„Meph“ – Nici Hope

Immer wieder Blau …

Lynn liebt das Schreiben, muss ihren Unterhalt jedoch noch immer als Kellnerin verdienen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.
Ihr Freund Marc unterstützt sie nicht wirklich und nachdem sie ihn im Bett mit seiner Arbeitskollegin erwischt, tut sie etwas, wovon  sie schon lange träumt, sie packt ihre Klamotten und sein Geld, um sich eine Blockhütte an einem Bergsee zu mieten.
Dort will sie in aller Ruhe ihrer Schreibleidenschaft frönen, ohne sich um etwas anderes kümmern zu müssen.
Als ganz so einfach erweist sich das jedoch nicht, denn ihr Nachbar Mephisto, kurz Meph, ist verdammt sexy und auch er scheint ein Auge auf sie geworfen zu haben.
Nicht nur das Schreiben läuft wie am Schnürchen, auch Mephisto ist bald mehr als nur der nette Kerl von nebenan.
Doch immer wieder findet sich Lynn in seltsamen Erinnerungen wieder.
Was ist Realität, was Einbildung?
Und vor allem, wer ist Meph?

Ich bin bekanntlich kein Freund von zu viel Erotik in einer Horrorgeschichte und hier gibt es eine Menge davon, allerdings bewegt sich das Ganze selbst für mich noch im erträglichen Rahmen, ja, ich gebe zu, etwas weniger Sex und ein bisschen mehr Horror hätte mir besser gefallen, aber man merkt von Anfang an, das eine gewisse Bedrohung von dem sexy Typen ausgeht, dem Lynn ungewollt immer mehr verfällt und der sie perfekt einspinnt.
Dabei ist die Kellnerin wider Willen alles andere als das dumme Blondchen, ja, ich wage sogar zu behaupten, dass Nici selbst Pate für ihre Protagonistin stand, denn da gibt es so einige Parallelen…
Meph hingegen, nun ja, dass er nichts Gutes im Schilde fühlt, darauf deutet nicht nur der Name hin und trotzdem kann man auch seine Beweggründe verstehen.

Die Farbe Blau spielt eine wichtige Rolle im Buch, blau wie das Wasser, blau, wie Mephs Augen, ein blaues Cover ist da natürlich die perfekte Wahl, ebenso wie der See, in dem sich die Berge spiegeln, immerhin ist der ja Lynns Rückzugsort.
Man kann in die mystische Geschichte buchstäblich abtauchen, (für das Wortspiel klopf ich mir mal selbst auf die Schulter^^) auch wenn man recht früh ahnt, in welche Richtung es geht, aber das ist hier in diesem Fall gar nicht schlimm.
Was ich allerdings ein bisschen vermisst habe, sind ein paar mehr Hintergrundinformationen zu Meph, wo kommt er her, wie ist er in diese Lage geraten usw…
Nicht nur für Wassernixen geeignet, aber Achtung, wer zu tief hinabtaucht, könnte sich verlieren.
Das habe ich nicht ganz, trotzdem hat mich Nici Hopes Novelle gut unterhalten, 3,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Meph“

• Autor:                                     Nici Hope

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            89 Seiten

• ISBN:                                     978-1654114398

• Genre:                                     Horror / Erotik

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