„Der Höllenpanzer“ – Graham Masterton

Kriegsführung mal anders …

„Der Höllenpanzer“ ist der 8. Band der Pulp Legends Reihe aus dem Hause Festa, deswegen bin ich diesmal nicht mit ganz so hohen Erwartungen rangegangen, auch, wenn es ein Masterton ist, den ich ja bekanntlich sehr schätze, denn Kriegsgeschichten sind eher weniger mein Ding, das habe ich nun schon ein paar Mal feststellen müssen.
Aber…, ja, das Buch hat mich positiv überrascht, denn es ist eben doch ein typisches Masterton Werk.
Natürlich ist es keine „Opferung“ und kein weiterer Katie Maguire Band, aber das habe ich auch gar nicht erwartet.

Dan McCook zeichnet Landkarten, diesmal hat es den Amerikaner für ein Buch über den zweiten Weltkrieg nach Frankreich verschlagen, mitten an den Arsch der Welt.
Als ihm zwei Anwohner von dem geheimnisvollen Panzer erzählen, der seit Jahrzehnten achtlos am Wegesrand steht, wird er neugierig und beschließt, einen Blick auf das alte Gefährt zu werfen.
Auf dem Weg dorthin trifft er auf Madeleine, eine junge Bäuerin aus der Gegend, die ihm erzählt, dass im Panzer das Böse lauert, was ihn natürlich nur noch neugieriger macht.
Nach einem ausgiebigen Gespräch mit ihr, ihrem Vater und dem Geistlichen des Ortes, beschließen die Drei, nach über 30 Jahren den verrosteten und zugeschweißten alten Panzer aufzubrechen, um nachzuschauen, was in ihm lauert und Angst und Schrecken verbreitet.
Dass das ganze keine sonderlich gute Idee ist, lässt sich erahnen…

Achtung, klitzekleiner Spoiler!
Und hier ist Graham Masterton dann wieder voll in seinem Element, denn der „Insasse“ des Panzers entpuppt sich als „Teufel“, der mit seinen 12 Brüdern wieder vereint werden will, um seinen Meister zu beschwören.

Das Okkulte liegt ihm ja und ich lese diese Geschichten immer wieder gern, garstige Dämonen haben einfach das gewisse Etwas.^^
Aber auch die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet, Dan, der eigentlich nur schnell seinen Auftrag erledigen wollte, dann auf Madeleine trifft, die ihm den Kopf verdreht, hinzu kommt noch der Geist im Panzer, ein für ihn erstmal faszinierendes Abenteuer, das aber schnell seinen Reiz verliert, denn schließlich geht es nur noch ums Überleben.
Madeleine und Pastor Anton hingegegen sind mit den alten Geschichten aufgewachsen und gehen nicht so unvoreingenommen an die ganze Sache heran, trotzdem sind sich alle einig, dass sie nach all den Jahren endlich etwas tun müssen und das gibt dem Autor die Gelegenheit, alle seine Karten auszuspielen, dabei fällt nicht mal auf, dass „Der Höllenpanzer“ bereits im Jahre 1978 geschrieben wurde, böse Geister sind und bleiben eben zeitlos.

Das Cover zeigt einen Panzer mit einem Totenschädel auf rotem Hintergrund, passend zur Pulp Reihe und auch zum Inhalt und mit 268 Seiten ist die Geschichte perfekt geeignet für einen kuscheligen Abend auf der Couch, aber macht danach bitte einen Bogen um alte weggeschlossene Stoffsäcke.
Wer also, so wie ich, auf Dämonen steht, macht mit diesem Buch garantiert nichts falsch, 4 von 5 Blutlachen…

• Titel:                                      „Der Höllenpanzer“

• Autor:                                     Graham Masterton

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                            268 Seiten

• ISBN:                                     /, Festa Pulp Legends

• Genre:                                     Horror

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