Lydia Benecke – „Sadisten“, Leipzig, 11.01.2020

Nach Psychopathen lud Lydia Benecke diesmal zum Vortrag über Sadisten ins Haus Leipzig, ein weiteres interessantes Thema, das ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte.
Ich muss gestehen, ich mag Lydia, vielleicht sogar einen Tacken mehr als ihren Ex-Mann, weil sie auf die Belehrungsmasche komplett verzichtet und meinen schwarzen Humor teilt, ich glaube, in manchen Berufen ist der einfach unumgänglich.
Und nachdem ich es beim letzten Mal die Dauer von vier Stunden noch für einen Scherz gehalten hatte, war ich diesmal gewappnet.^^

Der einzige Wermutstropfen war mal wieder, dass es keine Platzkarten gab, irgendwie klappt das immer bei allen anderen, nur hier nicht und so war zeitig Dasein angesagt, denn wie heißt es doch so schön?
Wer zuerst kommt, malt zuerst…
Zum Glück blieben wir von Regen verschont, trotzdem merkt man, dass man älter wird, Anstehen wird irgendwie auch immer anstrengender, als Belohnung gab es allerdings einen Platz in der ersten Reihe, ja, was tut man dafür nicht alles.^^

Ein bisschen Grinsen musste ich, als ich auf Lydias Tisch einen kleinen Cthulhu entdeckte.
Los ging es mit einer kleinen geschichtlichen Einführung, die natürlich beim Namensgeber Marquis de Sade und dessen, nun ja, nennen wir es mal ausschweifenden Leben begann.

Aber was genau sind denn nun Sadisten und müssen wir Angst vor ihnen haben?
Eine kurze Definition liefert uns Wikipedia:

„Als Sadismus im medizinischen Sinne wird bezeichnet, wenn ein Mensch Lust oder Befriedigung dadurch erlebt, andere Menschen zu demütigen, zu unterdrücken oder ihnen Schmerzen zuzufügen. In gewissem Rahmen kann sich Sadismus auch durch tierquälerische Handlungen ausdrücken.
Der Begriff Sadist wird heutzutage im allgemeinen Sprachgebrauch auch für Personen verwendet, die sich am Leid anderer erfreuen können…“

Und zum zweiten Teil der Frage:
Nein, denn wie bei so vielen Dingen im Leben muss man auch hier unterscheiden können.
Natürlich fallen einem automatisch immer sofort die berühmt-berüchtigten Serienmörder wie Ted Bundy ein, aber nicht jeder, der Fantasien hat, lebt diese ja auch aus.
Wenn dem so wäre, würde ich eine Menge echt „kranker“ Leute kennen, vor allem Autoren, lach.
Auf genauere Unterscheidungen werde ich hier natürlich nicht eingehen, immerhin bin ich keine Psychologin, wer sich allerdings für dieses Thema interessiert, dem sei der Vortrag wärmstens ans Herz gelegt und keine Sorge, es erwartet euch keine trockene, langweilige Vorlesung wie vielleicht an der Uni, alles wird an Beispielen erklärt und auch der Humor kommt nicht zu kurz, den sollte man ja bekanntlich nie verlieren.^^
Für mich jedenfalls war es wieder ein sehr gelungener, informativer Abend, schauen wir mal, was uns beim nächsten Mal erwartet…

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