„Monster“ – Matt Shaw, Michael Bray

Düsteres Kammerspiel

Die Buchmesse naht mit großen Schritten und Monster von Matt Shaw und Michael Bray habe ich bisher erfolgreich vor mir hergeschoben, da es für einen Extrem Titel ja doch ziemlich dick ist, aber zur Messe muss man ja mitreden können, nicht wahr?
Also wurde „Monster“ vor einigen Tagen kurzentschlossen aus dem Regal gezottelt und was soll ich sagen?
Es hat mich doch etwas überrascht.

Christina arbeitet an einer Tankstelle, kein sehr aufregender Job, denn es ist nicht viel los und die Bezahlung ist auch nicht berauschend, aber irgendwie muss auch sie ihren Beitrag zum Familienunterhalt leisten.
Damit ihr nicht ganz so langweilig ist, denkt sie sich zu ihren Kunden kleine Geschichten aus, darin sind diese oftmals Kriminelle auf der Flucht oder Mörder.
Ja, Kriminalfälle haben es Christina angetan, besonders, seitdem über mehrere Jahre hinweg in der näheren Umgebung im August immer wieder Menschen verschwinden.
Noch ahnt die Junge Mutter nicht, dass sie schon bald herausfinden wird, was mit ihnen geschehen ist…

„Monster“ erinnert ein bisschen an ein Kammerspiel, es gibt wenige Charaktere und die Handlung ist auf das Haus der Familie Remington beschränkt, die Christina entführt hat.
Außer Ryan, ihrem Leidensgenossen, ist da nur noch die untypische Vater-Mutter-Kind-Konstellation, die das alte Gebäude bewohnt und die haben alle einen mehr als kleinen Dachschaden.
Andrew, der missgebildete zurückgebliebene Sohn, ist da noch das kleinste Übel, auch, wenn er einen außergewöhnlichen Geschmack hat.
Das eigentliche Monster ist nicht er, sondern der Vater, der inzwischen zwar an Krebs erkrankt ist und seinem Ende entgegenblickt, dem man das Leid
aber aus tiefstem Herzen gönnt, spätestens, wenn die Rückblicke der Geschichte gelesen hat.
Auch die Mutter „verroht“ im Laufe der Zeit immer mehr, an wem soll sich Andrew also ein Beispiel nehmen?
Und so gibt es für niemanden innerhalb der Mauern Hoffnung, das muss irgendwann auch Christina einsehen…


Wie oben schon geschrieben, „Monster“ hat mich überrascht, die wenigen Personen haben alle durch die Bank weg überraschend viel Tiefgang, gerade mit der Mutter hat man anfangs einfach nur Mitleid, aber sie selbst hat sich für diesen Weg entschieden.
Und Andrew?
Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich ihn fast mehr bemitleide als das eigentliche Opfer, denn er hatte nie eine Chance.



Das Cover zeigt den verunstalteten Andrew und Christina und Ryan im Hintergrund, allerdings könnte es sich bei dem „Pärchen“ auch um eine jüngere Ausgabe seiner Eltern handeln.
Wie auch immer, das Bild passt, genau wie der Schreibstil, natürlich ist der Umgangston etwas rauer, alles andere wäre hier auch unpassend.
Kurzum, „Monster“ hat mich mit seiner düsteren Grundstimmung sehr gut unterhalten, dafür lasse ich 4,5 von 5 Blutlachen springen…^^

• Titel:                                      „Monster“

• Autor:                                     Matt Shaw, Michael Bray

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            282 Seiten

• ISBN:                                     /, Festa Extrem

• Genre:                                     Horror, Thriller

• Bewertung:

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