Garten ihr Dasein fristen, ich glaube, ich muss sie ganz schnell zu mir nach Hause holen …

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