Zirkus des Horrors – Asylum, Leipzig, 31.08.2018

 
Ja, ich war durchaus gespannt, was mich da wohl erwarten würde, denn an und für sich bin ich überhaupt kein Zirkusfreund, vorgeführte Tiere und Männer mit roten Nasen und Riesenlatschen sind nun mal überhaupt nicht meins, aber Horror ist da schon was anderes, lach.
Und meine Zweifel erwiesen sich als unbegründet, schon von weitem sah das Zelt sehr einladend aus und auch der riesige Vorraum war sehr liebevoll gestaltet.
Couch, Sessel und stimmungsvolle Beleuchtung laden zum Verweilen ein, während nur ein Stück weiter leere Zellen auf neue Insassen warten.
Freitag Abend war die Vorstellung gut besucht, wie es sonst so aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber leere Plätze waren so gut wie nicht vorhanden und alle waren neugierig auf die Vorstellung.

Da wir unsere Tickets nicht zusammen gekauft hatten, saßen wir zwar in derselben Reihe, aber nicht unmittelbar nebeneinander, zum Glück hatten die Karteninhaber der Tickets dazwischen gegen einen kleinen Platzwechsel nichts einzuwenden, Danke noch einmal dafür, so konnten wir das Programm gemeinsam genießen.

Die Rahmenhandlung lässt sich kurz zusammenfassen, der angesehene, aber eben auch etwas durchgedrehete Psychologe Professore Salvatore dei Morti führt in seinem Irrenhaus unmenschliche Versuche an den Insassen durch, um seine etwas abstrusen Theorien zu beweisen.

Die Patienten sind natürlich die Artisten, die untermalt von sehr passender Musik, versuchen, ihrem Peiniger zu entkommen oder eben ihre Fähigkeiten zeigen, teils auch in sehr schwindelerregender Höhe.
Natürlich gibt es auch hier einen Clown, aber der ist der etwas anders als üblich.
Das Publikum wird ebenfalls mit einbezogen, wer also nicht zur Lachnummer werden möchte, sollte die vorderen Reihen lieber meiden.

Für mich war dies mein erster Besuch im Zirkus des Horrors, aber bestimmt nicht der letzte, ich bin auf die nächste Show gespannt.
Gut, erwartet hab ich ein bisschen mehr Grusel und Gänsehaut, aber das hat man wohl im neuen Programm absichtlich etwas vernachlässigt und so kann man locker einen Familienausflug mit Kind und Kegel in die außergewöhnliche Manege unternehmen.

Der größte Pluspunkt für mich bleibt allerdings ein Zirkus ohne Tiere, die irgendwelche erlernten Fähigkeiten auf Befehl abspulen, allein dafür gibt es ein Daumen hoch, für das restliche Programm natürlich auch.

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